Jewels of Egypt 12.02. - 26.02.2006

03. Februar 2006
Das fängt ja gut an. In 9 Tagen geht es also los und eine Schreckensnachricht jagt die nächste. Anfang dieser Woche ist ein Bus zwischen Hurghada und Luxor verunglückt und 14 Touristen aus Hong Kong ums Leben gekommen und heute melden die Medien, dass ein Passagierschiff im Roten Meer auf der Fahrt von Saudiarabien nach Ägypten mit 1300 Insassen untergegangen sei.
Aber sonst läuft alles gut; das Fremdgeld habe ich schon gewechselt; die Unterlagen von STA Travel erhalten und ich habe dank dem Vielfliegerprogramm von SWISS den Hinflug von Economy auf Business upgegraded und zwar gratis. Mit 10'000 Bonuspunkten unseres Coop und den Meilen der Flüge nach Japan und Südamerika letztes Jahres konnte ich genug Meilen sammeln um mir diesen Luxus kostenlos zu leisten.
Sonntag, 12. Februar 2006
Nachdem ich mein Check-In am Vorabend erledigt hatte, (Dank Business-Class-Upgrade innerhalb von weniger als 10 Minuten) konnte ich es gemächlicher angehen lassen und traf um 08.00 im Flughafen ein um die Lounge zu geniessen. So konnte ich einen kleinen Snack (Gipfeli, Bananen und Orangensaft) und die neusten News gratis konsumieren. Dannach ging ich zum Gate im Terminal E und nach kurzer Wartezeit konnte ich auch schon ohne Warteschlange in den Airbus 330 einsteigen. Dort wurde ich zu meinem geräumigen Sitz geführt und noch vor dem Start gab es etwas zu trinken und das Essen mit einem portugisischen Rotwein war einfach toll. Auf dem Flug sah ich mir "The Legend of Zorro" an, den ich im Kino verpasst hatte. Keine Minute zu spät endete der Film und das Flugzeug begann den Sinkflug auf Kairo. Dort wurde ich und noch zwei weiter Schweizer von einem Mitarbeiter der Imaginative Tours begrüsst und durch die Kontrollen zu unserem Transfer-Auto gebracht. Nach einer längeren Fahrt (dank Stau) erreichten wir das Hotel Salma im Quartier Mohahenseen, wo ich auch sofort meine Einzelzimmer bekam und mich den restlichen Nachmittag ausruhte. Um 19.00 Uhr trafen wir unserere Tourleaderin Katie aus England und nach kurzer Information wurden wir auch schon wieder unseres Weges gewiesen und so ass ich mein erstes Nachtessen in einem Fastfoodrestaurant.
Montag, 13. Februar 2006
Nach dem Frühstück gab es noch eine ausführlichere Information und nun sahen wir auch schlussendlich wer alles zur Gruppe gehörte; 12 Australier, 2 Kanadier, 1 Kiwi und ich. Nach dieser Information ging es mit einem Coaster-Bus nach Ghizeh zu den Pyramiden, die wir ausführlich bestaunen und fotografieren konnten. Ein lokaler Führer gab uns auf der Fahrt auch einige Informationen dazu.
Am Fuss der Cheops-Pyramide; 136 Meter rauf !
Blick von den Pyramiden Richtung Kairo
von einem Polizisten aufgenommen !
Wir konnten auch für 20 ägyptische Pfund die Grabkammer der (2.) Pyramide von Chephren besichtigen, eine ziemlich enge Angelegenheit.
Eingang zur Chephren-Pyramide
Coffin of Chephren
Berittener Polizist
Cheops-Pyramide
Chephren - Pyramide
Nachdem wir uns auch noch Sphinx angesehen hatten wurden wir noch in die Geheimnisse der Papyrus-Kunst eingeführt.
Zum Mittagessen fuhren wir in ein kleines Restaurant mit Blick auf die Cheopspyramide, wo es unser erstes echtes ägyptisches Essen gab.
Nach dem Essen verabschiedeten wir uns vom lokalen Führer und fuhren mit dem Bus die gut 4-stündige Strecke ans Meer nach Alexandria.
Dort bezogen wir für eine Nacht ein Zimmer im Hotel Regency direkt am Meer an der "Corniche", der Prachtsstrasse.
Zum Nachtessen ging es in ein wunderbares Fischrestaurant mit Blick aufs Fort, das an der Stelle eines der 7 Weltwunder erstellt wurde, dem Leuchtturm von Alexandria.
Dienstag, 14. Februar 2006
Nach dem Frühstück wurden wir mit dem Bus zum National Museum von Alexandria gefahren, wo uns unsere lokale Reiseführerin begrüsste.
Scherben von Auszeichnungen der antiken olympischen Spiele
Sie führte uns durchs interessante Museum und gab uns die nötigen Informationen.
Medusa
Hier hatte es diverse Zeugnisse der Zeit nachdem Alexander der Grosse Alexandria zu seiner Hauptstadt erkoren hatte, aber auch aus der römischen und islamischen Zeit. Sie erklärte uns, weil ja die Pharaonen alles Götter waren, musste sich Alexander und später auch sein Nachfolger Ptolomäus ebenfalls zu Göttern machen um den ägyptischen Thron zu besteigen. Fazit: Komm nach Ägypten und werde Gott. Einer unserer Tourgruppe bemerkte daraufhin, ob dass evtl. der Grund gewesen war, dass Jesus Christus von Herodes nach Ägypten geflohen ist ?
Kopf derMumie
Mumie
Schalen zum Aufbewahren der inneren Organe des mumifizierten Körpers
Im Keller war ein kleines Pharaonisches Grab mit einer Mumie ausgestellt.
Auf dem Weg zur nächsten Sehenswürdigkeit fuhren wir am Markt vorbei und sahen auch die Tramwagen.
Bei Trams mit zwei Wagen ist der erste Wagen seit kurzem nur für Frauen gestattet, erklärte uns die Reiseführerin.
Zweites Ziel waren die römischen Katakomben, die 1900 überraschend entdeckt wurden als ein Esel plötzlich in einem Loch verschwand. Der Name dieses Ortes heisst auf Arabisch "Kom el Shuqafa", was übersetzt "Hügel aus Tonscherben" heisst, da man genau dieses als erstes in den Katakomben fand, alles andere war nicht mehr vorhanden.
Die Katakomben wurden ursprünglich für eine wohlhabende 3-köpfige Familie erstellt und wurde später zu einem öffentlichen Grab für ca. 400 "normale" Bürger. Dort durften wir leider nicht fotografieren. Weiter ging es zur "Säule von Pompey", die wurde von den Kreuzrittern so genannt, hat jedoch nichts mit dem römischen Feldherrn Pompey aus der Zeit Julius Cäsars zu tun.
Diese Säule wurde erst 293 nach Christus als Teil eines Tempels erstellt und ist das einzige erhaltene Monument aus der Antike.
Bevor wir uns von der Reiseführerin verabschiedeten machten wir noch einen kurzen Fotostop bei der neuen imposanten Bibliothek von Alexandria, die an der Fassade mit vielen verschiedenen Schriftzeichen der ganzen Welt beschriftet ist.
Dannach hatten wir noch Zeit für ein feines Mittagessen im Restaurant Taverna, bevor es um 16.00 Uhr zum Bahnhof ging, wo auch schon der Nachtzug nach Luxor wartete.
Railstation of Alexandria
Wir bezogen unsere 1.Klasse-Zweibett-Abteile und ein paar von uns gingen in den Barwagen zu einem Drink, denn das Nachtessen gab es erst nachdem wir Kairo passiert hatten um etwa 21.00 Uhr.
Mittwoch, 15. Februar 2006
Eine Stunde zu früh um 03.50 Uhr wurden wir im Zug geweckt. Dannach wurde uns das Frühstück serviert und schliesslich kurz vor 6 Uhr erreichten wir Luxor (Luxor hiess zur Pharaonenzeit Theben), wo wir mit einem Bus zu unserem Nilschiff, der "Melodie" gebracht wurden. Dort bekamen wir eine Tasse Kaffee und konnten unser Gepäck lassen und bevor wir wieder aufbrachen traf ich Lochie, die australische Reiseleiterin der Tour in Japan.
Mit Pferdekutschen ging es einen kurzen Weg zum gigantischen Tempelbau von Karnak, wo wir zuerst fast die einzige Gruppe waren. Wir wurden wiederum von einem lokalen Ägyptologist herumgeführt und er zeigte uns einige interessante Plätze und erklärte uns wie es früher ausgesehen haben könnte. Der Tempel von Karnak wurde über eine Periode von 2000 Jahren immer wieder ausgebaut, denn die Nachfolger der jeweiligen Pharonen wollten immer die neusten architektonischen Bauten erstellen und ihre Vorgänger somit in den Schatten stellen.
Temple of Karnak:
Nach der Führung wurden wir mit den Kutschen ins Stadtzentrum gebracht, wo die einen zum Shopping und ich zu einer kurzen Foto-OP zum Luxortempel ging.
Temple of Luxor:
Der zweite Obelisk steht heutzutage auf dem Place de la Concorde in Paris.
Die Allee der Sphinxen ist nur noch auf diesen 50 Metern erhalten, sie führte jedoch den ganzen Weg zum Tempel von Karnak und umfasste damals etwa 2000 Statuen; man ist dabei diesen Weg wieder herzustellen.
Dannach ging ich zurück zum Schiff und bezog meine Kabine und sah mich ein wenig auf dem Schiff um:
my room
Oberdeck unseres Schiffes
Kurz nach Mittag fuhren wir dann los und die nächsten sieben Tage verlebten wir beinahe luxeriös mit Vollpension. Um 13.00 Uhr erhielten wir unsere erstes Mittagessen an Bord.
Mittagessen-Buffet auf dem Nilschiff
Eindrücke vom Nil/
Impressions of the River Nile
Den restlichen Tag verbrachten wir relaxt auf dem Sonnendeck, erst am frühen Abend gab es noch einmal Action. Dann kamen wir nämlich an die Schleuse von Esna und dort haben sich Souvenir-Händler einen Trick ausgedacht;
sie rudern nämlich mit kleinen Ruderbooten zu den wartenden Schiffen und versuchen so ihre Ware über die Reling zu verkaufen.
Die Einfahrt in die Schleuse konnte ich mit ein paar Anderen beim Kapitän vorne im Ruderhaus erleben.
Typischer Nilschiff Kapitän und Katie, unsere Tourleaderin
Donnerstag, 16. Februar 2006
Am Morgen wachten wir ausgeruht in Edfu auf, eine andere Gruppe hatte inzwischen schon den Tempel dort besichtigt (welchen wir auf der Rückfahrt besuchen werden) und während wir das Frühstück genossen, legten wir ab und fuhren weiter Richtung Süden.
Gräber am Ufer des Nils
Wieder ein voll relaxter Morgen und nach dem Mittagessen kamen wir beim Tempel von Kom Ombo an.
Ankunft als erstes Schiff in Kom Ombo:
The temple of Kom Ombo (Pile of Gold)
Sobek
And here a relief from the temple of Kom Ombo:
and on the very same day on the River Nile:
Dieser Name bedeutet "Berg aus Gold" und der Tempel ist etwas besonderes, denn er ist zwei Gottheiten gewidmet, nämlich Horus, dem Falkengott und Sobek, dem Krokodilgott. So waren in einem Nebengebäude auch mumifizierte Krokodile ausgestellt:
Einige von unserer Gruppe versuchten ihr erste Shesha (Wasserpfeife). Da wir die Nacht hier verbrachten konnte ich auch diesen wundervollen Sonnenuntergang fotografieren:
Am Abend verkleideten wir uns in Galabeias und es gab eine lustige Party; ein Foto ist ganz oben mit unserer ganzen Reisegruppe und hier noch die drei Weisen aus dem Morgenland ? :
Dannach ging ich noch schnell zum Tempel um die folgenden Fotos des beleuchteten Kom Ombo zu schiessen.
Freitag, 17. Februar 2006
Am frühen Morgen ohne das wir es bemerkt hätten, fuhr unser Schiff in Kom Ombo ab und wir erreichten kurz nach dem Frühstück Assuan.
Kurz vor Ankunft in Assuan
Am Vormittag besuchten ein Teil der Gruppe das interessante nubische Museum
In the Nubian Museum of Aswan:
"Kapelle" die vor den Fluten von Lake Nasser gerettet wurde
Mumie eines Widders / Mummyfied Ram
Die grosse koptische Kathedrale gleich neben dem nubischen Museum
und auf der Fahrt dorthin konnten wir auch einen Blick aufs Old Cataract Hotel werfen, wo Agatha Cristie ihr Buch "Tod auf dem Nil geschrieben hatte.
Old Cataract Hotel
Schiff "Sudan" aus dem Film "Tod auf dem Nil"
Das Schiff "Sudan" auf dem der Film dazu gedreht wurde hatten wir schon auf dem Nil erspäht.
Aswan / Assuan
Nach dem Mittagessen erkundeten wir den Bazar, der ein richtiges Paradies war, im Vergleich zum Rummel den wir am Ende der Tour in Kairo erleben mussten.
At the bazar of Aswan:
Da es am nächsten Tag einen frühen Start geben sollte gingen die Meisten schon kurz nach dem Nachtessen zu Bett.
Samstag, 18. Februar 2006
Früher Start, denn es ging heute auf eine lange Fahrt von je 280 km pro Weg Richtung Süden; unser Ziel war der gigantische Tempel Abu Simbel, der sich nur 50 Kilometer südlich der Grenze zum Sudan befindet.
Um 03.30 Uhr wurden wir geweckt und mit Kopfkissen bewaffnet und einem Frühstückspacket versehen bestiegen wir den Reisebus. Wie meistens fiel es mir schwer Schlaf zu finden und so "ruhte" ich nur etwa eine Stunde meine Augen aus.
Sunrise over the desert on the way to Abu Simbel
So verpasste ich kurz vor sechs wenigstens den Sonnenaufgang nicht und um ca. 08.00 kamen wir in Abu Simbel an. Ein lokaler Guide erklärte uns kurz eine Sachen und dann durften wir dieses Gelände selber erkundigen.
Dieser Tempel ist sicher eines der Highlights dieser Tour. Dieser Tempel wurde in die Wand eines Berges gemeiselt und stellt den Erbauer Ramses II in vier sitzenden 20 Meter hohen Figuren dar.
"kleiner" Tempel, den Ramses II zuerst (wahrscheinlich als Test für den grossen Tempel) zu Ehren seiner Lieblingsfrau Nefretiti (nicht zu verwechseln mit Nofretete) erstellen liess.
Damit wollte er den wilden Stämmen aus dem Süden seine Macht zeigen. Erbaut wurde er im 13. Jahrhundert vor Christus und blieb für sehr lange Zeit unter Sand begraben. Bis 1813 ein Schweizer Forscher den Tempel wiederentdeckte. 150 Jahre später war der Tempel wieder vom Untergang bedroht, diesesmal nicht vom Sand, sondern den steigenden Fluten des neuen Stausees "Lake Nasser". Ein massives UNESCO-Projekt zerlegte in gut 5 Jahren den Berg mit dem Tempel und baute ihn 55 höher und 210 Meter weiter Inland wieder auf. Auch der Berg wurde wieder künstlich hergestellt. Der Tempel wurde sogar in die gleiche Himmelsrichtung ausgerichtet, dass wie früher zweimal im Jahr die Sonne ins tiefste Heiligtum vordringt, wo Ramses mit drei Gottheiten sitzt:
Der einzige Schönheitfehler ist, dass dies nun ein Tag später als früher passiert. Im Innern des Tempels war das fotografieren leider verboten und so sind nur die Aussenaufnahmen von mir.
On the way back from Abu Simbel to Aswan
Nach dieser Besichtung ging es wieder auf die 3-stündige Rückfahrt, auf der wir den alten Staudamm von 1912 überquerten und einen Blick auf den Tempel von Philae werfen konnten.
Temple of Philea:
Genau rechtzeitig zum Mittagessen trafen wir beim Schiff ein. An Nachmittag ging die ganze Gruppe auf eine gemächliche Fahrt mit einem Felukka-Boot auf den Nil.
Unser Nilschiff "Melodie" von der Felukka aus in Assuan
On the Felukka in Aswan
Mausoleum of Aga Khan
Fischer auf dem Nil
Elephantine Island in Aswan
Wir machten eine längere Pause in einem nubischen Cafe. Ein paar Wenige bestiegen die Sanddühne, während wir andern es uns unter den Sonnenschirmen bequem machten und etwas tranken. Im Cafe hatte es auch diverse Souvenir-Artikel und so kaufte ich mir einen Skarabäus. Auch hatten sie in einem Kessel ein Babykrokodil.
Ich und das Krokodil
Unser Felukka-Boot
Am Abend nach dem Nachtessen gingen wir nochmal zum Markt um die Atmosphäre im Dunkeln zu geniessen.
Sonntag, 19. Februar 2006
Heute war wirklich der ganze Tag zum relaxen da; zumindestens für ein paar von uns, mich eingeschlossen. Einige gingen am Morgen nochmal zum Bazar oder zum Kaffee/Kuchen ist "Old Cataract"-Hotel und so fuhren wir während dem Mittagessen, nachdem eine andere Gruppe von Abu Simbel zurückgekehrt war, wieder Richtung Norden ab.
Am Nachmittag hielten wir nochmal kurz für eine Gruppe, die erst in Asuan aufs Schiff gekommen war in Kom Ombo. Ich stieg dort auch aus und hatte im selben Cafe etwas zu trinken, während einige Andere wiederum eine Shesah rauchten. Zum Sonnenuntergang fuhren wir weiter.
Kurz nach dem Nachtessen kamen wir in Edfu an, wo wir über Nacht blieben.
Katie, unsere Tourleaderin sprach etwas über den Tempel von Edfu, der ja Horus gewidmet ist und erzählte uns folgende Geschichte:
Es geht um den wichtigsten Sagenkreis und beginnt mit den vier Geschwistergötter Osiris, Isis, Seth und Nephthys, die Kinder des Erdengottes Geb und der Himmelsgöttin Nut. Osiris, der (männliche) Fruchtbarkeitsgott war verheiratet mit Isis und Seth mit Nephthys. Osiris war als Nachfolger auf dem Thron vorgesehen. Seth aber war eifersüchtig und begehrte den Thron und Isis.
Seth gab ein Fest und stellte einen Sarkopharg auf und sagte zu Osiris, dass er es nicht in diesen Sarg passen würde. Osiris war aber eitel und stieg in den Sarkopharg; Seth nagelte den Deckel zu und warf ihn in den Nil.
Isis fand jedoch den Sarg und befreite Osiris, worauf Seth Osiris ermordet und zerstückelt. Gemäss einer Variante, sucht Isis die einzelnen Stücke mit Hilfe ihrer Schwester Nephthys zusammen und darauf regeniert Osiris wieder und kann beerdigt werden. Isis versteckt sich vor Seth und empfängt von Osiris ihren Sohn: Horus.
Und nun beginnt die eigentliche Geschichte in Verbindung mit dem Tempel von Edfu; denn Horus wächst auf und rächt dann seinen Vater. In einem erbitterten Kampf besiegt er Seth,; Horus verliert ein Auge und Seth seinen Hoden. Dieser Kampf soll eben an der Stelle des Tempels stattgefunden haben uns so zeigen diverse Reliefs von diesem Kampf, Seth wird dabei als Nilpferd dargestellt:
Temple of edfu; wall of battle; Horus is fighting Seth, the hippo:
probably with his mother Isis !
and here on a boat:
Montag, 20. Februar 2006
Heute morgen machten wir nun dasselbe, wie die Gruppe auf der Hinfahrt, wir besichtigten den sehr gut erhaltenen Tempel von Edfu noch vor dem Frühstück.
Dieser Tempel ist der Gottheit Horus gewidmet, dem Gott mit dem Falkenkopf. Auch dieser Tempel war für Jahrhunderte mit Sand und sogar mit anderen Gebäuden bedeckt und diese machte ihn zu einem der besterhaltensten Tempel von Ägypten.
the innermost sanctuary of temple Edfu
Zum Morgenessen legten wir von Edfu ab und fuhren unsere letzte Strecke nach Luxor zurück.
the leaning tower of Esna
Dabei passierten wir wiederum die Schleuse, aber diesmal ohne die "schwimmenden" Händler.
Bridge at Luxor
Um 15.30 Uhr erreichten wir Luxor und mit einer kleinen Gruppe ging ich zum Oasis-Cafe und hatte dort einen Milchshake. Dannach ging ich noch in den benachbarten Juwelier und kaufte meinem Vater einen silberen Anhänger mit einer ägyptischen Kartusche. Dieser Abend war auch wieder speziell, denn es gab eine Bauchtanz-Vorführung und zwei weitere traditionelle Tanzeinlagen auf dem Schiff.
Die Tanzfläche auf dem Nilschiff bei Tag....
....und in dieser Nacht:
Dienstag, 21. Februar 2006
Wieder ein früher Start in den Tag. Nach dem Frühstück überquerten wir den Nil zur Westbank während die Sonne aufging.
Dort erwarteten uns unsere Esel und so ritten wir die sieben Kilometer zum Tal der Könige. Dort erwartet uns derselbe lokale Führer der uns schon Karnak gezeigt hatte.
Ein möglicher Grund für die Auswahl des Tals als "Friedhof" der Pharaos; eine natürliche Pyramide !
Gemeinsam besichtigten wir drei Gräber, nämlich von Ramses IV, Ramses IX und Thutmosis III. Wir sahen auch den Eingang zum Grab von Tutenchamun und die benachbarte Ausgrabungsstätte, wo nur zwei Wochen vorher drei Mumien gefunden worden waren. Im Innern war fotografieren leider wieder verboten, desshalb sind nur die Aussenaufnahmen von mir:
Coffin ofThutmosis III
Auf unserer Besichtigungstour sahen wir auch die neue Ausgrabungsstätte, wo Franzosen zwei oder drei Wochen früher drei Mumien gefunden hatten und wir sahen auch das Grab von Tut-ench-Amun von Aussen:
New excavation-site
Nach diesen Besichtigungen ging es auf eine kurze Wanderung über den Bergrücken auf die eine Seite mit Blick auf das Tal der Könige:
Und auf der anderen Seit konnten wir den Tempel der einzigen weiblichen Pharaonin Hapshesut sehen, wo im November 1997 das berüchtigte Touristenmassaker stattfand:
Unser Ziel waren die Ruinen des Dorfes, wo die Arbeiter gewohnt hatten, die die Gräber gebaut hatten.
Dort besichtigten wir ebenfalls zwei farbige Gräber, die zwei Arbeiter für sich selbst gemacht hatten.
My crazy donkey
Die Esel warteten wieder auf uns und in einem abenteuerlichen Ritt ging es fünf Kilometer zurück zum Nil, wo wir auch die Kolosse von Memnon sahen.
Am Nil gingen wir ins Restaurant Africa und erhielten eine ausgezeichnetes ägyptisches Mittagessen. Der Grossteil besichtige dannach noch den farbenfrohen Tempel von Medinet Habu, aber diesmal mit einem Minibus:
temple of Medinet Habu
Der Bus brachte uns wieder zur�ck zum Nil, wo wir mit dem kleinen Boot zur�ck an die Eastbank gebracht wurden.
On the boat "Africa" to the eastbank:
Den Nachmittag verbrachte ich mit einem kleinen Spaziergang und einen Besuch im Internet-Café.
Temple of Luxor by day...
...and by night.
Nach dem Nachtessen ging ich noch mit John aus Sydney zum Luxortempel und konnte ein gutes Foto des beleuchteten Tempels schiessen; genau rechtzeitig denn wenige Minuten sä�ter um 21.00 Uhr wurden die Lichter gelöscht !
Letzer Sonnenuntergang am Nil...
... und zuletzt noch die Erinnerung an all die Bettwäschekunst auf der Melodie:
crocodile
scarab or turtle ?
monkey
flower
snake
Mittwoch, 22. Februar 2006
Abschied von der "Melodie". Mit einem seit 1997 üblichen begleiteten Bus-Konvoi ging es heute morgen nach Hurghada ans Rote Meer.
between Luxor and Hurghada
Dort angekommen bezogen wir ein Zimmer im
"The 3 corner empire hotel" und hatten den Nachmittag zur freien Verfügung.
Das Mittagessen nahm ich desshalb im Hoteleigenen Strandrestaurant ein.
Hotelstrand
Blick aus dem Strandrestaurant
Im Fernsehen sah ich mir das Final der Olympiade an, wo die zwei Schweizer Brüder Schoch im Snowboard Parallel Race Gold und Silber gewonnen.
Am frühen Abend ging ich noch mit Shannon und Michael ein wenig im Ort herum. Um 19.00 Uhr trafen sich die Gruppe wieder im Hotel und die Meisten gingen zum gemeinsamen Nachtessen ins italienische Restaurant Mafia, wo es für mich eine Seafood-Pizza gab. Den Abschluss des Tages machte ein Drink in der Bar "Green Paradise".
Donnerstag, 23. Februar 2006
Um 06.00 Uhr wurden wir geweckt und hofften auf gutes Wetter, denn die Alternative hätte eine 12-stündige Busfahrt bedeutet. Aber es ging alles gut; wir konnten das Hydrofoil-Boot besteigen und erlebten eine dreistündige Fahrt übers Rote Meer nach Sharm-el-Sheik,
unser Schnellboot von Hurghada nach Sharm el Sheik
Blick auf Sharm
wo diesmal ein grosser, bequemer Reisebus auf uns wartete.
colorful hinterland
Der Bus brachte uns in kurzer Zeit nach Dahab, einem kleine Touristendorf, dass aber viel mehr relaxter aussah und man sich fast nicht mehr in Ägypten vorkam.
Ein paar gingen hier auf einen Trip zum Schnorcheln, ich entschied mich dagegen, da es erstens ziemlich kalt war (das Wasser zumindest) und zweitens ich eine Taucherbrille mit Korrektur gebraucht hätte.
So ging ich mit ein paar anderen ins Dolphin Café zum Mittagessen und lief dannach ein wenig durch die Strassen von Dahab, um zuletzt mit Katie und ein paar anderen im "Al Capone's" zu landen um diesen gigantischen Thick Shake zu geniessen (und dass für nichtmal 2 Euro !)
Auf der anderen Seite des Meeres konnten wir die Küste von Saudi Arabien bestaunen:
Saudi Arabia
Um 17.00 Uhr ging es auf eine zweist�ndige Fahrt ins Innere der Sinai-Halbinsel nach St.Katherine, wo wir nach dem ausgiebigen Nachtessen sofort ins Bett gingen, denn der Morgen war sehr nah....
Freitag, 24. Februar 2006
...zu nah. Um 02.45 Uhr morgens wurden wir durch lautes Klopfen an der Türe geweckt und standen schlaftrunken auf. Nach einem frühen Kaffee führte uns eine kurze Busfahrt zum Kloster von St.Kathrine und auf ging es mit einem Führer und der Taschenlampe bewaffnet auf den Aufstieg zum Berg Sinai. Wir brauchten etwa 2 1/2 Stunden und kamen alle wohlbehalten oben an um rechtzeitig um 06.15 Uhr den Sonnenaufgang zu erleben:
Hier soll Moses die 10 Gebote erhalten haben und so steht dort oben auch eine Kapelle.
Nachdem wir hier:
einen Drink (ich hatte eine heisse Schokolade) zu uns genommen hatten, ging es auf den Weg zurück.
Die Hälfte nahm den gleichen Kamelpfad
und ich und die anderen den attraktiveren Weg den Treppen runter .
Monastry of St.Kathrine
Kurz nach 8 Uhr nach ca. 3400 Stufen waren wir dann wieder unten und wurden zurück zum Hotel zum Frühstück und dannach einer Dusche gebracht.
Breakfast-room
Hotel Morgenland in St.Kathrine
Nach dem Check-Out ging es wieder zum Kloster, das wir uns kurz von Innen ansehen konnten und den "brennenden Busch" sahen.
the "burning" bush
An der Bushaltstelle setzten wir zwei Mädchen unserer Gruppe ab, die die nächsten 5 Tage in Dahab verbringen wollten um sich dannach der Gruppe anzuschliessen, die nach Jordanien fuhr.
Nun ging es also auf die längste Busfahrt bis jetzt, nämlich 6 1/2 Stunden bis Kairo.
Zwischendurch hielten wir im Wadi Rum für einen Fotostop und nochmal am Roten Meer für einen weiteren Halt.
Den Suezkanal sahen wir leider nicht, denn der Weg führte uns ca. 70 km im Norden von Suez durch ein Tunnel unter dem Kanal durch und etwa um halb sieben kamen wir wieder zu unserem Hotel Salma.
Das Nachtessen nahmen wir gemeinsam im Pub "Dales" ein, denn es war zugleich der Abschied von Michael und Shannon, die am nächsten Morgen früh zurück nach England flogen.
Samstag, 25. Februar 2006
Vorletzter Tag und letzter Tag mit einem Programm. Wir trafen nach dem Frühstück unseren lokalen Reiseführer von den Pyramiden wieder und er führte uns in gut zwei Stunden durchs Ägyptische Museum. Dort sahen wir die Schätze aus Tut-ench-Amons Grab und viele weitere interessante Dinge. Die Schätze Tut-ench-Amons sind gigantisch, auch wenn man bedenkt, dass er nur ein König mit geringer Bedeutung und nur 18 Jahre alt wurde. Man kann sich gar nicht vorstellen, welche Schätze in Ramses III, der 94 Jahre alt wurde oder in Cheops Pyramide gewesen waren. Da es im Museum verboten war zu fotografieren habe ich hier ein paar Bilder aus dem Internet kopiert:
Totenmaske von Tut-ench-Amun

Pharao Chephren

Den Lunch nahmen ein paar von uns im Columbus Café ein und ich fuhr dannach mit drei anderen ins Gebiet "Khan el Khalili", wo einer der grössten und ältesten Bazars beheimatet ist. Hier war wirklich viel los und vorallem der Teil der Einheimischen war sehr überfüllt.



Ich kaufte mir dort eine Wasserpfeife. Dannach fuhren wir abenteuerlich mit einem Taxi zurück zum Hotel und zum Nachtessen ging es wieder ins gleiche Pub wie am Vorabend.
Sonntag, 26. Februar 2006
Letzte Hand zum Packen und der Rucksack war schlussendlich nichtmal 2 Kilo schwerer als beim Hinweg. Beim Frühstück traf ich die letzten Mitglieder unserer Tour; 4 Mädchen flogen erst am Nachmittag und blieben noch 2 Nächte in Jordanien und 2 Nächte in Dubai und einer ging noch ein paar Tage nach Bankok, doch die restlichen drei folgen ein wenig früher als ich zurück nach Australien.

So sah es die letzten zwei Tage in Kairo aus (vom Hoteldach aus)
Wir gingen gemeinsam noch zu einem Abschiedskaffee ins Columbus Café und kurz vor Mittag fuhr ich gemeinsam mit den zwei Schweizern vom Hinflug zum Flughafen, wo wir auf den Flug warten mussten und schlussendlich noch mit einer dreiviertel Stunde Verspätung abflogen, da der Flieger in Zürich wegen Schnee schon zu spät abgeflogen war. Im Flugzeug sass ich nun wieder in der Holzklasse und sah mir zum Nachtessen den Film "Just like Heaven" an.

King Echnaton (father-in-law of Tut-Ankh-Amon)