Reisebericht von meiner Rundreise durch Japan und Besuch der Weltausstellung in Aichi vom

27.Mai bis 15.Juni 2005

(mit Reisetipps am Schluss des Berichtes für Japanreisende)

 

 

  

 

Unsere Reisegruppe in den "Hauskimonos" genannt Yukata. (Die braunen Jacken sind nur für den Kontrast angezogen, sie können auch von Frauen getragen werden)

Wieder war es soweit, es ging auf grosse Reise. Da ich vor 5 Jahren in Hannover an der Weltausstellung war und ich schon immer Japan besuchen wollte, entschied ich mich 2005 die Expo in Aichi und dazu Japan zu besuchen. Also buchte ich Anfang Jahr eine 15-tägige Tour und einen Flug mit SWISS Air Lines. Ausserdem buchte ich ein weiteres Packet mit zusätzlichen Übernachtungen und drei Tagen für die Weltausstellung.

Am Freitag, 27.Mai 2005 war es dann definitiv und um ca. 13.00 Uhr flog ich mit einer SWISS-Airbus 340 in Richtung Tokyo ab. Der Flug führte mich über St.Petersburg und Sibirien direkt nach Japan. Das Entertainment-System war wirklich super. So konnte ich die ca. 10 Filme selber starten und auch unterbrechen. So sah ich folgende vier Filme: „National Treasure“, „The Life Aquatic“, „Hide and Seek“ und den Audrey Tatou-Film „A very long engagment“. Pünktlich um 07.55 Uhr landeten wir auf dem Tokyoter Hauptflughafen Narita. Der befindet sich etwa 60 km vom Stadtzentrum enfernt, das heisst die Zugfahrt dauert mindestens eine Stunde. Dank einer guten Erklärung war es kein Problem für mich den Weg zum Hotel Sunroute Asakusa zu finden und so kam ich um halb elf dort an. Leider war das Check-In erst um 14.00 Uhr, so deponierte ich das Gepäck dort und erkundigte mit meiner Kamera die Gegend. In unmittelbarer Nachbarschaft war der grosse eindrückliche Kannon-Tempel (Sensoji) und ein Touristenmarkt. Die Haupthalle des Tempels stammt aus dem 17. Jahrhundert, sie ist Kannon, der buddhistischen Göttin der Barmherzigkeit, geweiht.

 

Ausserdem war gleich auf der anderen Flussseite das markante Gebäude, das für die ASAHI-Brauerei gebaut wurde. Es soll ein Bierglas mit dem Schaum darstellen. Böse Zungen vergleichen es auch mit einem Hundeschiss und Mark (von meiner Tour) fragte später was der "golden sperm" zu bedeuten hatte.

 

 

Ich konnte schon um 13.00 Uhr ins Hotelzimmer und duschte zuerst einmal, bevor ich ein kurze Schlummerstunde einlegte. Unten im Foyer traf ich meinen Zimmergenossen für die Reise, Mark ein 22-jähriger Brite mit egyptischen Wurzeln. Um 18.00 war dann das Treffen mit der Tourleaderin Lochie Bowie (aus Australien !) und den restlichen Teilnehmern.

Es waren jedoch noch nicht alle angekommen; so waren bereits da: ein älteres Ehepaar aus Wellington / NZL, zwei Schwestern aus England und eine Kanadierin. In der Nacht kamen dann noch eine weitere Engländerin und ein Engländer an und am nächsten Tag noch ein New Yorker. Am ersten Abend gingen wir in ein kleines Restaurant und hatten unser erstes Japanische Essen zusammen mit einem Drink namens „Denki Bra“.

 

Am zweiten Tourtag trafen wir uns am Morgen in der Lobby und liefen die wenigen Schritte zum Tempel, wo uns Lochie eine kurze Erklärung der Tour abgab und einige Verhaltensregeln erklärte.

 

 

Dannach fuhren wir zum Hauptbahnhof, wo Lochie die JR-Railpässe abholte. In der Zwischenzeit besuchte ich und Larissa, den Vorplatz vor dem Kaiserpalast. 

 

Wachturm beim Kaiserpalast

Sobald wir die JR-Pässe hatten, konnten wir auf den Linien der Staatsbahn damit fahren (nicht auf den U-Bahnen). Wir fuhren zusammen mit der Tourleaderin mit der Yamamoto-Line zur Station Harajuku, von dort liefen wir zum Meiji Shrine.

 

 

 

 

Meiji-Schrein und japanische Hochzeitszeremonie

 

 

Dort sahen wir und diesen Schrein an und waren dannach für den rest des Tages auf uns allein gestellt. Ich, Mark und Debbie fuhren nach einem kurzen Lunch zum Stadtteil Shinjuku und liefen zum Tokyo Metropolitan Governement Builduing (Ratshaus).

 

 

Einem eindrücklichen Wolkenkratzer mit zwei Türmen. Es ist mit 243 Meter ds höchste Rathaus der Welt. Hier konnte man kostenlos mit dem Lift in den 45.Stock fahren und die Aussicht geniessen.

 

Dannach fuhr ich zurück zum Hotel, während Mark und Debbie noch nach Akihabra fuhren um dort die neusten elektronischen Tools zu bestaunen.

 

Restaurantauslage mit Plastikmodellen der Gerichte

Wieder ging es zu einem typischen japanischen Essen, diesmal jedoch im Schneidersitz an den niedrigen Tischen. Nach dem Essen trafen wir Debbie und Mark wieder beim Hotel; sie waren nicht mit uns essen gewesen und zusammen mit Larissa, fuhren wir ins Quartier Shibuya, dem „Times Square“ von Tokyo und bestaunten dort die gewaltigen Neonreklamen:

 

 

  Am dritten Tag standen ich und ein paar andere Frühaufsteher um 04.30 Uhr auf und besuchten den gewaltigen Fischmarkt (15 000 Beschäftigte) und sahen uns die Fischauktionen an:

Zurück im Hotel genossen wir ein Frühstück und fuhren dannach zum Bahnhof. Ein kleiner Teil des Gepäckes liess ich im Hotel zurück. 

 

Shinkansen

Um 10.36 Uhr nach dem Kauf unserer ersten Bento-Box fuhren wir das erste Mal mit dem Shinkansen nach Nagoya, wo wir umstiegen und einen Zug nach Takayama in den japanischen Alpen nahmen. Nach einer knapp 5 stündigen Reise kamen wir in diesem kleinen Städtchen an. Dort erwartete uns das erste Ryokan – ein typisches japanisches Hotel. Am Eingang muss man die Schuhe ausziehen und in Pantoffeln schlüpfen. 

 

Ryokan-Zimmer

Die Zimmer selber sind mit weichen Strohmatten, den Tatami ausgelegt. Diese darf man aber dann nur mit Socken oder Barfuss betretten. Es gibt keine Betten, sondern zur Nacht werden Futon-Matten ausgebreitet. Die Baderäume sind in japanischem Stil. Nachdem wir unser Gepäck in die Zimmer gebracht hatten, gingen wir zurück ins Zentrum und nach einer kurzen Orientierungstour ging es zum Nachtessen.

 

Altstadt von Takayama

 

 

Nach dem hervorragendem Essen ging es zurück ins Ryokan „Minsyuku Sosuke“, wo ich in das heisse Bad stieg, bevor ich mich zur Nacht auf meine Matte legte.

Am nächsten Morgen trafen ein sich ein grosser Teil von uns zu einem echten japanischen Frühstück mit Misosuppe, Reis und eingen anderen exotischen Leckereien. Während manche wieder zurück ins Bett schlüpften, gingen andere auf eine kleine Fahrradtour und ich machte mich zu Fuss auf diese Gegend zu erkunden. Gestern und in der Nacht hatte es noch geregnet und heute war es wieder schön und es wurde wärmer und wärmer. Zuerst ging ich zum Migagawa Markt und sah mir die verschiedenen Stände an. Dann ging es weiter zum Takayama Jinya. 

 

Das war ein Regierungsgebäude für Administration, Finanzen, Polizei und Justizdingen aus der Edo-Ära. (Kaiserzeit als Kyoto noch Haupstadt war). Nach diesem Besuch machte ich eine kleine Wanderung auf einen Hügel, wo einst die schönste Burg von Japan gestanden hatte und vorbei an einigen Tempeln. Zuletzt besichtige ich noch das Hida Folk Village, eine Art

 

 

Ballenberg Japans. Von dort konnte ich dann auch die ersten Schneeberge sehen.

 

 

Von dort ging ich zurück zum Ryokan, wo ich David (UK) traf und später auch noch Matthew (NYC). Zusammen gingen wir in ein kleines Cafe, wo ich mir ein Grüntee-Eiscoupe bestellte. Um 19.00 Uhr trafen wir uns wieder am Bahnhof und gingen zusammen in ein japanisches Restaurant.

Am fünften Tag ging es wieder früh los; um 6.45 Uhr verliessen wir das Ryokan und machten uns auf den Weg zum Bahnhof. Mit dem Zug ging es wieder zurück nach Nagoya, wo wir innerhalb einer Stunde in Kyoto eintrafen.

Kyoto war für mehr als tausend Jahren Kaiserresidenz, erst 1869 wurde das alte Edo umbenannt und als Tokyo zur neuen Hauptstadt. Die ältesten der 1605 Tempel und 271 Schreine stammen aus dem 8. Jahrhundert. Im zweiten Weltkrieg blieb der Ort von Bomben verschont und konnte daher unter den Millionenstädten den Charakter Alt-Nippons am besten bewahren. Die Stadt wird an drei Seiten von grünen Bergen eingerahmt.

Mit dem Taxi fuhren wir zum Ryokan Hinomoto. Auch dort brachten wir nur kurz das Gepäck auf unser Zimmer und dann fuhren wir zusammen mit dem Bus zum Rukuon-ji Tempel und sahen uns dort das goldene Pavilion (Kinkakuji) an.

 

 

Dann ging es weiter mit John und Ruth (NZL), David und Debbie zum Ryoanji Tempel, wo es ein einmaligen Steingarten hatte, das wohl bekannteste Gartenkunstwerk des japanischen Zen-Buddhismus. Der Maler Soami soll die Anlage im Jahre 1473 geschaffen haben. Sie ist ein Gegenstand der Meditation.

 

 

Weiter ging es zum alten Kaiserpalast, wo wir uns für die morgige Führung anmeldeten. Zuletzt besuchten wir das Nijo Castle,

 

 

 

 

bevor wir zum Ryokan zurückfuhren, wo wir uns mit den anderen trafen und zu einem Sushirestaurant zum Nachtessen gingen. Die weitläufige Anlage des Nijo Schlosses wurde 1603 als Residenz des Shogun Tokugawa Ieyasu erbaut. Das "Zwitscherparkett" im Gang des Palastteils Ninomaru verrät jeden heranschleichenden Missetäter.

Nach dem Essen ging es ins Gion Quartier, wo wir nach Geishas Ausschau hielten.  In einem Restaurant am Ufer des Flusses gingen wir noch auf einen teuren Gutenachtdrink.

Am nächsten Morgen gingen wir zum Kiyomizu Tempel, dem beliebtesten Tempel in Japan. Die heutigen Gebäude der 1200 Jahre alten Anlage stammen aus dem Jahr 1633.

 

 

 

 

 Bei schönem Wetter hat man von hier eine grossartige Sicht auf die Stadt, aber es war heute einer der wenigen Regentage. 

 

Nach einem kurzen Spaziergang erreichten wir den Maruyama Park, wo wir einen Bus bestiegen, der uns zum silbernen Pavilion brachte. Dieses besichtigten wir aber nicht, da es erstens gar nicht silbern ist und zweitens gleich aussieht wie das goldene. Von dort wanderten wir dem „Path of Philosophy“ entlang zum Eikando Tempel, den wir besichtigten. Die Haupthalle Amidado dieses im 15. Jahrhundert erbauten Tempes birgt ein Bildnis des Erlöserbuddhas Amida, des sich nach hinten umblickt. Der Sage nach bemerkte der Priester Eikan einst im Gebet, dass Amida seinen Namen ausrief und ihn anblickte.

Nach einem kleinen Lunch fuhren wir zum Gosho, dem alten Kaiserpalast. Bis zum Ende des  Tokugawa-Shogunats 1868 residierten hier die Kaiser. Die mehrmals abgebrannten Holbauten wurden 1855 im Stil des ursprünglichen Gebäudes von 794 neu errichtet. Noch 1926 wurde hier Kaiser Hirohito inthronisiert und der Kaiserthron wurde für die Krönung des heutigen Kaisers 1988 speziel nach Tokyo geflogen.

 

 

Da in der alten Kaiserzeit der Strand und das Meer eine weite Reise war, wurde der Strand mit diesen Steinen und das Meer mit diesem Teich nachempfunden.

Nach der Führung fuhr ich zum Toji Tempel, der mit 56 Meter die höchste Pagoda Japans besitzt:

 

 

 

Am nächsten Tag nahmen wir wieder den Shinkansen nach Himeji, wo wir das eindrückliche Schloss besichtigten. Das "Weisse Reiherschloss" ist Japans grösste Schlossburg und wie man auf den Fotos erkennen kann besonders schön.

Mit ihr erreichte die japanische Burgenarchitektur ihren Höhepunkt. Sie wurde als Nationalschatz eingestuft und von der Unesco als Weltkulturerbe anerkannt. Die Anhöhe wurde im 14. Jahrhundert erstmals befestigt. Den 31,5 Meter hohen heutigen Bau liess Ikeda Terumasa 1601 - 1609 errichten. Der Hauptturm, von drei kleineren Türmen umgeben, zeigt äusserlich fünf Stockwerke, innen gibt es sechs. Hier gibt es auch einen tiefen Brunnenschacht, dem nachgesagt wird, dass er von einem Geist heimgesucht wird. Die Sage erzählt von einer Bediensteten, die eine Verschwörung gegen den Herrscher aufgedeckt hatte und so einen Anschlag verhindert hatte. Der Missetäter kam jedoch davon und erfuhr wer seine dunklen Pläne aufgedeckt hatte und liess desshalb eine Porzellanschale verschwinden. Da die Bedienstete dafür verantwortlich gemacht wurde, wurde diese für das fehlen des Geschirrs geköpft und ihre Leiche in eben diesen Brunnenschacht geworfen...

 

 

 

 

 

 Nach einem kleinen Lunch ging es weiter mit dem Zug nach Nagasaki, wo wir am Abend ankamen und direkt nach dem Bezug der Zimmer im Ryokan Fukumoto zum Nachtessen gingen.

 

 

Nach dem Essen gingen wir noch an die Waterfront und hatten ein paar Drinks an der Uferpromenade.

 

 

Nach der Vertreibung der Portugiesen 1638 waren die Holländer auf dem Inselchen Dejima die einzigen Ausländer, die während der selbst auferlegten Isolation Japans im Land bleiben durfte. Das Modell der Insel ist in der Nähe des Ryokan und genau an der Stelle an der diese Insel Dejima war. Verschiede Gebäude in der Nachbarschaft werden nun im Still der damaligen Häuser nachgebaut und zu einem Freilichtmuseum ausgebaut.

Am 8.Tag fuhren wir mit dem Tram zum Peace Park (Friedenspark) für die zweite Atombombe, die hier am 9.August 1945 um 11.02 Uhr explodiert war. Der Brunnen symbolisiert das Wasser, das die Opfer aus Durst zu trinken versuchten und nicht finden konnten.

 

 

 

Peace Park Nagasaki

 

 

 

 

Ein schwarzer Monolit steht am Hypozentrum, wo die Atombombe in 500 Meter Höhe explodiert war:

 

 

Gleich nebenan ist ein kleiner Kanal, der schon vor 60 Jahren bestanden hatte, die Brücke wurde neugebaut und symbolisiert etwas anderes; die Opfer waren auch von innen verbrannt und wollten im Kanal etwas trinken und fielen dann tot in den Kanal, an dieser Stelle bildeten die Toten einen Damm:

 

 

Nach dem Besuch des eindrücklichen „Atomic Bomb Museums“ ging ich 

 

alleine zur Urakami Kathedrale, die auch schon vor 60 Jahren an dieser Stelle stand und zu dieser Zeit die grösste katholische Kirche in Asien war.

 

Ausserdem besichtigte ich das Denkmal für die „26 heiligen Märtyrer“, den 1587 wurde das Christentum in Japan verboten und an dieser Stelle wurden 6 Missionare und 20 Japanische Christen hingerichtet und diese wurde 1862 vom Papst heilig gesprochen:

 

 

 

Weiter ging es zu Fuss zur sogenannten Spectacles Bridge, die im richtigen Licht und bei mehr Wasser mit der Spiegelung der Brücke aussieht wie eine Brille. Nachdem ich in einem Internet-Comic-Cafe ein paar E-Mails beantwortet hatte, ging ich zu einem sehr schönen Park am Wasser, wo ich ein 1 1/4 stündiges Konzert mitverfolgen konnten. 

 

Die Teenager spielten nachdem sie ein paar japanische Songs gespielt hatten auch Hotel California und Beatles-Songs. Nachtessen gab es heute in Chinatown, ich hatte ein wunderbares „Chapong“.

 

 

Der nächste Tag war wieder ein Reisetag, es ging nach Yufuin, einem kleinen Dorf in den Bergen auf dieser Insel Kyushu. Im kleinen Touristenzug konnten wir Fotos mit Bahnhüten machen.

 

 

Geplant war, das ich heute Tomoka, eine Japanerin aus der Englischschule in Perth, treffen sollte, doch leider kam ihr etwas dazwischen und sie konnte nicht.  So lief ich nachdem ich das per E-Mail erfahren hatte mit Mark ein wenig durch dieses kleine Dorf und landeten schliesslich mit Debbie in einem Café.

 

 

Vor dem Nachtessen beteten Lochie und ich noch zur heiligen "Cow on the roof" für schönes Wetter für den nächsten Tag und das taten wir übrigens auch in Kawaguchiko für den "Mt.Fuji"-Wandertag.

 

 Zum Nachtessen hatten wir gute Unterhaltung mit den jungen Japanern an unserem Nachbartisch.

 

 

Tag 10 war unser Bergsteigertag, sieben von uns bestiegen den 1587 Meter hohen Mt. Yufuin.

 

 

 

 

Die Wanderung war sehr schön und die Aussicht war einfach super. Ausserdem war es auch wunderschönes Wetter.

 

 

 

Nach diesem Walk relaxte ich noch ein bisschen im On-Zen, dem heissen Bad mit heissem Grundwasser in der Pension Yufuin. Zum Nachtessen kauften wir uns Bento-Boxen und tranken Wein dazu.

 

 

Der nächste Tag führte uns mit dem Zug weiter nach Hiroshima, wo wir den Peace Park besichtigten. Hier war die erste Atombombe am 6.August 1945 um 08.15 Uhr gefallen.

 

 

 

Das Museum und vor allem die Ruine des „Atomic Bomb Dome“ waren sehr eindrücklich.

 

Vorher     

                                                        

 

 

Nachher

 

 

 

 

Nach einer kurzen Fahrt erreichten wir Miyajima Harbor, wo wir eine Fähre bestiegen, die uns zur Insel Miyajima brachte. Hier konnten wir einen der „3 most beautiful spots Japans“ ansehen, das schwebende Torii-Tor. Leider hatten wir nicht wirklich ein Sonnenuntergang, doch die Fotos kamen trotzdem gut raus.

 

 

 

 

Vorallem nach dem echten japanischen Nachtessen in unserem Ryokan Kawaguchiko (wie das aussieht kann man auf dem ersten Foto auf dieser Seite ansehen), denn wir gingen noch mal zum Torii-Gate und es war in der Nacht beleuchtet.

 

 

Auf dieser Insel laufen auch wilde Rehe frei herum, was folgendes Bild beweisen sollte, dass ich am nächsten Tag gemacht habe. 

 

Dieser Tag war unser längster Reisetag. 

Wir verliessen die Insel am 8.40 Uhr morgens mit der Fähre und kamen um 18.30 Uhr in Kawaguchi am Lake Kawaguchi an. Zum Nachtessen gab es ein grossartiges Japanisches Grill-Dinner. Wir grillierten unser Essen auf einem grossen rechteckigen Grill. Die zwei Schwestern und Larissa wollten jedoch direkt nach Tokyo, weil sie diese Stadt besser ansehen wollten.

 

 

riesige Solarzelle in der Nähe von Nagoya

Unsere Reiseleiterin sagte uns, dass die letzten drei Tourgruppen, den Mount Fuji gar nicht gesehen hatten und wir hatten ihn schon auf dem Reiseweg das erste Mal gesehen.

 

 

An diesem Tag trafen wir uns um 7.00 Uhr morgens und machten uns auf eine Wanderung in der Gegend auf. Mount Fuji war wolkenlos und wirklich grossartig, aber 45 Minuten später war er wieder hinter Wolken verschwunden und kam erst um 16.00 Uhr wieder hervor.

 

 

 

 

Der vorletzte Tag der Tour führte uns wieder zurück ins regnerische Tokyo, wo wir zum selben Hotel zurückkehrten. Der Regen war heute wirklich stark, was auch zurückzuführen war, das ein Taifun nur 190 Kilometer enfernt im Meer vorbei passierte. Ich machte an diesem Nachmittag meine Einkäufe und am Abend hatten wir unser letztes Abendessen zusammen. Der letzte Tag war für die meisten Abreisetag, für mich war es „Zügeltag“, den ich musste in ein anderes Hotel umziehen, da der Bahnpass noch an diesem Tag gültig war benutzte ich vor allem die Yamanote Line und nachdem ich das neue Hotelzimmer bezogen hatte, sah ich mir noch ein wenig Tokyo an. 

 

 

 

 

Zum Nachtessen ging ich ins Hardrock Café am Ueno Bahnhof und dannach ging ich zum Rathaus und genehmigte mir noch einen Blick über Tokyo by night.

 

 

 

 

Am nächsten Tag, dem Sonntag fuhr ich mit dem Shinkansen um 09.06 nach Nagoya und weiter zur Weltausstellung in Aichi; knapp eine Stunde Fahrt vom Bahnhof Nagoya. Ich erreichte die Expo etwa um die Mittagszeit und besuchte als erstes das Schweizer Pavilion.

 

 

 

 

 

 

Da ich in den Reiseunterlagen ein Ticket für das Bahnpavilion hatte, besuchte ich das als nächstes. Sie stellten dort einen Magnetzug aus, der die nächste Bahnrevolution einläuten sollte. Auf der Teststrecke hatte er scheinbar den Weltrekord von 581 km/h erreicht.

 

 

 

 

Am restlichen Tag sah ich mir möglichst viele Länderpavilion an, ich konzentrierte mich vor allem auf solche mit keinen Warteschlangen.

 

Übernachtet habe ich die zwei Nächte in Nagoya im Hotel Associa Nagoya Terminal, direkt beim Bahnhof neben den zwei riesigen Türmen des Marriothotels

und mit dem Zimmer im 17.Stock hatte ich auch einen Ausblick aufs Nagoya Castle:

 

 

 

 

Am zweiten Expotag machte ich am Vormittag das gleiche wie am Vortag; Länderpavilons mit kurzen Wartezeiten. Um 14.00 Uhr traf ich Suzanne Bonn, eine Kanadierin mit deutschen Wurzeln, die ich auf der Connection-Tour von Sydney nach Cairns kennengelernt hatte und hier an der Universität Englisch lehrt. Wenig später trafen wir dann auch ihren japanischen Freund, der als Koch im Australischen Pavilion arbeitet.

 

 

Dank seinem Arbeiterpass konnten wir dann auch ohne lange anzustehen in die Pavilion von Kroatien, Spanien und vor allem Deutschland, das immer lange Wartezeiten hatte, besuchen. Um 17.00 Uhr musste der Freund anfangen zu arbeiten und wir besuchten zusammen das Gas Pavilion.

 

 

 

Zuletzt sahen wir uns das Licht-Wassertheater am kleinen Teich an.

 

 

Am letzten Tag ging ich früher zur Expo und konnte so ohne Wartezeiten, das Pavilion mit dem Riesenrad und ein weiteres Corporate Pavilion besuchen.

 

 

Das nächste war der 47 Meter hohe Earth Tower, der das grösste Kaleidoskop der Welt war und im Guinessbuch der Rekorde aufgeführt wurde.

 

 

Ich konnte an diesem Tag alle restlichen Länderpavilion besuchen. Ausser dem belgischen, das heute geschlossen war wegen dem Besuch von Prinz Philippe hatte ich somit alle Länder besucht. Zuletzt fuhr ich mit der Gondelbahn zum Ausgang und weiter zum Bahnhof Nagoya, wo ich mir zum Nachtessen meine letzte Bentobox kaufte und mit meinem letzten Shinkansen zurück nach Tokyo fuhr.

Am nächsten Tag stand ich schon um 5.45 Uhr auf und machte mich auf den Weg zum Flughafen, wo mein Flugzeug um 10.10 Uhr abhob und nach 12 Stunden Flug am gleichen Tag um 16.00 Uhr in Zürich landete. Im Flugzeug konnte ich wiederum vier Filme ansehen;

„Pacifer“, „Hitch“, „Constatine“ und „Bride and Prejudice“.

Am Flughafen Zürich hatte ich wie immer keine Probleme am Zoll.

 

Und hier wie versprochen noch einige Tipps und Tricks:

Zuerst ein paar hilfreiche japanische Wörter:

Sumimasen = entschuldigung (das wichtigste japanische Wort !!!)

Domo arigato gosaimas = Vielen Dank

itschi, nii, san = eins, zwei, drei

Ohio (wie der US-Staat gesprochen) gosaimas = Guten Morgen

Konitschiwa = Guten Tag

eki = Bahnhof (ekimä = Bahnhofvorplatz)

Koban = Polizeiposten

Wenn man als Individualreisender durch Japan mit dem Zug reist empfiehlt sich auf jeden Fall einen "Japan Rail Pass". Denn muss man aber dringend im Ausland bestellen, denn er ist ausschliesslich für ausländische Touristen erhältlich und man kann ihn in Japan selbst nicht kaufen. Soweit ich gesehen habe, kriegt man aber nur eine Umtauschquittung und muss den eigentlichen Pass in Japan mit dem Pass eures Landes umtauschen. Ich weis nicht ob man es auch am Flughafen machen kann, aber ich würde es versuchen,  denn der Pass ist ebenfalls auf dem Narita-Express gültig (der günstigste Tarif bringt euch ansonsten für ca. 10 Euro innerhalb 75 Minuten in die Innenstadt Tokyos). Ebenfalls gültig ist der JR-Pass auf der Yamanoto-Linie, die einen grossen Kreis um die riesige Innenstadt von Tokyo macht. Diese Linie bedient unter anderem die Stationen Shibuya, Shinjuku, Harajuku, Ueno, Akihabra, Ebisu und natürlich Tokyo Hauptbahnhof.

Der Shinkansen - Bullettrain (Hochgeschwindigkeitszug) kann zwar auch ohne Reservation benutzt werden, aber für längere Strecken empfiehlt sich sicher eine Sitzreservation zu machen. Da der Zug aber an Unterwegsbahnhöfen nur 90 Sekunden für Ein-und Aussteigen hält, empfiehlt sich schon an den gekennzeichneten Orten auf dem Bahnsteig zu warten und fürs Aussteigen schon an der Türe bereitzustehen. Die Ansagen im Zug und auf dem Bahnsteig werden meistens auch auf Englisch wiederholt und die elektronischen Abfahrtsanzeigen auf den Bahnsteigen wechseln auch von Japanisch zu Englisch.

Proviant für die Zugsreise gibt es in sogenannten Bentoboxen an jedem Bahnhofskiosk; wenn man jedoch Zeit hat und auf euerem Weg ein Supermarkt, 7eleven, am/pm oder so liegt, empfehle ich dort einzukaufen, denn am Bahnhof sind die Boxen wie überall in der Welt immer ein wenig teurer als sonst wo. (Bentoboxen sind wie der Name schon sagt Boxen mit verschiedenen Leckereien, es gibt davon unzählige verschiedene, sie beiinhalten meistens Reis und Sushi, aber es gibt auch Boxen mit Fleisch oder vegetarische Mahlzeiten; sie sind immer kalt zu geniessen und Essstäbchen werden mitgeliefert. Wer sich mit Essstäbchen schwer tut, sollte eigenes Besteck mitnehmen oder die (kleinere) Auswahl Sandwiches nehmen)

Für Leute, die sich mit der japanischen Küche schwertun, gibt es auch die üblichen westlichen Fastfoodketten wie McDonalds, KFC oder Burgerking und wer sich auch mit diesen Ketten schwertut gibt es eine japanische Hamburger-Kette "Mosburger". Übrigens gibt es in jedem "western-style" Hotel auch westliches Frühstück und man kriegt auch meistens in den Restaurants auf Anfrage westliches Besteck.

Bargeld gibt es nach meinen Informationen mit der Kredit / EC-Karte nur in den Postämtern; gemäss unserer Reiseleiterin akzeptieren die Bankautomaten unsere "ausländischen" Karten nicht. Traveller-Checks kann man jedoch auch auf Banken eintauschen. Auch ist Japan ein absolutes Bargeldland und ausländische Kreditkarten werden höchst selten akzeptiert.

Internet-Cafés gibt es nur noch sehr wenige, da die Japaner selber ihr Internetzugang per Handy haben.  Es gibt jedoch Hotels die Internetstationen haben und es gibt auch zum Teil "Internet and Comics Cafés", wo man "gratis" ins Internet kann oder die Mangas lesen kann, wenn man etwas zum Essen oder Trinken konsumiert.

Falls Ihr japanische Freunde besucht, vergesst nicht ein kleines Geschenk mitzubringen. Wenn man die Souvenierstände ansieht, lieben Sie vorallem Süsses.

Das wärs fürs Erste, wenn mir noch etwas einfällt, werde ich die Liste ergänzen und bei speziellen Fragen meldet euch einfach bei mir persönlich.

 


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