My Roadtrip through the U.S. of A.
 
 
 
Meine USA Reise durch 16 Staaten von Ost nach West
mit Suntrek / Transamerica-Tour
 
 
20. September 2009 bis 13.Oktober 2009
 


Samstag, 20. September 2008
 
Nun geht es also wieder los. Mit meinem grossen Sonnenhut auf dem Kopf und der Melodie von Indiana Jones auf den Lippen machte ich mich zu Fuss zum nahegelegenen Bahnhof Zürich Altstetten auf. Da ich wie üblich zu früh war, entschied ich mich mein Frühstück auf dem Bahnsteig zu geniessen. Es bestand aus einem kleinen Tetrapack Schokoladenmilch und zwei grossen Gipfeln (Croissants.)
Das Gepäck hatte ich wie üblich bereits am Vortag eingecheckt, was diesmal erstaunlich schnell ging; Swiss hatte total auf E-Ticket umgestellt und so konnte ich das einchecken an einem Automaten erledigen, die Bordkarte und Gepäcketikette selber ausdrucken und das Gepäck einfach an einem Schalter abgeben. Innerhalb von nur 10 Minuten war das schon erledigt und fast schon traditionell genehmigte ich mir mein letztes Nachtessen hier am Flughafen in einem Selbstbedienungs-Restaurant mit Blick aufs Terminal A.
Auch die Sicherheitskontrolle ging erstaunlich schnell und so sass ich genug früh am Gate um bereits meine erste Seite meines Reisetagebuches zu schreiben und darauf zu warten dass es endlich los geht.
Der Flug verlief normal; ich sah mir die Filme „Indiana Jones 4“, „Kung Fu Panda“ und teilweise „Iron Man“ an und landete pünktlich am JFK-Flughafen in New York. Dort verlief wieder alles erstaunlich reibungslos; ich musste die normale Zeit an der Passkontrolle anstehen. Dort jedoch gähnte mich der Beamte an und machte den Eindruck als würde er gleich vor Müdigkeit von seinem Stuhl fallen. Ich musste keine einzige Frage beantworten und ruck-zuck war ich schon durch und somit auch offiziell auf amerikanischen Boden. Beim Gepäckband war inzwischen mein Rucksack auch schon angekommen und ebenfalls ohne Probleme ging ich durch den Zoll. Danach fand ich meinen Weg zum Airtrain und fuhr zuerst in die falsche Richtung, bzw. stieg dann eine Station zu früh um. Doch der richtige Zug kam sehr schnell und brachte mich zur Station Howard Dean Beach. Dort fing meine Reise auch gut an; ein Pärchen schenkte mir eine Metrokarte, die noch zwei Tage gültig war, so dass ich nur die fünf Dollar für den Airtrain bezahlen musste.
Die Schnellmetro A brachte mich nach Manhattan, wo ich am Columbus Circle an der 59th Street auf die Lokalmetro C umsteigen musste um zur 103th Street zu gelangen. Von der Station dort waren es nur wenige Schritte zur 106th Street wo mein Hostel „Jazz on the Park“ war. Kurz nach 15 Uhr hatte ich meinen Schlüssel und deponierte mein Gepäck im Zimmer im 5.Stock. Dann machte ich mich schon auf um New York wieder zu entdecken. Ich ging wieder zurück zur Metrostation und entschied mich spontan bereits am zweiten Stopp auszusteigen ums Hotel zu suchen, wo ich und meine Schwester vor vier Jahren abgestiegen waren. Ich glaube ich habe es auch gefunden, auf jeden Fall kaufte ich mir dort in der Nachbarschaft wie schon vor vier Jahren eine grosse Flasche Snapple-Eistee. Dann ging es zu einer anderen Metrostation um zum Times Square zu fahren. Dort kämpfte ich mich wie üblich durch die Menschenmassen und suchte eine Musicalverkaufsstelle. Da ich keine fand, ging ich direkt zu den Kassen bei den Theatern; beim ersten dem Musical „Spamalot“ von Monty Phyton fand ich einen Sitz, aber für den Preis war er mir zu weit weg von der Bühne. Also ging ich zum Lion King, wo ich noch einen Sitzplatz in der 5. Reihe genau in der Mitte für knapp 122 Dollar fand; in Las Vegas bezahlte ich soviel für das Phantom der Oper in der letzten Reihe und es war ein Samstagabend !
 
 
 
 
Nachdem ich das Ticket also gekauft hatte und mit meiner Visakarte bezahlt hatte ging ich zurück zur Metrostation und fuhr mit einer langsamen U-Bahn nach Downtown zur Fulton Road. Dort entdeckte ich eine Waterfront mit Restaurant und Bars und vor allem einen guten Blick auf Brooklyn und die Brooklyn Bridge. Den bei dieser Brücke war eine Kunstinstallation installiert, so dass es aussah als ob ein Wasserfall unter der Brücke hervorsprudelt. Ich machte ein paar Fotos und fuhr danach zurück zum Times Square.

            

Dort gab es eine ganze Anzahl von Restaurants zur Auswahl. Ich entschied mich fürs „Hard Rock Café“, weil ich dort schon gegessen hatte (in anderen Ländern) und wusste, dass man dort auch an der Bar Platz nehmen konnte und nicht eine Stunde auf einen Tisch warten musste. So war ich nach 45 Minuten, zwei Gläsern Cola und einem Teller Chicken Cayun Pasta wieder auf der Strasse, wo ich noch Zeit hatte um ein paar Nachtfotos vom Times Square und dem Empire State Building zu machen. Dann ging es ins Musicaltheater, wo ich mir wie gesagt das bereits 10 Jahre laufende Musical „The Lion King“ ansehen konnte. Es war ein grossartiges Erlebnis und der Platz war genial. Nach dem Musical fuhr ich zurück zum Hostel und legte mich endlich um halb zwölf ins Bett.


Sonntag, 21. September 2008
 
Kurz vor 7 Uhr stand ich auf, in der Erwartung unten ein Frühstück zu erhalten. Ich stand noch schnell unter die Dusche und packte mein Gepäck und ging nach unten. Doch von Frühstück keine Spur. Von der Erzählung über Wartezeiten beim einchecken der anderen hier im Hostel und da es mich nachher an gewissen Stellen biss kann ich dieses Hostel nicht weiter empfehlen. Also Finger weg vom „Jazz on the Park“. So traf ich um 8 meinen Tourleader und die damals „nur“ 6 Reisebegleiter; 1 Koreanerin, 1 Engländerin und vier aus Holland. Wir packten unser Gepäck ins Auto, bzw. aufs Autodach und man liess uns alleine den Tag verbringen. Wir mussten einfach bis 14.30 Uhr wieder zurück sein. Wir fuhren mit der Metro zur 34th Street um einen Blick auf den Madison Square Garden zu werfen und dann gab es noch einen Kaffee und einen Bagel in einem Dunkin Donut.
 
  
Weiter ging es zum Empire State Building, wo wir auf die Terrasse im 86. Stock fuhren um die Aussicht an diesem wunderschönen Tag zu geniessen. Die Wartezeit war überhaupt nicht der Rede wert. Von dort gingen wir zu Fuss weiter zum Rockefeller Center, machten eine Stopp im Disney Store, wo ich mir ein kleines Souvenir kaufte und kamen schlussendlich im Central Park an. Dort ruhten wir uns ein wenig aus, sahen uns die Leute an und ich brachte mein Reisetagebuch up-to-date.


Als wir uns genügend ausgeruht hatten und auch das herumschauen langweilig wurde fing uns langsam ein Hungergefühl auf und so machten wir uns auf etwas zu suchen. Nach einiger Zeit kamen wir bei der 59th Street zum Columbus Circle, wo eine Statue des Entdeckers steht. Ausserdem entdeckte ich dort beim genaueren Hinsehen ein Denkmal für die Opfer der „Maine“ und somit „meine“ Verbindung zur letzten Reise, denn die „Maine“ ist das amerikanische Schiff, dass 1898 in der Bucht von Havanna explodiert ist.
 
Gegenüber diesem Denkmal stehen die zwei Türme des Time Warner Building, wo es im Untergeschoss einen Markt hat, wo man per 100gr-Preisen Salat, aber auch warme Speisen kaufen konnte. Ich füllte meine Kartonschüssel mit Chicken Caesar Salat und wir setzten uns in die Mitte des Kreisels um das Mahl zu geniessen.


Nach dem Essen stiegen wir hier in die U-Bahn-Linie C, was ein Weilchen ging. Mitten auf der Strecke blieben wir auch einmal ein paar Minuten stehen, wahrscheinlich um die zwei Expresszüge vorbeizulassen, die uns in hohem Tempo überholten. Aber am Abend hatte ich eine andere Theorie, vor allem weil die nächste Station die 81th Street war, dazu jedoch später.
Zurück bei unserem Kleinbus erwartete uns eine angenehme Überraschung. Wir waren nun total neun Reisende; es war noch ein weiterer Fahrgast zu uns gestossen. Josh war aus Kalgoorlie Australien und hatte die Tour erst ein paar Tage vorher gebucht und war deshalb am Morgen noch nicht auf der Liste unseres Tourleader Julien, der übrigens aus dem Elsass war.
So machten wir uns kurz vor drei Uhr auf raus aus dem Big Apple zu fahren. Dazu mussten wir zuerst in Richtung Bronx fahren, da der schnellere Weg durch einen der Tunnel für uns verboten war, da auf dem Autodach zwei Gasflaschen standen. So überquerten wir den Hudson River über eine Brücke und kamen so in den Bundesstaat New Jersey. So kann ich nun besser behaupten in diesem Staat gewesen zu sein, als vorher nur durch zweimaliges Umsteigen vor vier Jahren am Flughafen Newark. Nach einiger Zeit verliessen wir den Garden State und waren wieder im „Empire State“ New York zurück.
Kurz vor unserem Übernachtungsplatz bei Newburgh am Rand der Catskill Mountains hielten wir bei einem Wallmart um unser erstes Essen zu kaufen. Dazu bildeten wir eine gemeinsame Kasse und zahlten jeweils jede Woche je 55 Dollar in diese Kasse für die gemeinsamen Essen, Wasser, Bier, Wein und Softdrinks. Kochen mussten wir natürlich auch selber und wir machten dies in Zweier Teams. Bis zu unserem KOA Camping war es nicht mehr weit. Dort stellten wir rasch unsere Zelte auf; ich teilte mein Zelt mit Josh dem Aussie. Das Essen wurde auf einem Gasofen im Licht von zwei Gaslampen gekocht und kaum war es fertig fing es an zu regnen. Wir hatten Glück das unser Platz gerade beim Hauptgebäude lag und so konnten wir unser Nachtessen im Fernsehraum geniessen. Während dem Essen sahen wir uns im TV den Film „Man in Black II“ an. Und als dort ein Hundertmeter langer Ausserirdischer Wurm fast einen ganzen U-Bahnzug verschlang und der Zug oder besser die Überreste bei der 81th Street anhielt, war es mir plötzlich klar warum wir früher am Tag dort warten mussten. ;-)
Den zweiten Film „4 Brothers“ beendete ich nicht, denn das Ende wurde schon vorhergezeigt. (Sie zeigen die Filme gleich zweimal hintereinander) und so ging ich um ca. 23.00 Uhr ins Zelt.
 


Montag, 22. September 2008
 
Der Morgen war zum Glück wieder trocken und nach einer Dusche und einem kleinen Frühstück packten wir zusammen und luden alles wieder aufs Autodach. Unser Ziel war die „Finger Lakes“ bei Ithaka (woher kenne ich nur diesen Ort, ausser dass er nach Odysseus Heimatinsel benannt ist ?). Wir kauften in Ithaka wieder Essen und Trinken und stellten unser Camp schon am frühen Nachmittag auf. Dann gab es selbstgemachte Sandwichs als Lunch.
Am Nachmittag machten wir eine kurze Wanderung die knapp 2 Stunden dauerte zum Taughannock Wasserfall. Es hatte zwar nicht wirklich viel Wasser, wir witzelten sogar, dass wir morgen gar nicht zum Niagara Fall fahren müssen nach diesem „überwältigen“ Anblick, aber durch den allmählichen Beginn des „Indian Sommers“ war es doch ein schöner kleiner Spaziergang.

  

Im Camp zurück spielten Julien, Josh, Patrick, Sarah, Helga und ich eine bisschen Texas Hold’em Poker. Zum Nachtessen gab es selbstgemachten Kartoffelstock (Mash Potatoes) von Sarah und Steak vom Grill von Josh. Es war sehr fein aber was will man anderes von einem Aussie als Grillmeister erwarten. Bevor wir in den Schlafsack krochen blieben wir noch ein wenig am Lagerfeuer und hörten Musik aus meinem I-Pod.
 


Dienstag, 23. September 2008
 
Nach einer Dusche und einem Pfannkuchenfrühstück ging es wieder ans aufräumen. Die Fahrt ging für mich auf dem Beifahrersitz weiter. Ganz zu Beginn der Reise fuhren wir durch ein Dorf namens Interlaken und auch Geneva streiften wir. Genfer mussten es relativ viele gehabt haben, denn ich sah mindestens noch zwei andere Orte mit diesem Namen auf der Karte. Wir merkten auch dass wir uns ganz offensichtlich Kanada näherten; auf der Raststätte wo wir tankten und einen WC-Stopp einlegten hatte es einen „Tim Horton“ und ich genehmigte mir sofort eine feine heisse „Schokolade“.
Dann ging es über eine imposante Brücke, von wo wir in der Distanz schon die Skyline der kanadischen Seite des Niagara Falls sehen konnten. Bevor wir uns aber an die Besichtigung machten, ging es zum KOA Campingplatz, wo wir uns zuerst einrichteten. Da es genügend Zelte hatte, entschied Josh dass wir auch je ein eigenes Zelt aufstellen könnten. So hatte ich von heute an ein Zelt für mich. Wir machten uns noch ein kleines Mittagessen, wieder Sandwich…
Mit unserem Minibus ohne Ladung auf dem Dach ging es zur Rainbow Bridge, die hier über den Fluss zur kanadischen Seite führt. Dort liessen wir den Bus stehen und gingen zum Visitor Center um uns noch mal über die Optionen zu informieren und einen Prospekt zu holen. Dann ging es auf die Goat Island (Ziegeninsel). Die kleine Insel befindet sich im Fluss zwischen den American Falls und dem kanadischen Horseshoe Falls. Zuerst schauten wir uns auf der kleinen Luna Insel die amerikanischen Fälle an und dann ging’s zum nassen Abenteuer. Wir gingen zur „Cave of the Winds“. Zuerst mussten wir einen gelben Regenponcho und Sandalen anziehen – für die „Maid of the Mist“-Passagiere gibt es blaue Ponchos.
Dann ging es mit einem Lift runter zur eigentlichen Höhle, die zum Fuss des amerikanischen, bzw. des kleinen Bridalfalls führt (zwischen Luna und Goat Island). Dort konnte man über mehrere Plattformen bis fast direkt unter den Wasserfall gelangen.
Vor vier Jahren machte ich im Regen die „Maid of the Mist“-Fahrt und wir sahen diese Plattformen und schüttelten bei dem damals herrschenden Wetter nur die Köpfe, aber heute war es wunderschön, obwohl es durchaus ein paar Grad wärmer hätte sein können. Aber ich wurde nicht soooo nass und bis zum Nachtessen war ich längst wieder trocken.


Nach diesem feuchten Erlebnis gingen wir noch zusammen zu einem Aussichtspunkt über den Horseshoefall. Aber von der kanadischen Seite hatte man definitiv einen besseren Blick. Wir machten dort eine Zeit für den Treffpunkt fürs Nachtessen aus und machten uns getrennt auf den Weg. Ein paar versuchten auf die kanadische Seite zu kommen, doch die Rainbow Bridge war scheinbar für Fussgänger geschlossen. Ich lief ein wenig auf der Ziegeninsel rum, ging zu den „3 Sister-Islands“ und schlussendlich zu einer Aussichtsplattform über der Anlegestelle der „Maid of the Mist“-Schiffe. Um 18 Uhr trafen wir uns alle wieder vor dem „Hard Rock Café“. Dort gab es ein feines Nachtessen und danach warteten wir beim Fall noch bis 20.30 Uhr bis die Fälle beleuchtet wurden. Leider war die Aussichts-plattform bereits geschlossen, doch wir hatten auch so eine relativ gute Sicht.
  
 
Eine Viertelstunde später änderte die Farbe von rot zu blau, danach wurde es uns zu kühl und wir warteten nicht noch mal eine Viertelstunde um vielleicht eine weitere Farbe zu sehen. Wir fuhren via ein Shoppingcenter zum Zeltplatz zurück, dort erzählte uns Julien noch ein wenig vom Dorfleben in seiner wilden Jugend im Elsass. Es war sehr unterhaltsam.


Mittwoch, 24. September 2008
 
 
Heute war mehrheitlich ein Reisetag und von hier ging es nun definitiv in Richtung Westen. Wir fuhren auf der Autobahn an der Downtown von Buffalo vorbei, das ja auch die Hauptstadt des Staates New York ist und verliessen schon bald diesen Staat, um eine Zeitlang durch Pennsylvania zu fahren. Unterwegs sah ich in einer Raststätte eine Familie der Amish People in ihrer traditionellen alten Kleidung. Etwa um die Mittagszeit kamen wir in Cleveland an, der Heimatstadt des Baseball-Teams „Cleveland Indians“, der Rock’n’Roll-Hall of Fame und die wichtigste Stadt von Ohio. Wir stiegen mitten in Downtown aus und machten einen WC-Stopp und einen kurzen Spaziergang.

 

Danach ging es noch mindestens zwei Stunden weiter westlich bevor wir in der Nähe von Port Clinton auf einem Campingplatz unsere Zelte aufstellten und etwas Kleines assen.
Um nicht untätig zu sein und das Julien auf eine Nachfrage bei einem Kollegen, was es hier zu tun gab die Antwort erhielt „Nichts“ machten Cesca, die vier Holländer und ich eine kleine Wanderung an den Strand, wo wir uns noch auf einem Spielplatz ein wenig vergnügten.
Zurück bei den Zelten machten sich fünf von uns an eine weitere Runde Poker (Sara hatte keine Lust mehr). Währendessen kochten die anderen ein sehr feines Nachtessen. Es gab ein Chili mit Tomatensauce, Hackfleisch, Zwiebeln und Bohnen. Nach dem Essen ging die Pokerrunde weiter, wobei ich ziemlich schnell raus war. Unser Zeltplatznachbar hatte uns noch ein grossartiges Dessert vorbeigebracht und dann ging es in eine zweite Runde Poker, wo ich besser abschnitt, nämlich als Dritter.
 


Donnerstag, 25. September 2008
 
Heute verliessen wir auch schon wieder Ohio und fuhren durch den Staat Indiana.
An unserem Ziel konnten wir die Uhren eine Stunde zurückstellen, so dauerte der heutige Tag 25 Stunden für uns, den zwischen Indiana und Illinois war eine Zeitgrenze. Anstelle die nächsten zwei Nächte auf einem Zeltplatz ausserhalb der Stadt zu verbringen hatten wir uns entschieden ein Hostel zu buchen und kurz vor zwei konnten wir alle neun gemeinsam ein Zimmer im Arlington Hostel in Chicago beziehen.
Ich machte einen Spaziergang zum Seeufer mit Blick auf Downtown, der heute jedoch sehr dunstig war und sah im Park dutzende von Eichhörnchen.


Zurück im Hostel nahm ich eine Dusche und machte mich an die erste Wäsche. Bei so einem „Luxus“ musste ich es ausnutzen vor allem weil wir ja hier auch zwei Nächte verbringen werden. Jetzt musste ich mir weniger Sorgen machen, sondern kann irgendwann in den nächsten zehn Tagen noch mal waschen und dann nach und nach Ballast liegen lassen. Lincoln Park, wo unser Hostel liegt scheint eine ziemlich gute Nachbarschaft zu haben mit vielen kleinen Bars und Restaurants und kleinen Läden.
An der Rezeption fanden wir beim einchecken bereits heraus, wo der Brunnen aus „Eine schrecklich nette Familie“ steht. Morgen steht auf meinem Plan der oben erwähnte Brunnen, der Sears-Tower, vielleicht das Navy Pier und der Hancock Tower. Mal sehen was die anderen vor haben. Nachdem wir uns alle frisch gemacht hatten gingen wir um halb sieben zu Fuss zur ca. 10 Minuten entfernten U-Bahn-Station und erkundigten uns nach den Optionen. Wir erfuhren dass eine Einzelfahrt 2 Dollar kostet und es eine Karte für 24 Stunden für 5 Dollar gab.
Diese kauften wir uns im benachbarten Laden und fuhren mit der Bahn in die Innenstadt. Nach einer kurzen Fahrt mussten wir auf die Loop-Linie umsteigen, die wie der Name schon andeutet in einem Kreis durch Downtown führt und zwar nicht unterirdisch sondern etwa 10 Meter über dem Boden. Bei der Umsteigestation stand auch das Theater mit der berühmten „Chicago“-Lichtreklame.
Bei der Station Quincy stiegen wir aus und liefen zum Sears-Tower. Dort in der Nähe sollte das Restaurant sein und so liefen wir zuerst ein Weilchen in der Gegend rum, bis wir endlich das Restaurant Giordino’s fanden. Dort trafen wir auch eine ehemalige Suntrek-Tourleaderin von Patrick, die hier in Chicago lebte und sie gab uns noch einige Tipps, was es sonst noch hier zu sehen gab. Zum Nachtessen gab es hier aussergewöhnliche „Stuffed Pizzas“, also gefüllte Pizzas. Es war sehr fein, aber viel zu viel, deshalb erhielten wir auch ein Doggybag und konnten ein paar Stücke mitnehmen.
Die Holländer gingen mit der Tourleaderin mit und sahen offensichtlich das Spital aus der TV-Serie ER und das Stadion der Basketballmanschaft „Chicago Bulls“. Wir anderen brachten zuerst Cesca zum Hostel zurück, denn sie war noch nicht ganz 20 Jahre alt und in diesem Land hier muss man 21 Jahre alt sein um überhaupt in eine Bar zu kommen. Wir vier anderen gingen danach in eine Bar, wo wir etwas tranken und eine Runde Billard spielten. Dort lief auch im Fernsehen das Final des College-Footballs und ich fand etwas ziemlich witzig; die Fans der Siegermannschaft Oregon State Beavers waren alle orange gekleidet und es sah aus wie an der EURO’08 mit den Holländern und innert weniger Sekunden nach Ende des Spiels war das Spielfeld voller Fans. Ich ging ein wenig früher zum Hostel zurück; die Holländer waren bereits im Bett.
 


Freitag, 26. September 2008
 
Am Morgen duschte ich mich und ass eines der Stücke der übriggebliebenen Pizza, das noch vom Abend übrig war zusammen mit einem Becher Kaffee. Da meine drei „Trinkkollegen“ noch tief und fest schliefen und die Restlichen andere Pläne hatten machte ich mich auf meinen eigenen Weg, beziehungsweise blieb ein paar Stationen länger in der U-Bahn sitzen. Dank Patricks Kollegin wussten wir was sonst hier noch sehenswert war.
Zuerst ging ich zum Field Museum, wo es scheinbar ein Skelett eines T-Rex hatte, aber ich ging nicht ins Museum selber, dafür war meine Zeit hier in Chicago zu knapp. Dafür machte ich Fotos der Skyline, der imposanten Fassade und des Brachiosaurier-Skelettes vor dem Museum. Weiter machte ich ein paar Fotos vom benachbarten Stadion, dem Soldier Field – Heimat des Football-Teams „Chicago Bears“.

  

Danach lief ich durch die weitläufige Parkanlage Richtung Norden. Dort wurde ich schwerstens enttäuscht. Der berühmte Buckingham Brunnen wurde renoviert und war eingezäunt. Ich konnte trotzdem ein paar Fotos über den Zaun machen, doch die Wirkung war nur halb so gut. Aber wenn man die Serie „Eine schrecklich nette Familie“ kennt, war der Brunnen auch ohne Wasser erkennbar.


Weiter ging’s zum Kunstmuseum mit seinen imposanten Löwen vor dem Eingang und dann war der neue Milleniumpark an der Reihe. Hier hatte es einen interessanten Brunnen und vor allem das geniale „Cloud Gate“ (im Volksmund die „Bohne“ genannt).

   

Durch eine Unterführung und über den Fluss lief ich bis zum Navy Pier. Hier hatte es diverse Vergnügungsarten, Restaurants und Bars und man konnte hier auch diverse Schifffahrten unter anderem mit einem grossen Segelschiff oder einem Speedboot machen. Doch auch diese Sachen liess ich links liegen, vielleicht habe ich ein anderes Mal mehr Zeit.
 
Ich ging zur nahegelegenen Busstation und fuhr zum alten Water Tower am Fuss des Hancock Towers, bekannt unter anderem aus dem Film „The In-Laws“.
Der Hanckock Tower ist ganze 344 Meter hoch. Als Tipp von Patricks Kollegin zahlte ich nicht die 15 Dollar für die Aussichtsplattform, sondern nahm den Lift gratis zum 96th Stock, wo der Signature Room lag, das Restaurant. Ich ging in die gleichnamige Bar und setzte mich hin für ein Cola und ein kleines Surf & Turf-Mittagessen und zahlte dafür (inklusive Trinkgeld) 25 Dollar.
 
 
 
Aber ich hätte wahrscheinlich auch ohne Konsumentation wieder zurück zum Lift gehen können, denn ich hatte das Gefühl das es gar keine Kontrolle gab. Ich machte ein paar Fotos unter anderem vom höheren Sears-Tower und entschied, dass ich auch diesen besichtigen wolle, denn er war schliesslich das höchste Gebäude der USA.


So nahm ich den Lift wieder runter und ging nachdem ich ein wenig durch einen grossen Buchladen gebrowst bin zur nächsten U-Bahnstation, wo mich eine Bahn wieder in den „Loop“, also die Innenstadt brachte. Dort schaute ich mir eine grosse Skulptur von Picasso und eine Skulptur von Miro an, die hier fast unbeachtet vor einem Geschäftsgebäude neben dem Rathaus standen.
Da die „Loop“-Station sehr nahe beieinander waren (keine 500 Meter) ging ich die kurze Strecke zum Sears-Tower. Wie erwähnt ist dieses Gebäude, das höchste in Amerika und zusammen mit den über 80 Meter hohen Antennen glaube ich ist es immer noch das höchste der Welt. Es ist 443 Meter hoch und mit den Antennen sogar 520 Meter. Die Aussicht vom 103. Stock war grossartig.

   

Der letzte Punkt auf meinem Sightseeing-Programm war das alte „Wrigley-Field“, das Baseball-Stadion der Chicago Cubs. Das Interessante hier war, dass auf den anliegenden Hausdächern rund um das Stadion ebenfalls Tribünen installiert waren.
Von dort fuhr ich mit einem Bus ein paar Blocks in Richtung Hostel und lief dann noch ein wenig der gleichen Strasse entlang, welche mich an einem Comicshop vorbeiführte und wer mich kennt, weis das ich es nicht lassen konnte einen Blick reinzuwerfen. Da sie gerade eine Aktion hatten, verliess ich den Shop mit einigen Comicbüchern wieder und ging so vollbepackt zurück zum Arlington Hostel, wo ich die Bücher gut verstaute. Danach nahm ich mir eine Dose Coke aus einem Automaten und setzte mich in den Aufenthaltsraum um mein Reisetagebuch zu vervollständigen. Da die Holländer sich wieder mit ihrer Kollegin trafen, Julien auch einen Kollegen sah und wie wir später hörten ein Baseball-Spiel der „White Sox“ ansah und die zwei anderen eine Dinner Cruise machten ging ich in die Nachbarschaft und hatte in einem kleinen Chinesischen Restaurant ein paar Dumplings und ein Chicken Sezhuan. Dann ging ich zurück zum Hostel, wo ich rechtzeitig im TV-Raum die erste Debatte zwischen Barak Obama und John McCain Live im TV ansehen konnte. Mir fiel vor allem auf das Obama mehr zu den Zuschauern sprach und öfter direkt in die Kamera schaute, was ihn somit sympathischer machte. McCain sah fast nur den Moderator an und trumpfte nur mit seiner über 20 Jahren Erfahrung im Senat auf, was aber auch schmerzlich daran erinnerte, dass er eigentlich ein alter Mann ist.
 


Samstag, 27. September 2008 – It’s Miller Time
 
Am Morgen verliessen wir das Hostel und machten uns zuerst auf beim kleinen Supermarkt, wo wir unseren Bus abgestellt hatten Esswaren zu kaufen. Diesmal war ich und Cesca an der Reihe um das Abendessen zu kochen. Da Cesca keine Erfahrung im Kochen hatte, entschied ich mich für Spaghetti Bolognese mit Salat. Danach kauften die meisten im Starbucks noch einen Kaffee; ich hatte schon einen im Hostel gehabt. Doch ich kaufte in der benachbarten österreichischen Bäckerei ein Croissant. Dann fuhren wir am Lake Michigan entlang in Richtung Norden raus aus Chicago und somit auch raus aus dem Staat Illinois. Der nächste Staat war Wisconsin und das Etapenziel war Milwaukee. Dies war die Heimatstadt von Harley Davidson und der Miller Brauerei. Um 11.30 Uhr startete bei letzterer eine gratis Tour mit anschliessendem Bier-Sampling. Da ich kein Bierfan bin nahm ich mir ein Becher Limonade dazu und mixte mir ein Panache. Mit den zwei anderen Becher, die wir erhielten gab es für mich „Berry Weiss“, das ein Bier mit Beerengeschmack war und für mich einigermassen geniessbar war. Ebenfalls konnte man dort Postkarten schreiben und gratis verschicken. Ich schrieb zwei, mal sehen ob sie auch in die Schweiz kommen. (Anmerkung: Sie sind tatsächlich angekommen).

  

  

Weil wir schon in dieser Stadt waren fuhren wir noch zum Harley Davidson Museum, wo wir jedoch nur den Shop und die abgestellten Chopper auf dem Parkplatz sahen.
Weiter ging es dann in Richtung Weste nach Madison und von dort nach Nordwesten in Richtung Minneapolis im Staat Minnesota. Bei La Crosse überquerten wir den auch hier noch ziemlich mächtigen Mississippi.
 
Der Fluss bezeichnete auch die Staatsgrenze zwischen Minnesota und Wisconsin. Unterwegs spielten wir noch ein Spiel mit Soundtrek von Filmen erraten. Nicht nur dank mir gewann unsere Gruppe. Bei Winona kamen wir am eindunkeln um 19.00 Uhr beim Zeltplatz an. Wir stellten unsere Zelte auf und machten uns danach ans Kochen. Erstaunlicherweise gelang uns das ziemlich gut und wir bekamen nur Komplimente für das Essen. Julien bemerkte, dass er das erste Mal Spaghetti ass, die auch nach solchen aussahen und nicht aneinander klebten oder wie Mus aussahen.
 


Sonntag, 28. September 2008
 
500 Miles, 500 Miles,….Ja sogar mehr als 500 Meilen (ca. 800 Kilometer) waren heute unser Reiseweg und so bestand der heutige Tag nur aus fahren. Auf dem Weg überquerten wir eine weitere Staatsgrenze, Staat-Nummer 9 war South Dakota. Die Fahrt war lang und die Landschaft durchwegs flach; wir fuhren durch die grosse uns scheinbar endlose Prärie.


Heute musste ich meinen Vorsatz brechen, denn zum Lunch ging’s in einen McDonalds. Zumindest nahm ich einen Burger, denn es in der Schweiz nicht gibt.
Unser Zeltplatz lag am Rande der Kleinstadt Pierre. Das Essen kauften wir vorher im kleinen Ort Fort Pierre und überquerten dann den Missouri River nach Pierre.
Wir stellten unsere Zelte am Ufer eines kleinen Sees auf und als Josh ins Wasser sprang, schlüpfte ich ebenfalls in meine Badeshorts und ins Wasser.
  
Es war gar nicht so kalt und Julien und (nicht ganz freiwillig) Sara folgten auch. Danach gab es eine warme Dusche. Zum Nachtessen gab es Pouletstückchen mit viel Gemüse und Kartoffeln. Wiederum ein sehr feines Essen.
 


Montag, 29. September 2008
 
Der Morgen war sehr kühl. Wir packten zusammen und fuhren zurück zum Highway und auf diesem knapp weitere 100 Meilen Richtung Westen. Im kleinen Ort Wall machten wir eine längere Pause. Hier wurde 1931 ein Drug Store eröffnet und sie schenkten schon damals gratis Eiswasser aus. Das Geschäft wurde bekannt und vergrösserte sich über die Jahre und heute ist „Wall Drug“ ein grosser Komplex mit diversen Souvenirgeschäften und einem grossen Restaurant. Sie schenkten aus Nostalgie und wahrscheinlich auch zu Marketingzwecken gratis Eiswasser aus und es gab auch Kaffee für 5 Cent, denn sie machten hier klar das Geld mit all dem Rest.
 
Ich schaute mir die Bücher an und dachte darüber nach mir den Reisebericht von Lewis & Clark von 1805 zu kaufen. Ich entschied mich jedoch dagegen, machte mir aber die mentale Notiz dies noch irgendwann nachzuholen. Die zwei Entdecker waren zumindest in Pierre vorbeigekommen. Ebenfalls nahm ich mir vor die folgenden Filme anzusehen, denn sie spielten oder entstanden hier in dieser Ecke von Amerika. Nämlich „Der mit dem Wolf tanzt“ und „Little Big Man“, denn Wounded Knee und der Little Big Horn waren in dieser Gegend. Ich sah mir die Replik-Revolver an und entschied mich dann jedoch „nur“ einen Sheriffstern für 10 Dollar zu kaufen. Falls es sein sollte, dass ich einen Revolver haben soll, würde ich an einem anderen Ort noch einen finden. Wir waren nun auch in der „Mountain“-Zone angekommen und hatten deshalb wieder eine Stunde Zeitverschiebung.


Von Wall waren es nur noch wenige Meilen bis zum Badlands Nationalpark. Die Gegend wurde zu Beginn des 18. Jahrhunderts von französischen Siedlern entdeckt und auch von Ihnen benannt. Es sieht aus wie eine Mondlandschaft und die riesige Fläche ist wirklich nicht für Landwirtschaft oder Viehhaltung geeignet und deshalb auch der Name. Nach einem kurzen Fotostopp fuhren wir durch den Park in Richtung Süden, wo am anderen Ende unser Nachtlager stand.
  
Anstelle unsere Zelte aufzustellen, konnten wir hier alle in einem Haus auf dem Campingplatz unterkommen und mussten nichts dazu bezahlen. Das Haus sah aus wie ein Jagdhaus; im Vorgarten lagen einige Kuhschädel und an den Wänden hingen ausgestopfte Jagdtrophäen (unter anderem ein Kopf eines riesigen Elches) und viele Fotos von erfolgreichen Jagden. Danach fuhren wir zurück in die Badlands, wo wir zwei kleine Wanderungen machten. Knapp vor fünf Uhr waren wir zurück im Camp.
 
Vielleicht ändert sich für die letzte Woche noch unser Reiseplan; es wird diskutiert anstelle von Reno von Salt Lake City aus direkt nach Las Vegas zu fahren, danach durchs Death Valley in den Josemite Park und dann anstelle von Sacramento die Nacht am Lake Tahoe zu verbringen. Also ich fand den Plan richtig gut auch wenn ich schon in Vegas gewesen bin, aber anstelle von Reno und Sacramento dafür das Death Valley zu sehen wäre schon toll. Hoffentlich klappte es. Ausserdem wäre es schon wieder eine Nacht weniger im Zelt.
Die meisten mussten heute dringend Wäsche waschen, ich konnte mir dank Chicago noch ein paar Tage Zeit lassen. Aber wenn es geht werde ich bereits in drei Tagen waschen, dann kann ich mich für die restliche Reise zurücklehnen und Ballast loswerden. Die Aussicht von der Terrasse „unseres“ Hauses auf die Ausläufer der Badlands ist grossartig, während ich in mein Reisetagebuch schreibe.
Unser Tourleader Julien kochte heute Spaghetti Carbonara. Diese genossen wir alle und auch den Luxus der eigenen vier Wände. Den Abend schlossen wir noch ab mit ein wenig TV.
 

Dienstag, 30. September 2008

 
Da wir ja heute keine Zelte abzubauen und aufzuladen hatten starteten wir heute etwas früher als sonst und so luden wir um ca. 7 Uhr unser Gepäck auf den Wagen und fuhren einen anderen Weg als gestern zurück zum Highway und erreichten diesen östlicher als wir ihn gestern verlassen hatten. Uns so durchquerten wir das Örtchen Wall noch einmal, doch dieses Mal gab es keinen Halt; wir fuhren ein paar dutzend Meilen weiter Richtung Westen. In Rapid City machten wir einen Halt für Benzin, Kaffee und WC und weil Julien eine Jacke brachte fuhren wir noch zu einem riesigen Outdoor Shop. (er hatte festgestellt, dass er seine Jacke in der ersten Nacht im TV-Raum liegengelassen hatte). Leider hatte ich meine Kamera im Wagen liegen gelassen, denn hier standen in einem riesigen Diorama viele ausgestopfte Tiere, die man offensichtlich alle hier in den USA erlegen kann. An einer der vier Wände standen auf einer Länge von ca. 30 Metern hunderte von Gewehren und in Vitrinen lagen fast ebenso viele Handfeuerwaffen, obwohl ich mich wunderte wozu man diese zur Jagd brauchte. Dies sind halt die US of A.
Dann ging es zum ersten der vier Highlights für das ich diese Tour überhaupt gebucht hatte und dies erst am 10. Tag der Tour. Niagara by night und Chicago mit diesem Wetter waren natürlich auch grossartig. Nicht zu vergessen der Musicalbesuch am Broadway in New York. Nein, heute ging es zum Mount Rushmore. Einem „National Treasure“ von Amerika. Ein gleichnamiger Film spielte neben A.Hitchcock’s „North by Northwest“ auch bei diesem berühmten Felsen.

 

Es gibt scheinbar Leute, die den Anblick der 18 Meter hohen Gesichter nicht beeindruckt, aber ich war auf jeden Fall nicht enttäuscht. Das Denkmal wurde bereits 1927 in Angriff genommen und erst 1941 beendet. Es unterging mehreren Änderungen während der Bauphase aus dem Grund, dass der Felsen nicht so beschaffen war und somit der Entwurf so nicht hätte umgesetzt werden können. So schauten die Köpfe von George Washington, Thomas Jefferson, Teddy Roosevelt und Abraham Lincoln genauso auf uns herab, wie sie das seit über 60 Jahren getan haben und wahrscheinlich noch lange tun werden. Der Anblick war zwar von Filmen und Fotos bekannt, trotzdem haut es einem um, wenn man selbst an diesem historischen Ort steht und die toten Präsidenten sieht. In einem kleinen Film im Besucherzentrum erfuhren wir etwas über die Entstehung, so hörten wir das scheinbar 90 % der Arbeiten mit Dynamit ausführt worden waren. Wir machten einen kleinen Rundgang, der uns näher zum Berg führte und uns auch ins Atelier des Bildhauers brachte. Dort stand auch ein Originalmodel, das zeigte wie die Skulptur auch hätte aussehen können, nämlich mit ganzem Oberkörper.
Dann machten wir ein paar Fotos der wollig weissen Bergziegen, die sich hier herumtummelten und schauten uns den Souvenirshop an bevor die Fahrt weiterging. Sie führte uns an der indianischen Version von Mount Rushmore, dem Crazy Horse Memorial vorbei, das wir aber erst am nächsten Tag genauer besichtigen würden und brachte uns ins kleine Städtchen Custer, wo wir unsere Essenskisten wieder füllten.


Von dort ging’s in den Custer State Park, wo wir eine Wanderung auf den 2207 Meter hohen Harney Peak machten. Es war die höchste Erhebung hier in den Black Hills. Von dort hatte man eine 360 Grad Sicht auf die ganze Umgebung. Scheinbar sollte auch hier in diesem State Park auch eine grosse freilebende Bisonherde herden, doch wahrscheinlich auf der anderen Seite, denn wir sahen keine Spur von einem Bison. Auf dem Gipfel hatte es eine Plakette, die erklärte dass der Harney Peak die höchste Erhebung östlich der Rocky Mountains und westlich der Pyrenäen sei. Die Rockies sind nur ein paar hundert Kilometer im Osten aber die Westküste ist doch etwas weiter weg, so war dies doch ein wenig eindrücklich. Auf dem Rückweg begegnete uns gleich neben dem Wanderweg ein Hirsch, der nur ein paar Meter von uns völlig ungestört vorbeilief und ruhig graste und auch Spechte (oder Woodpecker) sahen und vor allem hörten wir viele.

  

Nach der Wanderung für die wir knapp 4 Stunden brauchten, obwohl es „nur“ etwa 10 Kilometer waren (wir machten ein paar Pausen und es ging bergauf und bergab) fuhren wir kurz nach fünf Uhr zu unserem Campingplatz, wo wir unsere Zelte aufstellten, eine Dusche nahmen und dann zu kochen anfingen. Es gab Fajitas mit Hackfleisch, Tomaten, Käse, Salat, Salsa und Guacamole. Heute Nacht wurde es zum ersten (und auch zum letzten) Mal richtig kalt. Ich hatte keine Sorgen, doch die meisten der Girls und auch Josh schauten der Nacht ängstlich entgegen. (Josh hatte die ersten 20 Jahre seines Lebens kein Schnee gesehen) Deshalb wärmten wir uns an einem Lagerfeuer und genossen noch ein wenig Schweizer Schokolade, die ich mitgebracht hatte, bevor wir in unsere Schlafsäcke krochen. Morgen wird wieder ein ereignisreicher Tag werden.
 


Mittwoch, 1. Oktober 2008
 
Ich habe von der Kälte nicht viel gemerkt, andere hatten glaube ich mehr Probleme, auf jeden Fall lag Frost auf der Wiese und auf der Abdeckplane. Nach dem Pfannkuchenfrühstück fuhren wir zum Crazy Horse Memorial. Dieses ist immer noch in Arbeit und wie die Gaudi Kathedrale in Barcelona ist es fraglich ob es je vollendet wird. Der Bildhauer begann bereits 1948 und er starb bereits im Jahre 1982, noch bevor man etwas wirklich erkennen konnte. Er hatte es zwar geschafft schon tausende Tonnen von Fels zu entfernen. Seither arbeiten seine Frau und sieben seiner 10 Kinder weiter an dem Projekt. Es wird vollständig aus privater Hand finanziert und verzichtete auch schon mehrmals auf Geld vom Staat, deshalb auch die lange Dauer der Arbeiten. Ein anderer Grund ist die Grösse; inzwischen ist das Gesicht dieses grossen Indianderhäuptling fertig gestellt und der dreidimensionale Kopf ist grösser als die vier Köpfe von Mount Rushmore zusammen. Das ganze Standbild sollte auch den Oberkörper und sein Pferd beinhalten und sollte auch in einen riesigen Museumskomplex eingebetet werden.


Crazy Horse ist unter den „Native Americans“ eine legendäre Figur. Er war unter anderem einer der Strategen in der Schlacht am Little Big Horn und wurde bei einer Waffenstillstandsverhandlung hinterhältig von einem US-Soldaten erstochen. Wir besuchten das Besucherzentrum und erfuhren dort mehr über die Entstehung. Im Shop kaufte ich ein Souvenir und zwei Bücher um somit auch ein wenig zu diesem Projekt beizutragen.
Weiter ging die Fahrt durch die Black Hills ins legendäre Ort Deadwood. Diese Stadt war in der Zeit des Goldrausches und des Wilden Westens ums Jahre 1875 entstanden und hatte damals auch sein „goldenes“ Zeitalter (in doppelter Hinsicht). Hier wurde der Revolverheld „Wild Bill“ Hickock hinterrücks bei einer Partie Poker erschossen und begraben. Auch Calamity Jane, ebenfalls eine Wild West-Berühmtheit liegt hier auf dem Friedhof neben Wild Bill begraben, was scheinbar ihr letzter Wunsch gewesen war. Man weis noch heute nicht, ob Wild Bill darüber begeistert gewesen wäre. Die Stadt beherbergt nun an der Mainstreet diverse Casinos, wo man sein Gold loswerden kann; wahrscheinlich hatte das Glücksspiel hier schon zur Zeit des Goldrausches seine Ordnung. Wir konnten dort ein wenig herumlaufen, etwas zum Mittagessen zu uns nehmen und unter anderem auch die Gräber der zwei obengenannten Persönlichkeiten besichtigen.

   

Danach ging es nach einem weiteren Abstecher in einen Wallmart über die Grenze in den Staat Wyoming. Schon von weitem konnten wir Devils Tower oder wie die Indianer den Berg nennen „das Tipi des Bären“ sehen. Im Besucherzentrum hatte es auch ein Bild mit einem riesigen Bären auf der einen Seite des Berges und vielen kleinen Indianern auf der anderen Seite des Berges, die den Bären angreifen, wahrscheinlich irgendeinen Sage der Indianer. Von einer weiteren Sage erzählte ein Hinweisschild:
 
Es war einmal, dass die Bisons dachten sie seine die mächtigsten Wesen auf Erden. Die Menschen fanden dies unfair. So machten die Bisons, die Menschen und alle anderen Tiere ein Rennen. Weil Menschen nur zwei Beine haben wurden vier Vögel gewählt für uns am Rennen teilzunehmen. Das Rennen war sehr lang und hart. Die Tiere rannten, aus ihren Nasen und Mündern blutend und dabei die Erde rot färbend. Ihre Hufe schlugen so hart auf den Boden, dass der Rennkurs einsank und der Boden in der Mitte sich erhob und die Black Hills formten. Der Magpie gewann für die Menschen das Rennen. Und so kommt es das die Indianer Bisons jagen und töten.
 
Kurz nach dem wir durch den Eingang des Devils Tower National Park gefahren sind machten wir auch schon einen Stopp in Prairie Dog Town. Hier hatten hunderte dieser kleinen putzigen Tierchen ihr Zuhause und zeigten sich auch bereitwillig.

 

Beim Besucherzentrum machten wir uns auf die kleinere Wanderung und liefen rund um diesen eindrücklichen Felsen, an dem sich diverse Bergsteiger tummelten. Bei diversen Indianerstämmen ist dieser Fels heilig, wahrscheinlich standen wir vor so etwas wie dem Uluru von Amerika. Der Devils Tower wurde auch durch Steven Spielbergs Film „Die unheimliche Begegnung der dritten Art“ weltberühmt. Also ein weiterer Film, den ich zuhause anschauen muss.
Da nun der Oktober und somit hier bereits die Wintersaison begonnen hatte war der KOA Campingplatz gleich beim Eingang des Parks bereits geschlossen. Dies würde uns auch noch an anderen Orten passieren. So fuhren wir zurück zum Highway ins kleine Ort Sundance wo wir einen netten kleinen Campingplatz fanden. Josh und Sara teilten sich eine „Cabin“, da sie unbedingt eine Nacht in der Wärme verbringen wollten, bevor wir keine Gelegenheit mehr hatten. Zum Nachtessen gab es Würste mit Gemüse und Kartoffeln und unser Campingplatz wurde von einer Gruppe Hirsche besucht. Diese Nacht war nicht so kalt wie die letzte und wir sahen uns begeistert den Sternenhimmel an.
 


Donnerstag, 2. Oktober 2008
 
Unser Weg führte uns heute weiter Richtung Westen und auch die Landschaft veränderte sich auch zusehends. Nach einiger Zeit gelangen wir zu den Big Horn Mountains, wo wir über eine kurvige Strecke rasch etliche Höhenmeter machten. Bisher war das Wetter durchaus schön, doch hier in den Bergen stauten sich scheinbar die Wolken und so gab es einen kleinen Wolkenbruch.
Auf der anderen Seite ging es ebenso kurvig runter ins Big Horn Basin, diese Fläche ist auch sehr eben und geht so etwa 100 Kilometer weiter bis zum Fuss der Rocky Mountains. In Greybull machten wir einen Stopp für Benzin, WC und etwas zum Mittagessen. Dann ging es noch etwa 90 Minuten weiter nach Cody. Diese kleine Stadt hat Colonel William Cody Ende des 19.Jahrhunderts gegründet und wie er halt so war hatte er sie nach sich benannt. Ach ja, Cody ist euch wahrscheinlich besser bekannt unter seinem Beinamen Buffalo Bill, der wohl zu seiner Zeit berühmteste Amerikaner der Welt. Er feierte mit seiner Wild West-Show weltweit Erfolge.
Zuerst kauften wir wieder Esswaren und zwar gleich für die nächsten drei Abendessen und Frühstücke, da wir die nächsten zwei Tage im Yellowstone National Park verbringen würden, wo die Einkaufsmöglichkeiten nicht so gut waren. Danach ging es zum Ponderosa Camp Ground, wo wir in einer Rekordzeit von weniger als einer halben Stunde unser Camp aufstellten. Da das Buffalo Bill Museum nur noch bis 17 Uhr geöffnet hatte mussten wir uns beeilen. Kurz vor vier Uhr waren wir beim Eingang und konnten so doch noch die interessanten Exponate ansehen. Neben Originalgegenständen von Buffalo Bill Cody hatte es auch ein Raum über die Indianer und einen eigenen Flügel mit 1500 Feuerwaffen.
    
Um 17 Uhr fuhren wir noch in den benachbarten Outdoorshop, wo einige von uns sich noch mit wärmeren Sachen für den Yellowstone National Park eindeckten. Julien und auch Josh kauften sich eine Jacke und scheinbar war hier die Regel, wenn es dir nicht gefällt und du mit Kreditkarte bezahlt hast, kannst du das gekaufte zurückschicken und sie schreiben dir den Betrag wieder gut. Crazy USA. Ich kaufte mir eine Wollkappe und ein Paar Handschuhe, da ich zwar zuhause noch daran gedacht hatte, aber aus Gewichtsgründen, die dann doch dort gelassen habe. (Das Gewicht von 20 Kilo des Gepäckes und Handgepäckes wurde nie kontrolliert, wahrscheinlich auch darum, weil die Tour noch für vier weitere Passagiere Platz gehabt hätte).
Anschliessend fuhren wir noch kurz in die Innenstadt, wo wir einen kurzen Spaziergang machten und dann in Buffalo Bills Originalhotel „The Irma“ etwas tranken. Die Bar aus Holz wurde ihm von Queen Victoria aus England geschenkt und kostete schon damals 100'000 Dollar. Ich kaufte mir als Souvenir ein Trinkglas, obwohl ich wahrscheinlich auch mein eigenes Glas ohne Probleme hätte mitgehen lassen. Doch dies lies ich sein, nach dem Blick auf ein überdimensionales Gewehr auf einem benachbarten Hausdach und der Erinnerung was die hier im Wilden Westen Pferdedieben angetan haben.

 

Nach dem Drink fuhren wir zurück zum Campingplatz, wo ich dank der Intervention von Julien doch noch meine Wäsche waschen konnte (Die wollten doch tatsächlich die Waschküche bereits um 19 Uhr schliessen) Gleichzeitig machte ich mit Cesca das Nachtessen; Salat und Ravioli. Nach dem Essen und der Wäsche gab es wieder einmal eine Runde Poker mit den üblichen Verdächtigen Josh, Julien, Helga und Patrick. Dieses Mal machte ich den Zweiten, aber nur weil ich es am Schluss schneller vorbei haben wollte; wir beendeten unser Spiel um 23 Uhr. Heute wäre auch die Vize-Präsidenten-Debatte gewesen, ich frage mich wie die wohl ausgegangen ist. (Anmerkung: Scheinbar hat Biden gewonnen, obwohl sich Palin überraschend gut geschlagen habe, nachdem sie bei einem früheren Interview wie eine Dilettantin aufgetreten war, wahrscheinlich auch deshalb hatte diese Debatte eine höher Quote als die erste zwischen Obama und McCain)
 


Freitag, 3. Oktober 2008
 
Nach dem Frühstück ging es zum Osteingang des knapp 50 Meilen entfernten Yellowstone National Parks, wo wir beim Eingangsschild einen Fotostopp einlegten.


Am Lake Yellowstone, beim Steamboat Point machten wir einen weiteren Halt, weil wir dort die ersten geothermischen Reaktionen sehen konnten; der ganze Park ist in dieser Hinsicht interessant. Wissenschaftler sagen, dass sich hier ein Supervulkan befindet. Falls dieser ausbricht hätte das eine Katastrophe globalen Ausmasses zur Folge. Die Wissenschaftler sagen auch es sei keine Frage ob er je ausbricht sondern wann.
Ein wenig weiter sahen wir diverse Bisonherden und auf einem Parkplatz fuhren wir ganz langsam kaum 2 Meter an einem mächtigen Bisonbullen vorbei. Das war ein grossartiges Erlebnis.


Wir hielten noch mal bei einem weiteren Areal mit geothermischen Aktivitäten, das mich sehr an Wai-o-Topu in Neuseeland erinnerte. Hier konnte man einen Schlamm-Pool sehen, der brodelte und auch eine Höhle die „Drachenschlund“ genannt wurde und aus dem dichter Dampf hervorquoll.
Beim Canyon Village im Zentrum des Nationalparks besuchten wir das Besucherzentrum. Dort um die Ecke sahen wir auch den „Grand Canyon“ vom Yellowstone River mit zwei Wasserfällen. Den zweiten Wasserfall sahen wir vom Artist Point und dort konnte ich das gleiche Sujet fotografieren, das als gemaltes Bild im Besucherzentrum hing:

  

Weiter ging es von dort über einen 2700 Meter hohen Pass zum Tower Wasserfall, der aber weniger eindrücklich war.
Bei den Mammoth Hot Springs sahen wir eine grosse Herde Elks. Diese tummelten sich hier um die Gebäude, deshalb waren wohl auch ein paar Park Rangers anwesend, die dafür sorgten, dass die menschlichen Gäste den tierischen nicht zu nahe kamen. Von dort überquerten wir nach 2 ½ Meilen für ein paar Meter die Grenze zu Montana (Staat Nummer 11). Wie am Vortag schon angekündigt und deshalb schon vorbereitet packten wir unser Badzeug und liefen einen halben Kilometer zu einem Ort, wo die heissen Quellen in den eiskalten Bach flossen. Wir setzten uns dort ins Wasser und relaxten ein Weilchen.

 

Zurück bei den Hot Springs sahen wir uns die Terrassen an, die durch die heissen Quellen entstanden waren.
 
Ein paar hundert Meter weiter mit dem Bus sahen wir ganz undeutlich hinter einem Gebüsch einen Schwarzbären. Ich hoffe wir entdecken morgen noch Grizzlies und Elche. Das wäre so grossartig. (ich sollte jedoch in dieser Hinsicht enttäuscht werden) Nach einem kurzen Halt beim Norris Geysir Basin ging es weiter zu unserem Zeltplatz von Madison, wo wir für zwei Nächte bleiben würden. Wegen den Bären müssen wir die Esswaren und Kosmetiksachen über Nacht in den Wagen oder in Bärboxen versorgen.
Für heute sind noch zwei Kollegen von Julien, die ebenfalls für Suntrek arbeiten oder gearbeitet hatten zu uns gestossen. Sie machten aber nun ihr eigenes Ding und ihre Reiserichtung lag von hier in Richtung Kanada.

Nach dem Nachtessen spielten wir mit den Pokerkarten ein Trinkspiel. Dieses ging folgendermassen:

Es hiess Kingscup (Königsbecher) und man stellte dafür einen leeren Becher in die Mitte des Tisches und legte die Pokerkarten in einem Kreis verkehrt herum rund um diesen Becher. Jede Karte hat eine Bedeutung und jeder Spieler deckt eine Karte nach der anderen auf bis es keine mehr hat.
Wie es bei einem Trinkspiel so zugeht, geht es natürlich ums Trinken und so hat jede Karte eine Bedeutung, bei der fast jedes Mal jemand trinken muss. Hier die Bedeutungen der einzelnen Karten:
 
2 = two = for you => zwei von dir ausgewählte Spieler müssen trinken
3 = three = form e => du musst selber trinken
4 = for the horses = alle Frauen müssen trinken
5 = Kategorien = der Spieler wählt eine Kategorie (zum Beispiel Farben, Fussballteam, Länder) und jeder Spieler muss nacheinander dazu Begriffe aufzählen, derjenige der ins Stocken gerät muss trinken
6 = six for the dicks = alle Männer müssen trinken
7 = seven for the heaven = alle strecken den Arm nach oben, der letzte muss trinken
8 = Waterfall = alle Mitspieler trinken gemeinsam und der nächste darf sein Becher erst abstellen, wenn der Spieler vor ihm sein Becher abgestellt hat
9 = nine = Reim = man muss etwas reimen, derjenige der ins Stocken gerät muss trinken
10 = darf eine Regel aufstellen
Bube = Beerbitch = muss die Becher auffüllen oder neues Bier holen (in unserem Fall war das Bier-Bitch auch gleich das Feuer-Bitch und deshalb auch verantwortlich für das Feuer)
Queen = Question = man stellt eine Frage und der Befragte darf nicht antworten, sondern stellt ebenfalls eine Frage an jemand anderen, der erste der zu einer Antwort ansetzt muss trinken
König = Kingcup = die ersten drei Könige müssen etwas von ihrem Drink in den leeren Becher schütten, was natürlich komischer ist, wenn alle etwas anderes trinken und der vierte König muss den Becher austrinken
A = Ace in the Face = jeder muss sich selbst eine Hand ins Gesicht schlagen und der letzte muss wiederum trinken
 
Sobald der Kartenkreis unterbrochen wird muss derjenige ebenfalls trinken. So wurde es ein feuchtfröhlicher Abend. Für die zweite Runde gesellten sich noch drei Amis dazu, ich setzte jedoch aus.
 


Samstag, 4. Oktober 2008
 
Über Nacht hatte es zu regnen angefangen und es wollte auch am Morgen nicht aufhören. Wir hatten heute ein wenig Zeit mit dem aufstehen, denn wir starteten erst um 9 Uhr und mussten die Zelte auch nicht abbrechen. Zu dem hatte es auf dem Zeltplatz keine Duschen, also noch eine weitere Zeitersparnis. Ich stand jedoch bereits um 8 Uhr auf und machte einen 10 minütigen Spaziergang zu den Telefonzellen um ein Lebenszeichen nach Hause zu senden, doch der Weg im Regen war vergeblich, denn es war niemand zu Hause.
Da es bei den Zelten keinen Unterstand gab und Frühstück im Regen eine recht nasse Angelegenheit gewesen wäre, entschieden wir uns gemeinsam zum Old Faithful zu fahren, wo wir noch rechtzeitig in der Snowlodge für ein spätes Frühstücksbuffet kamen, Mmmh, schon lange kein so gutes und grosses Frühstück mit French Toast gehabt…Im benachbarten Shop kaufte ich mir einen kunstvollbemalten Bison und ein kleines Geschenk für meine Schwester…drei weitere Geschenke müssen nun noch folgen.
Wieder rechtzeitig um halb zwölf standen wir bereit um den Ausbruch des Geysirs „Old Faithful“ zu sehen, der hier alle 40 – 126 Minuten sprudelt. Der Regen hatte zwar gestoppt aber es war noch den ganzen Tag bewölkt und vor allem kühl so dass man vor allem Dampf sehen konnte und der Kontrast für Fotos nicht so gut war, wie vor zwei Jahren in Island, wo ich einen wolkenlosen Himmel hatte.


Von hier aus machten wir eine 4,4 Kilometer lange Rundwanderung durch dieses Geysirbecken und sahen so einige andere Geysire und thermische Phänomene. Das Ziel beziehungsweise der Punkt, wo wir umkehrten war der „Morning Glory“-Pool der in allen Farben des Regenbogens schimmerte. Witzig war vor allem auch, dass „Morning Glory“ im englischen Volksmund auch die Bedeutung hatte, was ein Mann meisten am Morgen in seinem Bett hat….

  

Nach der Rückkehr zum Old Faithful gingen wir ins „Old Faithful Inn“, eine riesige Holz-Lodge, wo wir für 3,25 Doller duschen durften. Es war zwar teuer, aber durch die Umstände einer der besten Duschen seit langer Zeit. Nach der Dusche genehmigte ich mir eine grosse heisse Schokolade. Dann fuhren wir noch mal zum Norris Geysir Becken mit einem Halt bei einem weiteren farbenfrohen Pool dazwischen.

 

Beim Norris Basin angelangt hatte es wieder zu regnen angefangen, doch wir schauten uns trotzdem für ein paar Minuten um. Aus dem gleichen Grund wie am Morgen fuhren wir vom Norris Basin die 30 Meilen zum Old Faithful (Madison Campground liegt ziemlich genau dazwischen). Dort angekommen mussten wir knapp 45 Minuten warten bis wir um viertel vor acht einen Tisch für 9 erhielten. Ich ass endlich wieder einmal Fisch, nämlich Alaska Wildlachs. Nach dem Essen fuhren wir zum Campingplatz zurück, wo ich sofort ins Zelt, beziehungsweise in den Schlafsack schlüpfte.
 


Sonntag, 5. Oktober 2008
 
In der Nacht hatte es zwar wieder geregnet, doch zum Glück hörte es auf, so dass wir die Zelte relativ trocken abbrechen konnten und auch Frühstück gab es heute. Um halb acht fuhren wir von hier wieder vollgepackt ab. Auf dem Weg zum Südausgang des Yellowstone National Parks kamen wir auch an frisch gefallenem Schnee vorbei und hielten für eine kleine Foto- und Schneeball-Session.
Kaum ausserhalb des Yellowstone Parks waren wir schon im nächsten Park, dem Grand Teton National Park. Grand Teton ist auch der Name des über 4000 Meter hohen Gipfels des höchsten Berges hier im Park und bedeutet im Originalfranzösischen „Grosser Nippel“. Deshalb musste Julien auch unbedingt ein Foto von sich beim Eingangszeichen haben.


Beim Besucherzentrum angekommen informierten wir uns über den Park, doch inzwischen hat es richtig zu schütten angefangen und die Berge konnten wir ebenfalls nicht sehen. So war die Wanderung hier im Grand Teton National Park die einzige Sache die auf dieser Reise buchstäblich ins Wasser fiel, denn wir entschieden uns, dass eine Wanderung bei diesen Verhältnissen keinen Sinn machte. So fuhren wir direkt zum Städtchen Jackson Hole, das im Winter auch ein Skiresort ist. Dort gingen wir in ein Restaurant und hatten unser Mittagessen; ich bediente mich am Salatbuffet. Danach hatten wir noch etwas Zeit durch das Städtchen zu schlendern. Interessant waren vor allem die vier Eingangstore zum Park, die bestanden aus Elk-Geweihen. Die Elks überwintern hier in der Nähe in einem geschützten Park und lassen die Geweihe liegen, diese werden jeweils im Frühjahr von Pfadfindern aufgesammelt und hier in diesen Park für einen guten Zweck verkauft.

   

Eigentlich sah der Plan vor zum Campingplatz zu fahren, die Zelte aufzustellen und rechtzeitig um halb vier wieder zurück in Jackson zu sein um ins Kino zu gehen. Doch der 10 Meilen südlich von Jackson Hole gelegene Campingplatz hatte bereits Winterpause, deshalb fuhren wir zum Städtchen zurück. Dort checkten wir zuerst ein paar Motels aus. Doch die Preise waren überissen im Vergleich zu anderen Orten in den USA. Deshalb fuhren wir halt weitere 10 Meilen in die Gegenrichtung Norden und somit wieder auf den Grund des Grand Teton National Park. Dort wurden wir für einige Minuten von einer Herde Bisons aufgehalten, die ausgerechnet vor uns die Strasse überqueren wollten.
 
Da es nun nach dem Zeltaufstellen zu spät war änderten wir den Plan. Sara und Josh bereiteten Pasta mit Thunfisch zum frühen Nachtessen zu. So fuhren wir halt knapp vor halb sieben noch mal in die Stadt und wir haben es auch knapp geschafft um 19 Uhr beim Kino zu sein, obwohl wir kurz halten mussten, weil wir einen weiblichen Elch am Waldrand entdeckt hatten. (Ich hatte meine Kamera nicht dabei und denke, dass ein Foto so oder so bei diesen Lichtverhältnissen nichts geworden wäre) Ausserdem wollten die drei Holländerinnen eine typische Frauenschnulze mit Richard Gere in einem anderen Kino sehen. Der Eintritt kostete 8.50 Dollar und der Action-Thriller „Eagle Eye“ mit Shia Leboef war sehr unterhaltsam. Ich fand es vor allem toll, dass der Beginn in Chicago spielte und einmal die Metrostation Quincy vorkam, wo ich ein paar Mal ein- und ausgestiegen bin.
 


Montag, 6. Oktober 2008
 
Unsere Weiterfahrt verzögerte sich heute Morgen wiederum infolge „Bison Crossing.“
 
Dann ging es zuerst 90 Meilen Richtung Westen nach Idaho Falls (und somit durch den Staat Idaho), bevor wir auf den Highway einbogen und in Richtung Süden fahren konnten. Nach einem Halt in Blackfoot für Shopping und Lunch verliessen wir auch schon bald wieder Idaho und erreichten so Utah und wenig später dessen Hauptstadt Salt Lake City, Hostcity der Winterolympiade 2002.
Um viertel nach drei kamen wir auf unserem KOA Campingplatz direkt neben einer vielbefahrenen Verkehrskreuzung an. Innerhalb einer knappen Stunde hatte ich mein Zelt aufgestellt und mich unter die Dusche gestellt. Dabei stellte ich fest, dass jede warme Dusche wunderbar ist, wenn man fast zwei volle Tage keine zur Verfügung hatte. Da die Meisten anderen dringend Wäsche waschen mussten oder sonst kein Interesse hatten, fuhr ich halt alleine mit einem Gratis-Shuttle zum historischen Temple Square.

 

Dort hatten die Mormonen ihr Welt-Hauptquartier; so etwas wie der Vatikan für die Katholiken. Die Mormonen erreichten Salt Lake City bereits 1847 mit Handwagen und wenige Jahre später begannen die Bauarbeiten an ihrem Tempel. Dieser wurde erst 1893 beendet. Doch einige andere Gebäude wurden vorher fertig gestellt, unter anderem die Assembly Hall, die aus übriggebliebenen Steinen des Tempels gebaut worden war. Der Fahrer des Shuttle-Busses brachte mich zum Besucherzentrum, wo ich mich einer kleinen Führung anschliessen konnte. Ausser mir waren es noch zwei Neuseeländerinnen und die zwei jungen Missionarinnen, die die Führung leiteten.
Verdammt, die Missionarinnen die hier überall herumliefen waren alle jung und gutaussehend; vielleicht sollte ich die Religion wechseln….ist nur ein Witz, Mami!
  
Auf der 30-minütigen Führung erfuhr ich einiges über den mormonischen Glauben, deren Gebräuche und die Geschichte dieses Ortes. Wir sahen das Tabernakel, wo die 12. grösste Orgel der Welt stand. Die Innenwände und Säulen waren aus Holz, doch sie wurden so bemalt, dass sie aussahen wie Marmor. Auch die Sitzbänke sahen alle gleich aus, obwohl die letzten beiden Reihen noch aus dem 19. Jahrhundert stammten und die restlichen kaum ein Jahrzehnt alt sind. Nach der Führung lief ich zuerst noch ein wenig auf dem Temple Square herum und machte einige Fotos.
 
 
 
Danach wollte ich etwas für meinen Vater und Bruder von der Olympiade 2002 kaufen und machte mich auf die Suche. Das Besucherzentrum der Stadt war bereits geschlossen und im einzigen Souvenirladen, denn ich in einem Shoppingcenter fand hatte es auch nichts mehr. Offensichtlich sind sechs Jahre doch eine lange Zeit oder die Leute hier wissen nichts vom Geschäft. Ich fand jedoch den Platz (heute ein Parkplatz) wo damals die Medaillen verliehen worden waren und sah den alten Bahnhof, wo man aber lange nach Gleisen suchen musste; Züge fuhren hier offensichtlich schon lange nicht mehr. Dort war auch eine Erinnerung an die freiwilligen Helfer der Olympiade installiert.
   
Genau rechtzeitig um viertel vor sieben war ich mit dem Gratis-Shuttle beim Zeltplatz zurück, wo gleich das Nachtessen bereitstand.
Danach gingen wir zu einem typisch amerikanischen Zeitvertreib; in ein Drive-In-Kino! Aber vorher mussten wir zum Olympic Oval, der Eisschnelllaufhalle, da die Holländer scheinbar dort 2002 grosse Erfolge gefeiert hatten und vor allem Helga diese Halle einfach sehen wollte. Es wurden dort diverse Weltrekorde im Eisschnelllauf gebrochen und deshalb wird die Halle auch als „die Weltschnellste Bahn“ gerühmt. Der Holländer Sven Kramer holte hier zweimal Gold und war 2002 für die Holländer, was damals Simon Ammann für uns Schweizer war. Dann ging es ins Kino, wo wir zwei Sitzbänke ausbauten und den Bus quer stellten. So konnten sechs auf den Sitzbänken, zwei liegend im Bus und ich auf der Beifahrerseite den Film geniessen.
Der Film hiess „Righteous Kill“, ein Krimi mit Robert de Niro und Al Pacino in den Hauptrollen. Der Ton kam übers Autoradio via eine FM-Frequenz, die wir auf der Quittung an der Kasse erhalten hatten. Von unserem Standort konnten wir alle fünf Kinobildschirme sehen und jeder Film hatte seine eigene Frequenz.
 


Dienstag, 7. Oktober 2008 – Viva Las Vegas
 
Die heutige Reise ging 450 Meilen in gerader Richtung auf der Autobahn in Richtung Süden. Das Ziel war Las Vegas. Yeah, Baby, Yeah…
Um 7 Uhr noch bevor die Sonne über den schneebedeckten Bergen rund um Salt Lake City aufging fuhren wir ab. Das letzte Drittel vom Leuchtturm in Cedar City an kannte ich schon, denn dies war die gleiche Strecke, die ich vor fast genau zwei Jahren auf dem Weg zum Brice Canyon und zurück befahren hatte. Unterwegs machten wir noch einen Stopp bei einem „In-and-Out-Burger“ um etwas Fastfood zum Mittag zu essen. Dann ging es eine kurze Strecke durch Arizona und in den Staat Nevada.
 
Nach und nach stiege auch die Temperatur, die in Las Vegas heute über 30 Grad betrug. Ich bekam ein eigenes Zimmer für ganze 19 Dollar im „Americas Best Value Inn“, was für ein Luxus nach den letzten Tagen. Wir gewannen zum letzten Mal auch eine Stunde.
Als erstes fuhren wir in ein Outlet Einkaufszentrum, was ein Glücksfall war, denn ausgerechnet heute waren meine Sandalen kaputt gegangen und so konnte ich hier gleich neue kaufen. Die Girls blieben dort noch ein wenig länger, wir vier Boys gingen zum „Gun Store“. Dort konnte man für (meiner Meinung nach) viel Geld verschiedene Maschinenpistolen und andere Feuerwaffen ausprobieren. Ich kam mir wirklich vor wie in einer Szene von „Bowling for Columbine“ von Michael Moore. Die Männer (und Frauen) die dort arbeiteten waren wohl alle Mitglieder der NRA und sie liebten ganz offensichtlich ihren Job hier und als solche waren sie klar gegen Obama als Präsident. Die Leute, die hier Waffen ausprobierten, so auch Julien, Josh und schlussendlich auch Patrick wurden richtig euphorisch oder wie man es auch nennt „Trigger-Happy“. Manchen von diesen Leuten möchte ich also nicht in einer einsamen dunklen Gasse begegnen. Ich beobachtete nur interessiert, als schaue ich einer Dokumentation zu und hoffte, dass Obama am 4. November gewählt wird und diese Sache hier in den nächsten acht Jahren zu stoppen weis.
Heute Abend werden wir mit einer Limousine und zwei anderen Suntrek-Gruppen eine zweistündige Fahrt machen. Dazu kauften wir noch diverse Getränke und etwas vorher zum Nachtessen für uns. Ich kaufte mir einen Caesar-Salat und wir fuhren zurück zum Motel. Ich verzog mich in mein eigenes Zimmer und stellte mich zuerst unter die Dusche, damit ich dann rechtzeitig um 18 Uhr die zweite Debatte von Obama und McCain live im Fernsehen sehen konnte.
Den Schluss verpasste ich, denn kurz vor halb acht fuhr die Limousine oder eher ein Partybus mit abgedunkelten Scheiben vor und wir stiegen ein. Wir waren insgesamt etwa dreissig, aber jede Gruppe blieb vorwiegend untereinander.
 
So fuhren wir mit lauter Musik und viel „Booze“ ab. Wir machten einen Stopp beim Bellagio Fountain um dort eine „Vorstellung“ des Brunnens zu sehen. Es stand dort auch ein Elvis herum und Josh und Sara taten so als würden sie heiraten; sehr zur Belustigung der Herumstehenden.
 
   
Nächster Halt war in der Fremont Street, wo wir bei der „Fremont Street Experience“ (siehe meine Las Vegas-Reise) die American Pie-Show sahen. Nachdem wir dort noch einer Liveband zugehört hatten ging’s zur Bar „Margeritaville“, wo ebenfalls eine Liveband spielte. Die anderen Gruppen verzogen sich ziemlich rasch an andere Orte oder zurück zum Motel. Ich blieb noch ein wenig bei meiner Gruppe und verliess die Bar um 23 Uhr und machte mich zu Fuss auf zurück zum Hotel.
Ich konnte mich noch mal nur wundern wie sich diese Stadt in den zwei Jahren verändert hatte und sich in weiteren zwei Jahren wahrscheinlich noch verändern wird. Da standen Hotels und Casinos, die beim letzten Besuch noch Baugruben waren; das gigantische City Center war auch schon fast fertig und auch diese riesige Fläche zwischen dem Casino Bellagio und Monte Carlo war nur eine Baugrube oder nicht mal das vor zwei Jahren.
Ich machte diverse Nachtfotos und kam schlussendlich nach 50 Minuten in meinem Zimmer an. Gemäss den Medien hatte Obama die Debatte gewonnen, was leider noch nichts heissen will, denn vor vier Jahren hatte John Kerry auch jede seiner drei Debatten gewonnen…
 


Mittwoch, 8. Oktober 2008
 
Heute war ein relaxter Start. Am Morgen konnte ich noch das Ende der gestrigen Debatte nachholen und mich dann unter die Dusche stellen. Dann ging ich auf Nahrungssuche, denn die Weiterfahrt war erst für 11 Uhr geplant. Zuerst ging ich ins MGM Grand, wo aber eine Schlange an der Kasse und eine noch grössere Menschenmenge auf die Tischzuteilung warteten. Da ich nicht solange warten wollte und konnte, überquerte ich die Strasse und ging ins Tropicana ans Island Buffet, wo die Auswahl wahrscheinlich kleiner war, dafür 5 Dollar günstiger, ausserdem sass ich innerhalb von weniger als 10 Minuten an meinem Tisch. Ich machte mir gerade einen Brunch um so bis zum Nachtessen gerüstet zu sein und so langte ich kräftig zu.
Kurz vor 11 Uhr trafen wir uns also alle wieder und hörten was andere so getrieben hatten; Patrick war erst um 7 Uhr heimgekommen und legte sich sogleich auf die Hinterbank, wo er auch bis 17 Uhr liegenblieb. Dann ging die Fahrt also los und wir liessen Vegas und Nevada hinter uns und überquerten die Grenze zum letzten Staat Kalifornien. Wir fuhren zu dem Ort, denn der Umweg nach Las Vegas für mich erst richtig wertvoll machte. Ausserdem war es heute laut der Zeitung „USA Today“ dort der wärmste Ort in den ganzen USA.

  

Und was ich erst am Ziel bemerkte war es auch der tiefste Punkt der Staaten, nämlich 85,5 Meter unter dem Meeresspiegel. Somit konnte ich auch dieser Reise auch wieder einen persönlichen Rekord setzen. Der Weltrekord hält natürlich das Tote Meer in Israel, aber das ist so oder so auch noch ein Reisewunschziel von mir. Also fuhren wir tatsächlich durch das Death Valley, dass ich vor zwei Jahren verpasst hatte. So hatte alles einen Grund, denn ansonsten hätte ich mich wohl heute gelangweilt. Der Thermometer zeigte über 42 Grad Celsius, angekündigt waren 98 Fahrenheit (etwa 38 Grad Celsius). Im Badwater Creek konnten wir am heissesten Ort der USA ein paar Schritte auf dem ausgetrockneten Salzsee machen und die letzten Wasserreste bestaunen. Dort sahen wir auch 85,5 Meter über uns an der Felswand ein Marker, der die tatsächliche Meereshöhe anzeigte.
Wir besuchten das Besucherzentrum und machten uns von dort auf die lange Fahrt zu unserem Nachtlager. Kurz nach 19 Uhr erreichten wir Bishop und stellten die Zelte auf. Da es nun zu spät war und wir auch noch nicht einkaufen waren, entschieden wir uns gemeinsam zu einer Pizzeria zu fahren und dort auf Kosten der Gemeinkasse drei grosse Pizzas zu teilen. Ich fand das eine sehr gute Entscheidung, vor allem weil ich dran gewesen wäre mit kochen!
So waren wir bereits um 21 Uhr gut gefüttert zurück im Camp wo wir den Rest des Abends geniessen konnten.
Morgen werden wir das dritte meiner Highlights besuchen, den Josemite National Park und im Gegensatz zum Yellowstone sollte es morgen schönes Wetter sein. Jetzt konnte ich nur noch auf eine frühe Ankunft in San Francisco hoffen, damit ich möglichst viel dieser Stadt sehen konnte.
 


Donnerstag, 9. Oktober 2008
 
Nach einer Nacht im Owen Valley machten wir uns ausgeruht auf und fuhren zuerst zum Shopping. Cesca wollte heute kochen und so kauften wir Fleisch, Reis und allerlei Gemüse. (Rezept folgt) Danach machten wir uns auf zuerst in Richtung Norden zum Mono Lake, wo wir einen kurzen Stopp für WC und Benzin machten. Dann ging die Fahrt Steil bergauf bis wir auf über 3000 Meter den Tioga Pass erreichten, der gleichzeitig der Eingang zum Josemite National Park war.
 
Wir machten noch zwei Fotostopps am Tenaya Lake und am Olmsted Point und dann ging’s auch schon wieder runter ins Josemite Valley, wo wir kurz nach 13 Uhr ankamen. Wir stoppten beim Registrations Büro, wo wir vorerst noch auf die Warteliste für einen Campingplatz hier im Tal gesetzt wurden, aber wenigstens an erster Stelle. Da die meisten Anderen schon hier gewesen waren und Josh keine richtige Lust hatte ohne Sara loszugehen machten Cesca und ich uns alleine auf den Weg. Wir nahmen den Hybrid-betriebenen Gratis-Shuttle-Bus beim Curry Village und fuhren zwei Stationen zur Happy Isles. Dort machten wir uns auf eine grossartige ca. 2 ½ stündige Wanderung. Wir machten zuerst über 300 Höhenmeter zum Vernal Wasserfall, sahen dort den Emerald Pool und machten noch einige Höhenmeter mehr zum Clark Point, bevor es von dort wieder runter auf 1230 m ging, das übrigens die ungefähre Höhe des ganzen Talbodens ist.

  

Zurück beim Parkplatz erfuhren wir, dass wir hier bleiben können und morgen erst um 11 Uhr abfahren werden. Mal sehen was ich morgen noch machen kann. Ich möchte gerne die Felswand des El Capitan sehen und den Platz wo im Frühling und Sommer das Wasser der Josemite Fälle herabfliessen. Wir werden wahrscheinlich auch morgen wieder eine Änderung im Programm vornehmen und zum Lake Tahoe fahren und am Samstag ca. um 11 Uhr in Frisco ankommen. Wir sind hier wieder in einem Bärengebiet und müssen deshalb unsere Esswaren und Kosmetikartikel in Bärboxen verstauen.
Bok-um-bab ist der Name des Nachtessens das Cesca mit meiner, Audreys und Riannes Hilfe zubereiteten. Dazu benötigten wir:
-Fleisch
-Kartoffeln
-Karotten
-Zwiebeln
-Gurken
-Erbsen
-Mais
- Pepperoni (die grünen)
und natürlich Reis
 
Diese Zutaten wurden richtig klein zugeschnitten und in obiger Reihenfolge in einen (bei uns nicht vorhandenen) WOK beigefügt und unter ständigem Umrühren gekocht; der gekochte Reis wurde schlussendlich ebenfalls in die Pfanne gemischt. Dazu gab es Ketchup.
Es war sehr fein.
 


Freitag, 10. Oktober 2008
 
Es ist Freitagmittag und wir sind auf dem Weg nach San Francisco. Lake Tahoe ist gestrichen, denn morgen früh soll es dort minus Temperaturen geben und eine 75% Chance auf Schnee. Da Julien somit eine rechtzeitige Ankunft in Frisco nicht garantierten konnte und zwei von uns am Samstag um 14 Uhr einen Ausflug nach Alcatraz gebucht und schon bezahlt hatten wurde der Plan also wieder geändert und sieht nun wieder relativ normal aus bis das wir entgegen Programm nicht durch Sacramento fahren werden. Rianne war die einzige die richtig enttäuscht war. Ich war erleichtert, denn falls nun noch irgendetwas schief gehen sollte war ich nun wenigstens in Taxidistanz vom Flughafen entfernt.
Eigentlich hätten wir heute ja ausschlafen können, doch kurz nach 7 Uhr musste ich dringend aufs Double-U-Cii und da ich sowieso noch was im Yosemite Valley sehen wollte machte ich mein Gepäck reisefertig. Wow, der Schlafsack passte tatsächlich wieder in den Rucksack.

Dann um 7.47 Uhr kam der Gratis-Shuttlebus und ich fuhr damit zu einem Punkt wo ich einen kleinen Spaziergang zum Fuss des unteren Yosemite-Wasserfalls machte. Oder besser gesagt dort wo er normalerweise sein sollte. Denn ich konnte nur den feuchten Felsen sehen und anhand der Bilder erahnen wie im Frühling das Schmelzwasser hier herunter tosen würde.

  

Von weiter weg konnte ich auch den Oberen Fall sehen und eine eindrücklich Felsformation namens Lost Arrow (verlorener Pfeil). Von dort ging ich ins Yosemite Village, wo ich das Besucherzentrum anschaute und mich über einen weiteren Shuttlebus erkundigte. Im Innenhof hatte es auch eine interessante Indianerdorf-Ausstellung.

Ich nahm den Shuttle um eben einen Blick auf El Capitan zu haben und ein Foto zu machen. El Capitan ist eine gewaltige und berühmte Felswand für Bergsteiger. Ebenfalls konnte ich ein Foto der „Drei Brüder“-Berge machen.

 

Der Bus wartete ein paar Minuten uns so konnte ich gleich wieder zurück zum Camp fahren mit einem Zwischenstopp beim Village Store.

Erst jetzt erfuhr ich, dass meine Mühe mit Zeltsäubern und den Schlafsack in den Rucksack zwängen vergebens war, denn die Entscheidung nicht nach Lake Tahoe (in ein Haus) zu fahren fiel erst jetzt. So ging es nun aus dem Park die knapp 300 Kilometer in Richtung San Francisco. In Oakdale hielten wir bei „Carl’s Jr.“. Noch mal Fastfood zum Lunch…Es gab für mich ein „Original Six Dollar Jalapeno Burger“ Der Plan für den Abend sieht auch toll aus und ich hoffe das er so klappt, so wie auch der morgige Tag in San Francisco. Kurz vor 16 Uhr konnte man bereits am Horizont die wohlbekannte Skyline mit dem spitzigen Wolkenkratzer erkennen und beim warten am Toll-Gate konnte ich auch die Golden-Gate-Brücke erkennen. Wir waren fast da…dachte ich. Doch nach dem Toll-Gate ging’s über die Bay Bridge, durch einen Tunnel und dann direkt auf die Oakland Bridge, die ich für die Golden Gate-Bridge gehalten hatte. Sie sah nämlich fast gleich aus, war einfach nicht rot sondern grau bemalt. Wir durchquerten die Stadt und überquerten doch noch auf der anderen Seite die Golden Gate-Bridge. Durch die aufkommende Rushhour am Freitagabend ging die Fahrt länger als geplant und so erreichten wir den KOA-Campingplatz in Petaluma erst um halb sieben. Petaluma ist etwa 30 Meilen nördlich von San Francisco, am Rande des Weingebietes. Dort kam es, wie es Josh ausdrückte zu einem Feuerwerk. Er machte eine dumme Bemerkung und Rianne explodierte; ich dachte schon seit dem negativen Entscheid am Morgen nicht zum Lake Tahoe zu fahren, dass es nur einen Funken brauche und nach der langen Fahrt im Stau war dieser Funken eben Josh. Über die genauen Details schweigt der Gentleman, aber in Lake Tahoe wäre auch ein ehemaliger Trekleader von Rianne gewesen…
Auf jeden Fall verliessen Rianne und somit auch ihre Schwester Audrey die Gruppe für die letzte Nacht. Wir anderen stellten unsere Zelte inmitten von mindesten zwei anderen Suntrek-Gruppen auf und nahmen eine Dusche. Danach fuhren wir unbekümmert statt nach San Francisco „nur“ nach Petaluma in ein Restaurant und hatten ein feines und trotz allem lustiges Nachtessen, denn wir wussten alle dass es nicht unser Fehler gewesen war, dass die Schwestern die Gruppe verlassen hatten. Nach dem Essen ging es noch mal zum Biereinkauf und dann zurück zum Campingplatz, wo wir ein Feuer machten und das Bier und den restlichen Wein leerten.
Da es der letzte Abend zusammen war wurde es ziemlich spät und so schlüpfte ich erst um 1.30 Uhr in meinen Schlafsack. Das letzte Mal Schlafsack und Zelt…
 


Samstag, 11. Oktober 2008
 
Wir konnten ein wenig ausschlafen und nach dem Frühstück, dem Zelt abbauen und dem ausleeren der Essensboxen fuhren wir kurz vor 10 Uhr ohne grosse Probleme wieder Richtung Süden.
 
Vor einem Tunnel sagte uns Julien, wir sollen die Luft anhalten und das machten wir auch. Er erklärte uns, dass die Sage herumging, wer in diesem Tunnel einatmete werde für einen Tag Schwul. Bei der Golden Gate-Bridge machten wir einen Halt für Fotos und somit hatte ich die Hauptsehenswürdigkeit bei wunderschönem Wetter gesehen.

 

 

Danach fuhren wir zum City Center Hostel, wo wir unser Gepäck deponieren konnten. Dann fuhren wir zusammen mit unserem Bus zum „Fishermans Wharf“ Pier 39. Dort fand gerade die „Fleet Week“ statt und scheinbar wäre am Morgen eine Flottenparade hier gewesen, aber die hatten wir verpasst. Aber dafür sahen wir diverse Vorführungen von Kunstflugstaffeln, unter anderem eine offensichtlich kanadische Staffel mit 9 Flugzeugen und die „Golden Vikings“, ausserdem hörte ich später mehr als ich sie sah auch noch die berühmten „Blue Angels“ der US Navy.
Am Fisherman’s Wharf wollten wir zu Mittagessen und steuerten zuerst das Restaurant „Bubba Gump“ an, dort gab es durch den Samstag und die Festivitäten eine Wartezeit von etwa einer Stunde und das war defintiv zu lange. So gingen wir ins Seafood-Restaurant „Swiss Louis“, wo wir einen wunderbare Sicht auf den Hafen, die Flugshow und die Seelöwen. Diese Seelöwen hatten sich hier den Pier 39 als zuhause ausgesucht und sind nun fast die Hauptattraktion hier. Anfang der 90er-Jahre nach einem Erdbeben hatten sich 30 bis 50 von den Seelöwen hierhin geflüchtet und heimisch gemacht. Nach und nach sind immer mehr dazugekommen und heutzutage überwintern hier bis zu 600 Seelöwen.

 

Ich hatte einen Seafood-Teller, der sehr fein aber auch sehr „messy“ war. Wir dankten bei dieser Gelegenheit auch unserem Trekleader Julien und übergaben ihm eine Karte mit unserem Trinkgeld. Wir versuchten noch telefonisch anzufragen, ob es noch freie Plätze für die Alcatraz-Tour hat, aber natürlich war die schon ausgebucht. Nach dem Essen sagten wir uns Good Bye und gingen je nach dem unseren eigenen Weg; Patrick und Helga gingen zur 14 Uhr Alcatraz-Tour, Julien brachte Sara und Josh in ihre Unterkunft und ich und Cesca schauten sich noch ein wenig hier auf der Pier um und ich sah mir das Kreuzfahrtschiff von aussen an, welches an der nächsten Pier vor Anker lag.
Danach fuhr ich mit Cesca mit einem „Cable Car“ zur Endstation, wo das Besucherzentrum lag und von wo Cesca alleine zum Hostel zurückging. Ich stieg dort sofort in einen Bus, der mich nur wenige Blocks entfernt vom Alamo Square absetzte. Dort am Alamo-Square lag die scheinbar meistfotografierte Strasse von Frisco, bekannt auch aus der TV-Serie „Fullhouse“ mit den Olsen-Twins.


 
Im Stadtguide wird diese Strasse auch als "Postcard Row" bezeichnet und die viktorianischen Häuser von 1894 werden "Painted Ladies" doer "Six Sisters" genannt. Nach ein paar Fotos und dem Überflug der „Blue Angels“ fuhr ich mit einem anderen Bus zum Rathaus. Dieser riesige Bau, der die gleichen Dimensionen hat wie in anderen Ländern das Parlament oder der Königspalast und auch so aussah war scheinbar auch erdbebensicher.
Von hier ging ich wieder zu Fuss die paar Blocks zu meiner Jugendherberge, wo ich nun einchecken konnte und ein Bett in einem Vier-Bett-Zimmer erhielt. Ich konnte auch direkt meinen Shuttle zum Flughafen für den nächsten Morgen bestellen. In meinem Zimmer machte ich die Kleider für den morgigen Tag bereit, mistete ein wenig aus und packte mein Handgepäck und meinen grossen Rucksack neu. Schlussendlich bezog ich mein Bett und stellte mich unter die Dusche und war nun bereit noch einmal den Rest der Stadt zu entdecken. Bei der Bushaltestelle entdeckte ich, dass wir uns offensichtlich in „Little Saigon“ also im Vietnamesen-Quartier befanden. Der Bus brachte mich in die Nähe der Lombard-Street, wo ich zuerst eine steile Strasse heraufgehen musste um die Sektion zu erreichen mit „der krummeste Strasse der Welt“.


Nach einem Blick auf meinen Stadtplan und der Aussicht, die ich von hier hatte ging ich weiter der Strasse entlang bis zu deren Ende auf dem Telegraph Hill, wo der Coit Tower von 1933 stand. Für 5 Doller konnte ich mit dem Lift an die 70 Meter hohe Spitze fahren und dort eine Panorama auf ganz San Francisco sehen.
  
Wieder unten fuhr ich mit einem Bus zum Washington Square und ging von dort zur Fisherman’s Wharf. Unterwegs ging ich in einen Buchshop und diverse Souvenirgeschäfte und kaufte zum letzten Mal ein. Beim Pier 39 versuchte ich noch mal im „Bubba Gump“ etwas zu essen, doch heute Abend standen noch mehr Leute an, als beim Mittagessen. Deshalb trug ich mich im benachbarten „Northbeach Pizza“ in die Warteliste ein, wo es ein „All-you-Can-Eat“-Buffet hatte mit Pizza, Pasta, Salat und Suppe. Dort erlebte ich zum ersten und letzten Mal die nordamerikanische Freundlichkeit; ein kanadisches Pärchen fragte mich, ob ich Lust habe an ihrem Tisch zu essen und lud auch ein spanisches Pärchen ein und so verlebten wir zu fünft noch einen recht unterhaltsamen Abend. Als wir das Essen beendet hatten wurden wir noch mit einem (echten) Feuerwerk über der Oakland-Bay-Bridge belohnt.
Nach dem Essen ging ich noch mal bei den schrecklich lauten Seelöwen vorbei und nahm dann einen „Street-Car“ zum Hostel zurück und kam dort um halb zwölf endlich in mein Bett.
 


Sonntag/Montag, 12./13.Oktober 2008
 
Zum ersten Mal hatte ich meinen Wecker gestellt und pünktlich um 6.30 Uhr läutete dieser auch, so dass ich kurz nach 7 Uhr in meinen Shuttle steigen konnte. Dieser brachte mich ohne Problem zu meinem Terminal und dort konnte ich mich in die Warteschlange stellen und nach einer knappen halben Stunde an einem elektronischen Schalter einchecken und danach am gleichen Schalter mein Gepäck abgeben. Die Sicherheitskontrolle verlief gut und so konnte ich hier im Flughafen noch ein Frühstück zu mir nehmen und noch ein wenig in mein Reisetagebuch schreiben, bevor es auf den knapp vierstündigen Flug nach Chicago ging. Dort kam ich rechtzeitig an und musste mit einem Shuttlezug das Terminal wechseln und kam auch dort gut durch die Sicherheitskontrolle. Nur habe ich es irgendwie glaube ich geschafft nicht durch den Zoll zu gehen, hoffentlich habe ich bei der nächsten Einreise in die USA keine Probleme. Ich hatte wieder grosses Glück mit meinem Sitzplatz, so war in meiner mittleren Viererreihe nur ich und ein anderer Passagier und so auch in der Reihe hinter mir, so dass ich mich ausbreiten konnte und auch ohne Rücksicht auf Verluste meine Lehne nach hinten verschieben konnte. Um den Jetlag zu verkleinern schaute ich mir anstelle zu schlafen drei Filme an; ich sah mir „Speed Racer“ von den Matrix-Machern an, bildete mich weiter mit „Sex and the City“ und unterhielt mich am Schluss noch mit „The Forbidden Kingdom“ mit Jackie Chan und Jet Li. Pünktlich landeten wir am Montagmorgen in Zürich, wo ich auch schon erwartet wurde.
 
Ende
 
oder doch noch nicht; es ist nun Mittwoch, 05. November 2009 und in den USA sind die Wahlen durch.
Barak Obama hat mit mehr als doppelt soviel "Wahlmänner" als McCain gewonnen !

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