Reisebericht und Reisetipps für

Washington DC. (Kanada und New York weiter unten)

Ostern 2004

Washington DC: Lincoln Memorial

Eigentlich wollte ich ein Weekend über Ostern 2004 für meine Kollegen von der Pfadi Alt-Regensberg und Altburg organisieren. Leider war niemand daran interessiert und so hatte ich dann ca. 4 Wochen vor Ostern plötzlich keine Reisepläne mehr und eine ganze Woche frei. Da ich die meisten interessanten Städte in Europa schon kannte, suchte ich im Internet nach Destinationen, die sich für so eine kurze Reise lohnten. Als erstes kam mir New York in Sinn. Das liess ich aber sein, da ich richtig dachte, dass ich evtl. New York mit meiner Schwester auf der Kanada-Reise ansehen werde. So kam ich auf Washington DC, eine Stadt die mich schon immer fasziniert hat, denn welche US-Städte sieht man meistens im Kino ? New York, Miami, San Francisco, Los Angeles, Las Vegas und...eben Washington DC. Ausserdem wollte ich schon lange mal die Smithonians-Museen ansehen. So buchte ich über STA-Travel einen Flug und Übernachtung im YHA, das nur 10 Gehminuten vom Weissen Haus liegt und einen Transfer vom Flughafen zum Hostel und wieder zurück.

Der Flug verlief normal und ich musste in Newark / New Jersey umsteigen. Bei der Ankunft am Flughafen Washington Dulles (ca. 30 km ausserhalb Washington) fand ich auch schnell die blauen Wagen der Transfer-Firma und so kam ich ohne Probleme im Hostel an. Das Hostel war relativ sauber und zweckmässig eingerichtet (mit Fernsehraum, Küche und Waschräumen). Nachteil war, dass der einzige Lift ziemlich lange brauchte und ich mein Zimmer im siebten Stock hatte. Also erster Tipp: bei Buchung angeben, dass man möglichst weit unten sein Zimmer haben möchte.

Washington DC: Capitol mit Pennsylvania Avenue

In der Nähe des Hostels hat es auch diverse Orte, wo man sich verpflegen kann, wie zwei asiatische Restaurants, eine typisch Amerikanische "Bier"-Bar mit Hamburgern und Cesar-Salaten und die obligaten McDonalds, Subway usw. sind auch alle gut erreichbar. In den nächsten Tagen war es mir nicht langweilig, es gab so viel hier zu sehen. Nachdem ich am ersten Abend einen kurzen Spaziergang zur Pennsylvania Avenue gemacht hatte und schon mal einen Blick aufs Capitol werfen konnte, ging ich zurück zum Hostel und verbrachte eine relativ ruhige Nacht.

Washington DC: Capitol

Den Tag darauf verbrachte ich vorwiegend zu Fuss. So lief ich zuerst über die National Mall zum Capitol, wo ich mich in die Warteschlange einreihte. Hier warteten die Leute auf Gratis Tickets für die Führung durchs Capitol. Ich hatte Glück und kriegte auch noch eines. Da ich noch ein wenig Zeit hatte vor der Führung schaute ich mir noch den Hauptbahnhof von Washington DC an, die berühmte Unionstation

Tipp 2: Für Trainspotter: Auf die Perrons der Union Station kommt man nur mit einem gültigen Billet.

Die Führung war beides, eindrücklich und enttäuschend, zwar war ich ich in diesem historischen Gebäude, das solche Macht ausstrahlte und stand direkt unter der Kuppel auf der Stelle, wo auch die Särge von verschiedenen Präsidenten aufgebahrt worden sind, aber der Hauptversammlungssaal wurde uns nicht gezeigt. Nach dieser Führung lief ich wieder der Mall entlang in Richtung Washington Monument und lief daran vorbei und zielstrebig aufs Lincoln Memorial zu. Gleich daneben besichtigte ich zuerst das Vietnam Memorial un nach dem gigantischen Lincoln Memorial gings zum Korea Kriegsdenkmal. Weiter lief ich zum grossen Teich (oder kleinen See), wo die Kirchblütenbäume blühten. Diese Bäume wurden noch vor dem ersten Weltkrieg den USA von Japan geschenkt und es fand auch ein Festival für die "Cherry Blossom" statt. An diesem Teich sah ich das FDR (Franklin Delano Roosevelt) - Memorial und das Jefferson-Memorial und konnte kurz einem gratis Festival-Konzert zuhören.

Am nächsten Tag war es nicht wirklich schönes Wetter. Als erstes ging ich zum Washington Memorial, weil es für den Besuch dieses gigantischen Obelisken auch Tickets benötigte. Ich wartete auch diesmal geduldig in der Warteschlange, aber diesmal waren die Tickets schon weg, bevor ich an der Kasse war. Ich wartete noch ein wenig enttäuscht ab, was ich jetzt tun sollte und die Amerikanerin neben mir zeigte plötzlich ihre Tickets in der Hand und sagte, dass sie eines der Tickets nicht benötige. Ich griff überglücklich sofort zu und konnte wenig später auf der Spitze des Monuments  ein zwar verregneter aber trotzdem guten Blick aufs Weisse Haus, das Pentagon, das Capitol mit der Mall und das noch nicht eröffnete WW2-Memorial werfen.

Also Tipp 3: Für das Capitol, das Washington Memorial (Obelisk) und das Holocaust Museum braucht man Tickets, die sind zwar gratis, aber sie werden ca. um 09.00 Uhr an einem Schalter ausgegeben und sobald es keine Tickets mehr hat, kann man an diesem Tag nicht mehr diese Sehenswürdigkeiten besuchen.

Washington DC: The National Mall Washington DC: Lincoln Memorial mit neuem WW 2-Memorial  Washington DC: Pentagon

 

Der Rest des Tages verbrachte ich an der National Mall, wo viele der Smithonian-Museen stehen. Die sind ebenfalls alle kostenlos, aber es hat desshalb auch sehr viele Besucher und vor jedem Museum musste man warten, da seit 9/11 die Kontrollen verschärft worden sind und man sein Gepäck durch einen Röntgenapparat geben musste und man selbst duch einen Metalldetektor laufen musste.

Tipp 4: Man sollte sich Zeit für die Museen nehmen, die Smithonian Institute sind alle ebenfalls gratis, aber durch die Sicherheitskontrollen entstehen an den Eingängen immer lange Warteschlangen.

Als erstes besuchte ich das National Air and Space Museum und sah dort endlich einmal die echte "Spirit of St.Louis" von Charles Lindbergh, die Kapsel der Apollo 11-Mission aund auch die Kapsel von Bertrand Picards' "Breitling Orbiter 3". Als zweites war das Naturhistorische Museum an der Reihe, dort gab es Dinosaurierskelette, diverse ausgestopfte Tiere und weitere interessante Exponate zu besichtigen. Am Schluss besuchte ich noch das American History Museum, dort gab es wie der Name schon sagt einige interessante Sachen aus der Amerikanischen Geschichte zu sehen. Unter anderem sah ich dort den Hut von Abe Lincoln, den er bei seiner Ermordung trug, die Uniform von Ike Eisenhower, die amerikanische Flagge, die nach 09/11 über das Pentagon gelegt wurde, die roten Schuhe von Dorothy (Judy Garland) aus dem Film "Der Zauberer von Oz" und die Boxhandschuhe von Muhammed Ali. Ausserdem hatte es dort einen Raum der dem Transport gewidmet war und dort standen diversee alte "Wild West-Loks". Am frühen Abend ging ich noch zur Union-Station und sah mir den Film "The Alamo" an, der soweit ich mich erinnern kann gar nicht ins Schweizer Kino gekommen ist.

 Washington DC: Arlington Cementery

Am nächsten Tag, der schon mein letzter ganzer Tag sein sollte, schien wieder die Sonne und ich machte mich mit einer Tageskarte für die Metro auf nach Arlington.

Tipp 5: Gutes Schuhwerk mitnehmen, denn den Arlington Friedhof und auch die wichtigsten Objekte in der Innenstadt macht man am besten zu Fuss. Für Tage an denen man viel mit den öffentlichen Verkehrsmittel rumfährt gibt es eine günstige Tageskarte, die aber erst ab 9 Uhr gültig ist (vielleicht auch später; kann mich nicht mehr genau erinnern)

In Arlington sah ich mir den eindrücklichen Nationalen Friedhof an. Dort sah ich auch die Gräber von JFK, seiner Frau und seinem Bruder Bobby Kennedy. Zu Fuss ging zum benachbarten bekannten Marines-Memorial und fuhr mit der Metro danach weiter zum Pentagon, wo ich nur kurz ausstieg  um vor dem gigantischeb Bau zu stehen. Im benachbarten Einkaufszentrum Pentagon-City schaute ich nir ein wenig die Auslagen an und fuhr mit der Metro danach zurück zur Stadt, wo ich mir noch den Smithonian Zoo anschaute, der ebenfalls kostenlos ist und ein Paar Grosse Pandas beherbergte.

 Washington DC: Ivo Jima-Memorial

Washington DC: Ivo Jima-Memorial

 

Washington DC: The White House

 Ins Holocaust-Museum rewichte es mir nicht mehr, da auch für dieses Museum nur eine begrenzte Anzahl Tickets verfügbar waren und diese schon lange ausverkauft waren. Es gäbe in der Stadt und auch in der Umgebung noch viele weitere Sehenswürdigkeiten zu sehen, aber dafür reichte die Zeit einfach nicht. Ich hatte sowiso in den drei Tagen sehr viel gesehen und vorallem alle Dinge, die ich mir vorgenommen hatte und sogar viel mehr als das. So sah ich natürlich auch das Weisse Haus und das FBI-Hauptquartier von aussen. Vor dem Weissen Haus demonstrierten auch ein paar kluge Amerikaner gegen Bush und den Irakkrieg. Bush war übrigens, wie die meiste Zeit (gemüss Aussagen eines Amerikaners im Hostel) auf seiner Ranch in Texas. Am letzten Abend konnte ich ein Konzert der Navy-Band und einer Army Band anhören und mir ein Feuerwerk, das den Abschluss des "Cherry Blossom Festival" bildete.

Am nächsten Tag lief ich noch ein wenig durch die Gegend rund ums Hostel und sah so noch Chinatown, die Arena, wo die Eishockesmannschaft "Capitals" und die Basketballmannschaft spielte und das Gebäude des Spionagemuseums. Gegen Mittag wurde ich wieder von einem der blauen Busse zum Flughafen Dulles gebracht, wo ich den gleichen Weg in umgekehrter Richtung ohne weitere Probleme absolvierte. Zuhause habe ich dann noch festgestellte, das mein grosser Rucksack, den ich eingecheckt hatte nach dem Einchecken geöffnet worden war für eine Sicherheitskontrolle. Also zu letzt noch ein Tipp, wenn ihr euer Gepäck aufgebt, schliesst es nicht ab, denn die Sicherheitsbehörden würden das Schloss einfach aufbrechen. Entschädigung kann man vergessen, zum Glück war mein Gepäck nicht abgeschlossen.

 Washington DC: Lincoln

Canada und New York City

 

In wenigen Tagen geht das nächste Abenteuer los und ich werde nach Vancouver/British Columbia /Canada abreisen. Das Gepäck ist schon fast bereit, die Reiseunterlagen und das Fremdgeld zusammengestellt und sonst schon fast alles erledigt. Meine Reise wird mich zu meiner Schwester führen, die in Vancouver eine Englischschule besucht. Die erste Woche werde ich alleine die Gegend rund um Vancouver und Vancouver Island erkunden und dann geht es zusammen mit meiner Schwester mit einem Mietauto Richtung Norden los. In zwei Wochen werden wir die Rocky Mountains, den Jasper und den Banff National Park besuchen und dann von Calgary via Winnipeg nach Toronto mit dem Greyhound Bus fahren. Dort gehen wir sicher zu den Niagara Fällen und je nach Zeit und Möglichkeit machen wir einen kurzen Ausflug nach New York City, bevor ich mich wieder in die Heisse Juli-Schweiz aufmache und meine Schwester noch bis Mitte September im Osten von Kanada bleiben wird.

12. Juni 2004

Dank dem Vorabend-Check-In konnte ich mit dem öffentlichen Verkehr den Flughafen erreichen und flog pünktlich um 07.00 Uhr morgens Schweizerzeit via Amsterdam nach Vancouver ab. Die beiden Flüge verliefen ziemlich ereignislos, bis das irgend ein Grieche oder Russe, der überhaupt kein Englisch verstand, dachte er könne im WC rauchen. In Vancouver landeten wir etwa 15 Minuten zu früh, was nichts ausmachte, da ich schlussendlich am Zoll 90 Minuten anstehen musste.

Draussen erwartete mich meine Schwester und mit dem Bus fuhren wir zuerst zu unserer Unterkunft; der Gastfamilie bei der Fränzi schon 12 Wochen wohnte. Nachdem ich das Gepäck versorgt hatte, machten wir uns zu einem ersten Rundgang durch Vancouver auf. Wir besuchten die Granville Island, fuhren mit einem antiken Tram zum Sience Center und zurück und besuchten kurz den Canada Place, wo die Kreuzfahrtschiffe landen.

 

13.Juni 2004

Vancouver vom Grouse Mountain aus

Sonntag, da Fränzi's Monatsabo für den ÖV in Vancouver am Sonntag für zwei Personen gültig ist, machten wir heute einen grösseren Ausflug. Wir fuhren mit dem Seabus über die Bucht nach North Vancouver und weiter zur Talstation der Luftseilbahn auf den Grouse Mountain, den Hausberg von Vancouver mit etwa 1200 Meter Höhe. Da uns vorallem der Ticketpreis zu hoch war, entschieden wir uns die 800 Höhenmeter in 3 Kilometern Länge auf den Berg zu steigen und nach anstrengenden 100 Minuten hatten wir es endlich geschafft. Doch es hatte sich gelohnt. Oben konnten wir uns zwei Grizzlie-Bären anschauen und kamen rechtzeitig zu einer witzigen Holzfäller (Lumberjack)-Vorführung. Die Aussicht oben war super und nach unten konnten wir für nur 5 Dollar die Luftseilbahn nehmen. Weiter ging es zur Capilano Suspension Bridge, einem kleinen Park, wo es eine 160 Meter lange Hängebrücke in ca. 60 Meter Höhe über das Tal spannte und man diverse Vorführungen, Totempfahle und weitere Attraktionen ansehen konnte.

 

Nach diesem Erlebniss fuhren wir zurück nach Downtown, wo ich mir noch einen Kanada-Pullover kaufte. Am Abend gab es in der Gastfamilie ein Käse-Fondue, dass ich durch den Zoll geschmuggelt hatte.

14.Juni - 16.Juni

Parlament von British Columbia in Victoria auf Vancouver Island

In diesem drei Tagen machte ich alleine eine Tour auf Vancouver Island, einer Insel vor Vancouver, die etwa so gross wie die ganze Schweiz ist. Erstes Ziel nach der Fährenüberfahrt war Victoria, die Hauptstadt der Provinz British Columbia.

Auf der Fahrt von Victoria nach Tofino auf Vancouver Island

Am zweiten Tag fuhr ich in einem Kleinbus die 5 Stunden nach Tofino, einem kleinen Urlaubsdorf an der Westküste.

 

Sunset in Tofino

Dort machte ich am nächsten Tag eine Whale Watching-Tour und konnte so zwei Grauwale beobachten.

Grauwal

Am Nachmittag des dritten Tages ging es wieder zurück via Nanaimo nach Vancouver.

17. Juni

Canada Place / Vancouver

Heute besuchten meine Schwester und ich die diversen anderen Sehenwürdigkeiten, die es

 

Im Stanley Park / Vancouver

noch in Vancouver gibt; so etwa den Stanley Park, Gastown, China Town, die Universität und die imposante Bibliothek. Am Abend gingen wir an der Granville Street ins Ginger 66 zu einem Abschied der Schulkollegen von Fränzi.

18. Juni

Bezug des Mietautos. Letze Wäsche vor Abfahrt und Besuch des Storyeum, einer neuen Multimedia-Geschichts-Show.                                

19. Juni

Auf dem Transcanada Highway No. 1

Abfahrt aus Vancouver. Über den Highway 1 ging es in Richtung Rocky Mountains.

Beim Hell's Gate

Mit einem Stop in Hell's Gate, einer Touristenattraktion auf dem Weg fuhren wir durch die

Wüsten-Region

rauhe Gegend, die in einem Abschnitt zu einer richtigen Wüste mit ca. 40 Grad Celsius wurde. In 100 Mile House beim Horse Lake konnten wir in einer Blockhütte eines Deutschen Kollegen meiner Schwester übernachten. Die Hütte hatte einen wunderbaren Ausblick über den Horse Lake und zum Nachtessen gab es ein Steak mit Grillkartoffeln aus dem Lagerfeuer.

Am Horselake bei 100 Mile House

20. Juni

Am nächsten Morgen ging es weiter in Richtung Norden. Auf der langen Strecke machten wir noch einen Abstecher zur historischen Museumsstadt von Barkerville, wo sie im 19.Jahrhundert Gold gefunden hatten. Am frühen Nachmittag erreichten wir unser nördlichstes Ziel Prince George. Hier konnten wir die nächsten zwei Tage bei der Tante der Vancouver Gastfamilie übernachten. Wir wurden richtig verwöhnt und ich konnte nach den ersten 1000 Kilometer Fahrt ein wenig Erholung finden.

22. Juni

Gut erholt ging es nun in Richtung Osten endlich wirklich in die Rockies.

Mount Robson, der höchste Berg in den Rockies

Das Ziel hiess heute Jasper in der Provinz Alberta, wo wir für die nächsten zwei Nächte im Hostel übernachteten.

Jasper vom Whistlers Mountain aus

Nach Ankunft fuhren wir mit der Luftseilbahn zuerst einmal auf Whistlers Mountain, damit wir einen ersten Rundblick auf diese Gegend haben konnten.

Bergziegen

Am nächsten Tag besuchten wir den Maligne Lake, dem Medicine Lake, den Malinge Canyon und die Athabasca Wasserfälle.

24. Juni

Columbia Icefield

Nun ging es auf dem Icefield Parkway durch den Nationalpark. In Jasper im Hostel lernten wir noch eine Bernerin kennen, die wir bis Lake Louise mitnahmen, damit sie nur die Hälfte fürs Busbillet nach Calgary bezahlen musste. Auf dem Weg nach Lake Louise stoppten wir am Columbia Icefield, wo wir einen guten Ausblick auf verschiedene Gletscher hatten.

 Lake Louise

Wir sahen den Lake Louise und machten eine kleine Wanderung am Moraine Lake.

 Moraine Lake

Übernachtet wurde im Hostel von Lake Louise.

25. Juni

Da wir so nah waren, entschieden wir uns noch einen Abstecher in den Yoho National Park zu machen, da es dort einen riesigen Wasserfall geben sollte. So überschritten wir die Grenze nach British Columbia noch einmal und konnten uns dieses überwältigende Naturschauspiel noch anschauen. Von dort nach Banff unserem nächsten Ziel brauchten wir nur noch knapp eine Stunde.

 Banff

Nachdem wir beim Hostel eingecheckt hatten, machten wir einen Rundgang durchs Dorfzentrum und fuhren mit der Luftseilbahn auf den Berg, der Banff überragt.

26. Juni

Bevor wir nach Calgary fuhren, sahen wir uns die Hoodoos an, eine Sandsteinformation, die durchs Wetter entstanden sind und wir sahen uns den naheliegenden See an, dort gab es auch eine "Geisterstadt". Das heisst, in dieser Stadt ist von 1905 bis 1922 Kohle für die Eisenbahn abgebaut worden. 1922 wurde die Mine geschlossen, die Industriegebäude zum grössten Teil zerstört und die Wohnhäuser wurden zum Teil nach Banff transportiert und dort wieder installiert. In der Hochblüte dieser Stadt, war es grösser als Banff heute.

 Eiis, Zwoii,drüüüü !!!!

Bevor wir Calgary erreichten besuchten wir noch den Olympia Park; das Zentrum wo 1988 die Winterolympiade stattfand. Hier ist auch die berühmteste Bobbahn der Welt, wo 1988 und später im Film "Cool Runnings" die Jamaikanische Bobmannschaft gestartet war. Nach einer Nacht im hiesigen Hostel ging es am nächsten Tag auf die Fahrt nach Edmonton.

27. Juni

Auf einer fast schnurrgeraden Autobahn ging es über eine unendliche flache Ebene die knapp 300 Kilometer von Calgary nach Edmonton.

Edmonton - Downtown

Wir sahen uns dort am Ankunftstag nur Edmonton an. Die nächsten zwei Nächte verbrachten wir im Hostel. Am zweiten Tag besuchten wir den Elk Island Park, wo wir eine umheimliche Begegnung mit einer Herde von ca. 30-50 Bisons hatten.

Leider haben wir auch in diesem Park keine Elche gesehen. Am dritten Tag, bevor wir in strömendem Regen nach Calgary zurückfuhren, besuchten wir die West Edmonton Hall, das grösste Einkaufszentrum der Welt. Hier sollte es etwa 800 verschiedene Shops haben, ausserdem ein riesiges Hallenbad, die grösste Indoor-Achterbahn, ein Eishockey-Feld und zwei Kinos mit insgesamt 21 Sällen.

30.Juni

Dieser Tag war für Calgary reserviert.

Calgary mit dem Eishockey-Stadion

Wir gingen auf den Calgary Tower und in den Zoo. Wo wir endlich auch ein paar Elche sahen.

1. Juli, CANADA DAY

Heute wurde der Nationalfeiertag gefeiert. Es war der 137. Geburtstag von Canada. Mit einem anderen Schweizer aus dem Hostel gingen wir in den Prince Island Park, wo wir uns ein Konzert ansahen. Nachdem es in Strömen zu regnen anfing, entschieden wir zum Hostel zurückzugehen. Damit wir am nächsten Tag keinen Stress mehr hatten, gaben wir schon heute unser Mietauto zurück. Am Abend fuhren wir zum Olympiapark, wo es um 23.00 Uhr ein Feuerwerk geben sollte. Wir trafen dort noch einen Schweizer, der uns nach dem Feuerwerk mit seinem Camper zurück zum Hostel brachte.

2.Juli

Fahrt mit dem Greyhound Bus nach Winnipeg, durch die unendlich, langweilige Landschaft von Saskatschewan.

Unendliche Weiten...von Saskatchewan

Ankunft in Winnipeg am nächsten Morgen um 09.20 Uhr.

3. Juli

Da es uns doch eine zulange Strecke erschien und Fränzi unbedingt noch ein Trikot der hiesigen Eishockeymannschaft Minatoba Moose kaufen wollten, machten wir eine Nacht in Winnipeg halt.

 Winnie the Pooh

Wir sahen uns ein wenig die Heimatstadt von Winnie the Pooh an und gingen zu einem unglaublich günstigen Preis ins Kino um uns Spiderman 2 anzusehen. Am nächsten Morgen um 07.30 Uhr ging es dann auf die 30 Stunden Fahrt nach Toronto, wo wir am 05. Juli um 15.15 Uhr ankamen. Nach dem Einchecken im Hostel, gingen wir sofort zum CN Tower, dem (noch) höchsten alleinstehenden Gebäude der Welt. Es war heute der 25. Geburtstag meiner Schwester und wir hatten von unseren Grosseltern Geld für ein Nachtessen erhalten. Ich hatte die Idee im 360 Grad Drehrestaurant in 350 Meter Höhe auf dem CN Tower zu essen und so machten wir es auch.

Toronto: Blick vom Glasboden des CN-Towers

Glasboden im CN Tower in 346 Meter Höhe.....

Es war eindrücklich.

6. Juli

An diesem Tag besuchten wir die Hockey Hall of Fame

Toronto: Hall of Fame - die Rumeshalle des Eishockey Hockey Hall of Fame (Rumeshalle) und der Stanleycup:

Toronto: Der Stanleycup in der Hall of Fame

und wir buchten uns einen Trip nach New York für den 8. Juli.

Toronto: Cityhall von Toronto

 Die City Hall von Toronto

Wir liefen noch ein wenig in Downtown und am Ufer des Lake Ontario herum.

7. Juli

Am Vormittag besuchten wir das Fort York. Hier stand die allereste Befestigung von 1793, die im Krieg von 1812 von den Amerikaner zerstört wurde, aber zwischen 1813-1815 im heutigen Zustand wieder aufgebaut wurde. ( Als Revanche zerstörten die Kanadier, bzw. die Briten in diesem Krieg Washington DC. !!!)

Toronto: Toronto

New York City

New York: New York

8. Juli

Flug nach New York City. Wir kamen um die Mittagszeit im Hotel an und da wir noch nicht einchecken konnten, machten wir uns zu Fuss auf um diese riesige Stadt zu erkundigen. Unser Hotel war in der Upper West Side, an der 77th Street/Broadway und nur etwa 3 Blocks vom Central Park weg.

New York: Central Park

Wir liefen zum Central Park und durchquerten ihn in Richtung Downtown.

New York: New York

Es war wunderbares Wetter und wir sahen diesem Nachmittag die Radio City Music Hall und das Rockefeller Center.

New York: Empire State Building

Wir erklomen das Empire State Building, das jetzt wieder höchste Gebäude von NYC. Nachdem wir etwa 40 Blocks gelaufen waren nahmen wir zurück zum Hotel die Subway.

New York: Guggenheim Museum

9. Juli

New York: Freiheitsstatue

New York: Ellis Island

Heute besuchten wir die Freiheitsstatue und Ellis Island. Im Batteriepark, wo das Schiff fährt steht auch ein Denkmal für die Opfer von 9/11. Diese Kugel stand zwischen den zwei Türmen und wurde unter dem Schutt begraben, bevor es unter Aufsicht des deutschen Künstlers geborgen wurde:

New York: Denkmal f�r die Opfer von 9/11

Dannach sahen wir im Financal District die berühmte Wallstreet,

New York: Wall Street - B�rse

 

die Börse mit ihrer übergrossen Flagge und den Ground Zero.

New York: Ground Zero

New York: Ground Zero

Dannach gingen wir noch einmal zum Centralpark, wo wir das Guggenheim Museum sahen 

New York: Guggenheim Museum

und liefen um das Wasserreservoir.

10. Juli

Da wir am Abend im Fernsehen Men in Black gesehen hatten,

New York: Flushing Medows

fuhren wir heute nach Queens und sahen uns die riesige Weltkugel und die "UFO"-Türme der Weltausstellung von 1964/65 an.

New York: Grand Central Station

Nächste Sehenswürdigkeit war die

New York: UNO Hauptquartier

UNO, wo wir eine Führung machten und den Hauptbesammlungs-Saal und den

New York: UNO Sicherheitsrats-Saal

Sicherheitsrat-Saal sehen konnten. Leider fuhr die Luftseilbahn nach Roosevelt Island nicht, so fuhren wir in den nächsten Stadtteil, nach Brooklin, bis zum bekannten Vergüngungsareal von Coney Island.

New York: Conney Island Beach (nur 40min von Manhatten)

Dort hat es auch dieser unglaublich schönen Sandstrand, an dem an diesem heissen Tag eine Menge los war.

New York: New Yorker Abendstimmung

New York: Chrysler Building

New York: Time Square

Am Abend sahen wir uns die Lichter und die Menschenmassen am Time Square beim Broadway an.

New York: Time Square

11. Juli

Heute am letzten Tag gingen wir zum Museum, dass sich auf einem Flugzeugträger aus dem 2. Weltkrieg befindet. Dort konnten wir auch in ein U-Boot und in eine Concorde reinschauen.

New York: USS Intrepid - ein grossartiges Openair Museum

Von dort nahmen wir noch eine weitere U-Bahn nach Bronx, damit wir das Yankee-Stadion auch noch gesehen hatten und mit einem Abstecher zum Madison Square Garden fuhren wir mit der Gratis-Fähre schlussendlich noch ins letze Stadtgebiet von New York, nämlich Staten Island.

New York: Staten Island F�hre

Hier würde es sich wahrscheinlich noch am besten leben lassen. Hier hat es alles kleine Wohnhäuser und keine Betonbunker, nur der Arbeitsweg wäre schrecklich lang.

12. Juli

Nach vier Tagen Sonnenschein regnete es heute am Rückreisetag wie aus Kübeln. Wir kamen rechtzeitig am Flughafen an und mussten die gründlichste Sicherheitskontrolle durchgehen, die ich bis jetzt erlebt hatte. Wir hatten für die Reise nach New York nur Handgepäck und meine Schwester musste auch die zweite Nagelschere abgeben (die erste wurde ihr in Toronto abgenommen = das heisst auf dem Flug von Toronto nach New York hatte meine Schwester ein Nagelschere auf sich -> soweit zu Sicherheitskontrollen !!!!) Wegen dem Wetter war unser Flieger zuerst 1 1/4 Stunden verspätet; das heisst der Flieger stand nach dieser Zeit bereit am Gate, doch noch fehlte die Crew !!! Weil entweder unsere Crew einem anderen Flieger zugeteilt worden war oder tatsächlich mit einem anderen verspäteten Flieger ankam, hatten wir schlussendlich etwa 2 Stunden Verspätung und kamen somit in Toronto mitten in der Rush Hour an. Wenigstens war das Wetter in Toronto wieder schön.

13. Juli

Toronto: Skyline von Tokyo

In den nächsten zwei Tagen machten wir noch ein wenig Shopping und Sightseeing.

Am Mittwoch traf ich einen Einheimischen, den ich letztes Jahr auf einer Tour von Sydney nach Cairns kennengelernt hatte und am Donnerstag machten wir bei relativ schlechtem Wetter den obligatorischen Ausflug zum gigantischen Niagara Fall.

Toronto: Niagarafall - nur eine kurze Fahrt von Toronto weg

16. Juli

Rückreise. Fränzi stand zwei Stunden vor mir auf um auf eine Backpacker-Tour nach dem Norden zu gehen und ich musste noch ein paar Stunden tot schlagen. Da heute der neue Will Smith-Film "I, Robot" startete, kaufte ich mir ein Ticket und ging um 13.00 Uhr ins Kino. Ich hatte geplant den Flughafenbus um 15.30 zu nehmen um rechtzeitig für meinen Flug um 18.20 Uhr am Flughafen zu sein. Ich kam um 15.20 Uhr zum Abfahrtspunkt und sah dort schon den Bus warten, ich kaufte das Ticket und stieg ein und hörte von anderen Mitreisenden, dass dieser Bus eigentlich schon hätte um 15.00 Uhr abfahren sollen. Auf der Autobahn kamen wir schon in die beginnende Rush Hour (und das schon um 15.40 Uhr (Freitag)) und kamen schliesslich aber doch noch um 16.20 am Flughafen an. Nicht auszudenken, um welche Zeit ich mit dem 15.30-Bus angekommen wäre. Obwohl ein anderes Flugzeugmodell war auch in diesem Flug das Entertainment-System eine Katastrophe. Nach einer weiteren Verspätung in Amsterdam kam ich doch noch fast rechtzeitig in Zürich an.

Mein Fazit und Tipps für andere Reisende:

Fliege nicht mit KLM nach Kanada, wenn du gute Filme sehen willst oder wenn du zumindest wählen willst, wann und was für Filme du sehen willst. Erkundige dich im Voraus nach den Konditionen für Mietwagen und buche den Mietwagen wenn immer möglich schon in der Schweiz. (Mein Tipp Holiday Autos ) Durchquere das Land nicht, es gibt wirklich nichts zu sehen zwischen Calgary und Toronto und wenn du Glück hast findest du im Internet wahrscheinlich sogar einen Flug der weniger als das günstigste Greyhound-Ticket kostet.

Im Juli ist es ratsam die Unterkunft schon im Voraus zu buchen, da die meistens sehr voll sind. Und zu den Destinationen; wenn du Kanada sehen willst, fliege nach Vancouver und mach eine Rundfahrt durch die Rocky Mountains mit Banff, Jasper und vielleicht einen Abstecher nach Calgary.

Bei Fragen mailt mir.


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