Island 15.07. bis 23.07.2006

The Land of the Vikings

05.05.06

Wieder ist das nächste Reiseziel schon festgelegt. Ich werde am Samstag, 15.07. am Abend nach London Gatwick fliegen, in London eine Nacht verbringen und am nächsten Tag um 07.30 Uhr morgen weiter nach Reykyavik fliegen, wo ich 7 Nächte in der Jugendherberge gebucht habe. Diese wird sozusagen meine Basis sein und ich hoffe diverse Tagesausflüge von dort zu unternehmen, evtl. sogar einen Ausflug nach Grönland. Aber mehr davon nach meiner Reise.

Samstag, 15.07.06

Gestern abend war ich noch im Zürcher Zoo bei einer Führung durch die Masoala Regenwald Halle und zur neuen Löwenanlage. Die Löwenanlage wird voraussichtlich nächsten Sommer eröffnet und neben den Löwen werden auch Zwergotter das Gehege bewohnen. Als der Direktor das seinen Mitarbeitern präsentiert hatte und gefragt wurde, ob das für die Zwergotter nicht gefährlich werden würde, habe er geantwortet, dass vielleicht ein Otter gefressen wird, die Anderen es aber dannach schon merken werden. Es wird also ein interessantes Experiment.

Heute jedenfalls habe ich noch von 20 % Räumungsrabatt beim Coop St.Annahof profitiert und fuhr dann um 17.00 Uhr zum Flughafen Zürich. Check-In war sehr schnell und nach einem Nachtessen bei McDonalds gings dann zum Gate. Der Flug nach London Gatwick war kurz und da das Gepäck schon nach Reykjavik durchgecheckt konnte ich sofort durchgehen und beim Check-In die Bordkarte für den Weiterflug am nächsten Morgen lösen. Mit einer Shuttlebahn gings zum Südterminal, wo ich mit einem Freifahrschein gratis mit einem Zug der Southern Line nach London Victoria Station fahren konnte. Kurz nach 22.00 Uhr erreichte ich das Backpacker Hostel "Astor Victoria", wo ich für 18.-- englische Pfund eine Nacht verbrachte.

Sonntag, 16.07.06

Um 05.00 morgens stand ich auf und lief zum Bahnhof der noch geschlossen war.

15 Minuten vor der Abfahrt konnte ich ins Gebäude rein und erwischte auch den Zug nach Gatwick, wo ich rechtzeitig ankam. Der Flug dauerte knapp 4 Stunden und in Reykjavik gelandet bekam ich auch schnell meinen Rucksack und fand den Schalter für den Skybus, den Transfer vom Flughafen Keflavik, der 50 Kilometer von Reykjavik enfernt liegt. Der Bus brachte mich auch direkt zur Jugendherberge, wo ich um etwa 11.00 Uhr ankam. Da aber das Check-In erst um 14.00 begann, deponierte ich mein Gepäck im Lagerraum und setzte mich erstmal hin um die nächsten fünf Tage zu organisieren. Dazu nahm ich die diversen Broschüren der Reiseveranstalter zu rate. Als ich mich entschieden hatte, ging ich zur Reception und begann zu buchen. Für den Montag konnte ich auch problemlos meinen Ausflug buchen, aber als ich die restlichen vier Tage auch noch fertig machen wollte, sagte mir der Receptionist, dass da ich alle mit demselben Veranstalter buchen wollte, es besser wäre wenn ich direkt bei einem Schalter dieser Unternehmung vorbeigehen sollte, dann gebe es bei mehreren gleichzeitigen Buchungen auch einen zusätzlichen Rabatt. Der nächste Schalter war nur 10 Minuten Fussweg im neuen Hotel Nordica, dass das grösste Hotel von Island ist.

Dort angekommen musste ich noch 10 Minuten warten und konnte dann meine Reisen buchen und tatsächlich für drei Touren erhielt ich 20 % und für die vierte noch 5 % Rabatt. Was immerhin hiess das die günstigste Tour gratis für mich war. Zurück beim Hostel wartete ich noch kurze Zeit und konnte dann mein Zimmer beziehen, ich konnte jedoch nur eine Nacht in diesem Zimmer bleiben. Ich ass dannach einen Hotdog an einem Stand nebenan und nahm den Bus bis zur Endstation am Hafen

und lief von dort über Umwegen zurück zum Hostel.

Ich ging durch die Altstadt,

sah das Parlamentsgebäude,

die winzige Kathedrale und

das Rathaus von Reykjavik:

Dannach ging ich auf den Hügel wo eine gewaltige Kirche steht, davor steht eine Statue von Leif Erikkson:

 

Von dort gings wieder ans Ufer, wo ein Kunstwerk in Form eines Wikingerbootes steht

und weiter zum Empfangsgebäude der Regierung "Höfdi" wo sich im Oktober 1985 Ronald Reagan und Mikail Gorbatschow getroffen hatten.

Auf der Gedenktafel steht folgende Inschrift in Englisch, Isländisch und Russisch:

"Höfdi - Reception House of the Reykjavik City Council

In this historic house on 11 - 12 October 1985, the Reykjavik Summit Meeting of the Superpowers took place between Ronald Reagan, President of the United States of America and Mikhail Sergeyewich Gorbatchev, Secretary General of the Central Commitee of the communist party of the Soviet Union. This Summit Meeting is regardet as heralding the beginning of the End of the Cold War."

Nach einer Dusche kochte ich mein erstes Nachtessen in einer der drei Küchen in der Jugendherberge

und ging dann relativ früh zu Bett.

Montag, 17.07.06

Um 07.00 Uhr ging ich zum Frühstücksbuffet und wurde dann um 08.00 abgeholt und mit einigen Anderen zum Hafen von Keflavik gebracht. Dort bestieg ich das Schiff Moby Dick

 und auf ging es auf eine knapp dreistündige Whale watching-Fahrt, fast 90 Minuten war es nur Meer und dann tauchten die ersten Delphine auf.

Sie schwammen ums Schiff herum und tauchten auch unter dem Bug durch, doch für wirklich gute Fotos waren sie viel zu schnell. Aus weiter Entfernung sahen wir dann auch noch zwei Minke Whales (Zwergwale).

Zurück am Hafen wurden ich und zwei Tiroler zur Blauen Lagune gebracht.  Dieses Thermalbad ist gleich neben dem etwas störenden Stromkraftwerkes. Die Blaue Lagune ist eine grosser Teich voll milchig-blauem Wasser in der Mitte eine vulkanischen Landschaft, das Gebrauch vom geothermalen Wasser macht, das durchs Kraftwerk fliesst. Die Lagune entstand als sie das überzählige Wasser aus dem Kraftwerk fliessen liessen um zu verdunsten, aber die Mineralien im Wasser kristalisierten und diesen Pool kreiirte. Die Temperatur des Wassers bleibt das ganze Jahr über zwischen 36 - 39 Grad Celsius, was heute mit etwa 15 Grad Lufttemperatur und Bewölkung sehr angenehm war.

Mit einem Unterbruch für einen kleinen Snack verbrachten wir etwa 3 Stunden im Wasser. Dannach brachte uns ein Shuttlebus zurück nach Reykjavik. Dort checkte ich neu im Hostel ein und bezog nun das Zimmer Nummer 1, wo ich die restlichen 6 Nächte verbrachte.

Ich deponierte schnell das Gepäck auf dem Zimmer und lief zum Hafen, wo ich das Kreuzfahrtschiff "Costa Classica" gerade noch bei der Ausfahrt erwischte,

dannach gings zurück zur Jugendherberge, wo ich mir das Nachtessen kochte.

Dienstag, 18.07.06

Nach dem Frühstück wurde ich um 7.30 Uhr abgeholt und durfte bei der Hauptbushaltstelle in meinen Tourbus umsteigen. Das Wetter war heute immer noch nicht ideal.

Zuerst ging es aus der Stadt über riesige Lavafelder zur Südküste und zur grössten Stadt an dieser Küste Selfoss, wo wir einen kurzen WC-Halt machten. Weiter ging es über die grösste Ebene von Island, wo die meisten landwirtschaftlichen Betriebe Island beheimatet sind.

An einem schönen Wasserfall und dem Eingang zur Hölle, dem aktivsten Vulkan Island Hekla vorbei

ging es zu einer Ruine eines Wikingerbauernhofes, der bei einem Vulkanausbruch um 1104 mit 20 anderen Farmen begraben wurde und bis jetzt als einziger wieder entdeckt wurde.

Über holprige Schotterstrassen ging es an einer unglaublich rauen Umgebung vorbei zu unserem Ziel Landmannalaugar. Die Berge sind in verschieden Farben getönt, wegen der vulkanischen Aktivitäten in dieser Gegend.


Wir machten eine kleine Wanderung rauf durchs gigantische Lavafeld zu einem Ort, wo heisser Dampf aus der Erde stieg.

Den Abschluss machte ein erfrischendes Bad im warmen Pool am Fusse des Lavafelds.

Zurück ging es zu einem Kratersee, der von den Isländern "Ugly Pond" (Hässlicher Teich) genannt wurde. Zurück im Reykjavik waren wir um ca. 19.00 Uhr. Nach dem selbstgekochten Nachtessen kaufte ich mir 14 Postkarten und Marken und schrieb sie noch am selben Abend. Im Gemeinschaftsraum sah ich mir ein paar amerikanische Serien im Fernsehen an.

Mittwoch, 19.07.06

Der Bus der mich bei der Jugendherberge auflesen hätte müssen, vergass mich und noch eine weitere Person und nahm nur die Leute für die "Golden Circle-Tour" mit, doch er merkte den Irrtum und kam nach 20 Minuten nochmal zurück. Bei der Bushaltestelle stieg ich um und im neuen Bus erwarten mich zwei Australier Alan und Sydney aus Sydney, die schon am Vortag dabei waren und die am nächsten Tag auch wieder dabei sein würden.

Auf dieser Tour hörten wir auch diverse Geschichten und Sagen von unserem Tourguide. Die Tour hiess heute "Die Wunder von Snaefellssjökull" und so war auch das Wetter; wunderschön. Snaefellssjökull ist ein Vulkan auf der gleichnamigen Halbinsel im Norden von Reykjavik, die ganze Tourroute betrug etwa 500 Kilometer. Auf der Fahrt ging es durch eine 5,7 Kilometer langen Tunnel unter dem sogenannten Walfjord. Und hier ist die erste Geschichte, die sich um diesen Fjord drehte:

Es waren einmal drei Männer, die taten etwas, was man zum Teil heute noch machte, sie setzten Ihre Schafe im Frühling auf einer kleinen Insel aus, so brauchten Sie die Schafe im Herbst nicht einzufangen, sondern einfach aufzulesen. Als sie dies eines Tages im Herbst machen wollten, luden sie bei der Insel angekommen die Schafe aufs Boot, da kam ein Sturm auf und sie mussten einen Mann auf der Insel zurücklassen. Der Sturm dauerte mehrere Tage an und als es schliesslich zu schneien anfing, wähnten die beiden anderen Männer den dritten für tod. Als sie jedoch im Frühling die Schafe wieder auf dieselbe Insel brachten, kam der Mann hinter einem Felsen hervor und war nicht einmal abgemagert, sondern im Gegenteil noch fetter als vorher. Er sprach kein Wort darüber, was im auf der Insel widerfahren war. Eines Sonntagsmorgen ging der Mann mit seiner roten Kappe in die Kirche. Als die gesamte Gemeinde versammelt war, tauchte im Kircheneingang plötzlich eine grosse, wunderschöne weisse Frau mit einem Baby im Arm auf. Sie ging direkt auf den Mann zu und erklärte, dass er der Vater dieses Kindes sei. Dieser aber wollte nichts davon wissen. Die Frau aber war eine der "Hidden People", eine Elfin und so verfluchte sie den Mann aufs bitterste, dieser erschrak so, dass er aufsprang und über die nahe Klippe in den Fjord sprang. Einen Tag später tauchte vor der Küste ein riesiger Wal auf mit einem roten Flecken; wegen der roten Kappe des Mannes vermuteten die Leute, dass der Mann in diesen Wal verwandelt wurde. Der Wal wütete und versenkte jedes Schiff, dass ihm in die Quere kam. Ein Priester, der gleichzeitig Zauberer war verlor so seine zwei Söhne und als er Nachricht bekam, dass der Wal in eben diesen Walfjord schwamm, ging er mit seiner Tochter ans Ufer und mit seinem Zauberstock stieg er ins Wasser und sprach einen Spruch, dieser Trieb den Wal Fjordaufwärts zu einem Wasserfall, der alte Priester folgte dem Wal und trieb ihn auch den Wasserfall rauf, worauf dieser im Walsee vor Erschöpfung starb.

Weiter ging es zu einem WC-Halt beim nächsten Fjord im Ort Borgarnes und dort erzählte uns der Führer die nächste Geschichte über einen der ersten Siedler Egil:

Der hatte drei Kinder, zwei Söhne und eine Tochter. Der eine Sohn starb an einer Krankheit und der zweite bei einem Schiffsuntergang in eben diesem Fjord. Darauf war Egil so betrübt, dass er selber nicht mehr leben wollte und sich zu Tode hungern wollte. Die Tochter hörte davon und wollte es verhindern. Aber ihre Überredungen brachten nichts und so sprach sie: "Wenn du nicht mehr leben willst, dann will ich es auch nicht." Das machte ihren Vater stolz und so hungerten sie beide. Die Tochter aber dachte nicht daran zu sterben und fing nach einiger Zeit an an einem Algenblatt zu kauen. Dem Vater gab sie an, dass man damit schneller sterben würde. Doch das Algenblatt war natürlich salzig und machte Durst. Die Tochter fragte ihren Vater ob er Wasser möchte und der bejahte. Die Tochter gab ihrem Vater aber nicht Wasser, sondern sehr dünnflüssige Milch. Als der Vater dies schlussendlich bemerkte, sah er es als Zeichen, dass er weiterleben sollte. Die Tochter sprach zu ihrem Vater, dass er ein Poem über den Sohn schreiben sollte, damit dieser unsterblich werde und so entstand vor mindestens 800 Jahren dieses Gedicht (leider nur in Englisch):

 1.
                                'Much doth it task me
                                My tongue to move,
                                Through my throat to utter
                                The breath of song.
                                Poesy, prize of Odin,
                                Promise now I may not,
                                A draught drawn not lightly
                                From deep thought's dwelling.

                                                2.
                                'Forth it flows but hardly;
                                For within my breast
                                Heaving sobbing stifles
                                Hindered stream of song—
                                Blessèd boon to mortals
                                Brought from Odin's kin,
                                Goodly treasure, stolen
                                From Giant-land of yore.

                                                3.
                                'He, who so blameless
                                Bore him in life,
                                O'erborne by billows
                                With boat was whelmed.
                                Sea-waves—flood that whilom
                                Welled from giant's wound—
                                Smite upon the grave-gate
                                Of my sire and son.

                                                4.
                                'Dwindling now my kindred
                                Draw near to their end,
                                Ev'n as forest-saplings
                                Felled or tempest-strown.
                                Not gay or gladsome
                                Goes he who beareth
                                Body of kinsman
                                On funeral bier.

                                                5.
                                'Of father fallen
                                First I may tell;
                                Of much-loved mother
                                Must mourn the loss.
                                Sad store hath memory
                                For minstrel skill,
                                A wood to bloom leafy
                                With words of song.

                                                6.
                                'Most woful the breach,
                                Where the wave in-brake
                                On the fenced hold
                                Of my father's kin.
                                Unfilled, as I wot,
                                And open doth stand
                                The gap of son rent
                                By the greedy surge.

                                                7.
                                'Me Ran, the sea-queen,
                                Roughly hath shaken:
                                I stand of beloved ones
                                Stript and all bare.
                                Cut hath the billow
                                The cord of my kin,
                                Strand of mine own twisting
                                So stout and strong.

                                                8.
                                'Sure, if sword could venge
                                Such cruel wrong,
                                Evil times would wait
                                Ægir, ocean-god.
                                That wind-giant's brother
                                Were I strong to slay,
                                'Gainst him and his sea-brood
                                Battling would I go.

                                                9.
                                'But I in no wise
                                Boast, as I ween,
                                Strength that may strive
                                With the stout ships' Bane.
                                For to eyes of all
                                Easy now 'tis seen
                                How the old man's lot
                                Helpless is and lone.

                                                10.
                                'Me hath the main
                                Of much bereaved;
                                Dire is the tale,
                                The deaths of kin:
                                Since he the shelter
                                And shield of my house
                                Hied him from life
                                To heaven's glad realm.

                                                11.
                                'Full surely I know,
                                In my son was waxing
                                The stuff and the strength
                                Of a stout-limbed wight:
                                Had he reached but ripeness
                                To raise his shield,
                                And Odin laid hand
                                On his liegeman true.

                                                12.
                                'Willing he followed
                                His father's word,
                                Though all opposing
                                Should thwart my rede:
                                He in mine household
                                Mine honour upheld,
                                Of my power and rule
                                The prop and the stay.

                                                13.
                                'Oft to my mind
                                My loss doth come,
                                How I brotherless bide
                                Bereaved and lone.
                                Thereon I bethink me,
                                When thickens the fight
                                Thereon with much searching
                                My soul doth muse:

                                                14.
                                'Who staunch stands by me
                                In stress of fight,
                                Shoulder to shoulder,
                                Side by side?
                                Such want doth weaken
                                In war's dread hour;
                                Weak-winged I fly,
                                Whom friends all fail.

                                                15.
                                'Son's place to his sire
                                (Saith a proverb true)
                                Another son born
                                Alone can fill.
                                Of kinsmen none
                                (Though ne'er so kind)
                                To brother can stand
                                In brother's stead.

                                                16.
                                'O'er all our ice-fields,
                                Our northern snows,
                                Few now I find
                                Faithful and true.
                                Dark deeds men love,
                                Doom death to their kin,
                                A brother's body
                                Barter for gold.

                                                17.
                                'Unpleasing to me
                                Our people's mood,
                                Each seeking his own
                                In selfish peace.
                                To the happier bees' home
                                Hath passed my son,
                                My good wife's child
                                To his glorious kin.

                                                18.
                                'Odin, mighty monarch,
                                Of minstrel mead the lord,
                                On me a heavy hand
                                Harmful doth lay.
                                Gloomy in unrest
                                Ever I grieve,
                                Sinks my drooping brow,
                                Seat of sight and thought.

                                                19.
                                'Fierce fire of sickness
                                First from my home
                                Swept off a son
                                With savage blow:
                                One who was heedful,
                                Harmless, I wot,
                                In deeds unblemished,
                                In words unblamed.

                                                20.
                                'Still do I mind me,
                                When the Friend of men
                                High uplifted
                                To the home of gods
                                That sapling stout
                                Of his father's stem,
                                Of my true wife born
                                A branch so fair.

                                                21.
                                'Once bare I goodwill
                                To the great spear-lord,
                                Him trusty and true
                                I trowed for friend:
                                Ere the giver of conquest,
                                The car-borne god,
                                Broke faith and friendship
                                False in my need.

                                                22.
                                'Now victim and worship
                                To Vilir's brother,
                                The god once honoured,
                                I give no more.
                                Yet the friend of Mimir
                                On me hath bestowed
                                Some boot for bale,
                                If all boons I tell.

                                                23.
                                'Yea he, the wolf-tamer,
                                The war-god skilful,
                                Gave poesy faultless
                                To fill my soul:
                                Gave wit to know well
                                Each wily trickster,
                                And force him to face me
                                As foeman in fight.

                                                24.
                                'Hard am I beset;
                                Whom Hela, the sister
                                Of Odin's fell captive,
                                On Digra-ness waits.
                                Yet shall I gladly
                                With right good welcome
                                Dauntless in bearing
                                Her death-blow bide.'

Wir machten bei der Weiterfahrt diverse Fotohalte.

Unter anderem bei einem Vulkankrater  und einer Gesteinsformation, die man Orgelpfeifen nennt:

Bei einem weiter Halt wurden wir von Küstenseeschwalben attakiert, die wie Stukas auf uns niederstiessen. Diese unglaublichen Vögel fliegen jeden Winter nach Südafrika und legen somit in ihrem Leben dreimal die Distanz von der Erde zum Mond zurück.

Kurz vor der Mittagspause erzählte uns der Guide eine weitere Geschichte über den grössten Massenmörder von Island:

 Es war mal eine schwangere Frau. Sie sagte ihrem Ehemann, dass sie dringend etwas für ihr Kind zu sich nehmen müsse und zwar ein Glas Blut und so stach sich der Mann ihn den Finger und liess ein Glas vollbluten. Der Junge Björn (übersetzt Bär)wurde gesund geboren und übertraf an Grösse bald seinen zwei Jahren älteren Bruder. Eines Tages im Alter von 7 Jahren raufte sich Björn mit seinem ältern Bruder. Da kam ein reicher Mann vorbei und sah die Beiden. Er ging zu den Eltern und sagte Ihnen, dass er gerne einen der Knaben zu sich nehmen und erziehen würde. Die Eltern, die nicht sehr wohlhaben waren, waren froh Björn loszuwerden. So wuchs der Junge beim reichen Kaufmann auf und befreundete sich mit dessen unehelichem Sohn. Im Alter von 20 Jahren starb der Kaufmann und hinterliess seinem unehelichen Sohn sein ganzes Vermögen und Björn erhielt ein grosses Stück Land hier auf dieser Halbinsel. Da nur Landbesitzer heiraten dürfen, suchte Björn sich sofort eine Frau und heiratete.

Nach einiger Zeit hatte Björn einen seltsamen Traum. Er träumte, dass er an einem bestimmten Platz in den Bergen einen Gegenstand finden würde, der ihn berühmt machen würde. Der Traum ging weiter und plötzlich befand er sich in einem grossen Raum mit vielen Leuten. Auf einem einladenden Tablett befanden sich lecker aussehende Fleischstücke. Björn konnte nicht genug davon kriegen und ass 18 Stück, beim 19ten wurde es ihm aber schlecht und der musste alles erbrechen.

Am Nächsten Tag stieg er auf den Berg und fand genau an dieser Stelle aus seinem Traum eine wundervolle silberne Streitaxt. Er bewunderte das Stück und versteckte es darauf auf seinem Hof. Eines Tages zeigte er die Axt seinen Bekannten und einer schrie auf, dass es das Werkzeug des Teufels sei und er die Axt ins Meer werfen solle. Das machte Björn natürlich nicht.

Wenig später verschwand Björns Knecht und die Leute begannen zu munkeln. Und nicht nur der Knecht, sondern es verschwanden immer wieder Reisende und ihre Habseligkeiten, aber da Björns Freund des reichen Mannes Sohn eine einflussreiche Persönlichkeit war, beschuldigten die Leute Björn nicht offen, sondern nur hinter vorgehaltener Hand. So ging es weiter und als ein Gast aus einem anderen Teil des Landes von Björn aufgefordert wurde, bei ihm zu übernachten, dachte dieser Mann an die Gerüchte und nahm jedoch an, weil es sonst überaus unhöflich gewesen wäre. Er machte aus seinen Sachen aber eine Puppe und legte sie an seiner Stelle ins Bett und legte sich selbst darunter. Mitten in der Nacht knarrte die Türe und es gab einen Donnerschlag aufs Bett. Der Mann unter dem Bett zitterte und hörte aus der Küche die Frau rufen: "Dieser hat aber anders getönt als die Anderen !" Worauf Björn entgegnete, dass er am Morgen wenn's hell sei nachsehen werde. Der Mann unter dem Bett wartete bis es still war und flüchtete dann vom Hof.

Am nächsten Morgen kam er mit einer ganzen Gruppe und dem Sheriff zum Hof von Björn und verhaftete ihn und seine Frau. Björn wurde der Prozess gemacht und er hatte tatsächlich 18 Menschen umgebracht. Der 19te war der Mann unter dem Bett und der war ihm nicht bekommen. So wurden ihm mit Hämmer alle Glieder gebrochen und zuletzt der Kopf abgeschlagen. Seine Frau wurde verschont, da sie schwanger war und von diesem Kind soll jeder Verbrecher in Island abstammen.

Das Mittagessen assen wir in einem kleinen Ort namens Hellnar in einem kleinen Hotel, es gab Zwiebelsuppe. Nach dem Essen ging es zu einem schwarzen Steinstrand, wo früher ein Fischerdorf gestanden hatte.

Hier lagen auch diverse rostige Trümmerstücke eines Schiffes, dass am 13.März 1948 hier gekentert war und 14 Menschen in den Tod gezogen hatte.

Wir umrundeten den Gletscher und sahen dort auch am Horizont die Halbinsel ganz im Nordwesten von Island.

Übrigens ist der Gletscher Snaeffelsskjöll, derselbe Gletscher durch den Jules Verne seinen (deutschen !) Wiessenschaftler auf seine "Reise zum Mittelpunkt der Erde" schickt. Was sehr unwahrscheinlich ist, da er zuerst durch eine dicke Eisschicht gehen müsste um zum Krater zu gelangen.

Bei einem weiteren grossen Lavafeld erzählte uns der Guide die letzte Geschichte:

Ein Bauer hatte eine wunderschöne Tochter. Zwei Berserker aus England wollten die Tochter heiraten, doch der Bauer wollte das nicht und fragte einen weisen Mönch nach Rat. Der gab ihm den Ratschlag, dass er die Berserker anweisen soll eine Strasse durchs Lavafeld zu bauen, jeden Abend soll er einen grossen Botich mit heissem Wasser füllen und die Zwei baden lassen und ihnen dazu ein Glas Schnapps reichen. So ging es viele Wochen und der Bauer machte ihnen jeden Abend ein Bad und die Arbeit ging voran und war kurz vor Beendigung, als der Bauer nervös wieder zum Mönch ging und ihm klagte. "Was sollte das Überhaupt mit dem Bad und dem Schnapps ?" Der Mönch entgegnete, dass er vorausgeahnt hat, dass die Berserker die Arbeit beenden würden. Jetzt soll er nach den letzten Arbeiten, das Wasser extra heiss machen und den Berserker ein grosses Glas Schnapps reichen. Und wenn die Berserker betäubt sind, soll er ihnen die Köpfe abschlagen. Und so geschah es.

Um 19.30 kamen wir nach einer langen Fahrt wieder in Reykjavik an, wo ich in der Küche die resten eines Nachtessen einer Österreicherin essen durfte.

Donnerstag, 20.07.06

Der zweite fast wolkenlose Tag und wir hatten hier in Island fast eine Hitzewelle, denn bei normal durchschnittlich 13-16 Grad im Juli hatten wir heute ganze 22 Grad !!! Diesmal ging es auf die sogenannte "Golden Circle-Tour".

Die Abholung bei der Jugendherberge klappte diesmal besser und diesmal sass ich bereits im richtigen Bus und die Australier kamen dann an der Hauptbusstation dazu. Die erste Strecke war dieselbe wie am Dienstag. Wir machten aber unterwegs Halt in Hveragerdi, dem heissesten Ort Islands mit vielen heissen Quellen. Desshalb haben Sie hier auch viele Gewächshäuser, wo sie Gemüse, Früchte und Blumen anbauten. Eines dieser Gewächshäuser besichtigten wir dort:

Das nächste Ziel war ein wunderschöner Kratersee und der Faxi Wasserfall.

Schlussendlich kamen wir an einem der drei Hauptziele an. Wir machten einen Stop beim Gulfoss, dem goldenen Wasserfall:

Mittagspause für 90 Minuten machten wir im Geysir-Areal. Hier war lange Zeit der original Geysir aktiv. Denn Geysir ist ein isländisches Wort und nach diesem Geysir wurde dieses Phänomen überall in der Welt benannt.

Doch dieser ist nicht mehr länger aktiv, jedoch gleich nebendran einer mit Namen Strokkur. Vor der Weiterfahrt besichtigten wir noch das interessante Besucherzentrum. Das letzte Ziel war der Pingvellier National Park.


Pingvellier ist das isländische Pendant zur schweizer Rütliwiese. Hier wurde 930 AD das älteste Parlament eingerichtet, das bis heute noch besteht. Dieser Ort hat auch geologische Bedeutung, denn er befindet sich in einem ca 3 Kilometer langen Tal zwischen der eurpäischen und der amerikanischen Kontinentalplatte und diese Platten schieben sich jedes Jahr  2 cm auseinander. Zur Zeit der Wikinger herrschten hier auch harsche Gesetze, so wurden die Männer geköpft und die Frauen in einem kleinen Teich ertränkt.

Zurück in Reykjavik lief ich in die Stadt. Im Hafen lag ein französisches Marineschiff und die Sedov aus Murmansk.

Die Sedov ist scheinbar das grösste Segelschiff der Welt und wurde für ein deutsches Filmprojekt "Der Untergang der Pamir" gechartert. Durch Zufall sah ich eine Menschenansammlung und bemerkte, dass die Sedov offenbar einen "Tag der offenen Schiffsplanke" hatte und man es besichtigen konnte und so stellte ich mich in die Schlange und konnte eine Runde übers Deck dieses Schiffes machen.

Weiter ging es zum Restaurant Galileo, wo ich das einzige Mal auswärts zu Nacht ass, das Essen war sehr gut, aber unheimlich teuer. Auf dem Rückweg zu Fuss zur Jugendherberge machte ich noch einige Aufnahmen vom Sonnenuntergang.

Die Sonne ging schlussendlich um ca. 23.07 Uhr unter den Horizont.

Freitag, 21.07.06

Obwohl es in Reykjavik noch schön aussah fing es im Laufe des Tages an zu regnen, bei Rückkehr von der heutigen Tour war es aber wieder schön.

Der erste Teil der Fahrt war wieder derselbe wie am Vortag bis Selfoss. Dort erzählte uns die Führerin, dass die Brücke über den dortigen Fluss früher aus Holz gewesen war und als 1944 zwei Traktoren darauf gefahren waren brach sie unter dem Gewicht zusammen. Der eine Fahrer wurde sofort gerettet, beim zweiten ging es ein wenig länger. Er konnte sich auf den Ersatzreifen retten und wurde auf diesem ins Meer getrieben, wo er geretten wurde. Den Reifen hat er als Errinnerung behalten und der steht nun im örtlichen Heimatmuseum.

Auf der Gletscherzunge Solheimajökull, eines Teil des riesigen Myrdalsjökull Gletschers machte ich mit einer kleinen Gruppe eine 2 1/2 stündige Wanderung mit Steigeisen an den Füssen.

 

Auf dem Rückweg brach ein Teil durch, doch unsere Führerin hatte zum Glück einen Ersatzteil dabei. Es war eine sehr eindrückliche Tour.

Auf dem Rückweg machten wir noch zwei Stops an zwei grossartigen Wasserfällen.

Beim zweiten konnten wir sogar hinter den Wasserfall gehen:¨

Dann ging es wieder zurück und kurz vor Reykjavik gab es einen Stau und so entschied der Fahrer einen Umweg zu fahren und so verlängerte sich die Tour noch ein wenig länger. Zum Nachtessen konnte ich aus dem Korb mit liegengebliebenen Essen ein gutes Spaghetti Pesto zusammenstellen.

22.07.06

Heute stand ich mal ein wenig später auf und ging nach dem Frühstück zu Fuss zur Innenstadt. Beim Tourist Office wechselte ich meine Traveller Checks in Bar um nachher Souveniers kaufen zu können.

Im Hafen lag wieder ein Kreuzfahrtschiff. Da ich etwas im Reiseführer gelesen hatte ging ich in die entäuschende Flohmarkt-Halle, den das Zeug dort war genauso Müll, wie man es auf Flohmärkten rund um die Welt fand. Weiter lief ich zum Rathaus, wo es ein Reliefmodel von Island hatte.

Auf dem Hügel, indem sich die Heisswasservorräte der Stadt befand, stand das futuristische Gebäude "Perla", von dort hatte man eine gute Aussicht auf die Stadt und dort war auch das tolle Saga-Museum.

Auch spritze dort alle paar Minuten eine Geysir-Simulation in die Höhe.

Schlussendlich kaufte ich mir in der Innenstadt endlich doch noch die Souveniers.

23.07.06

Um 05.00 Uhr ging der Transfer zum Flughafen, wo ich mich zuerst am Gedränge an den Check-In-Schaltern für die Icelandair-Flüge amüsieren konnte.

Für meinen Flug konnte ich dann um 08.00 Uhr einchecken und beim Duty-Free kaufte ich mir eine Flasche "Black Death", den isländischen Schnapps. Der Flug nach London Gatwick startete pünktlich, aber in London gab es dann eine 30-minütige Verspätung. 


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