Meine Zeit in Australien

10.März bis 30. August 2003  
 

Datei:Flag of Australia.svg 

 
Vorgeschichte:  

Nach dem ich die vielen Geschichten meiner Kollegen gehört hatte, packte mich auf
einer Studienreise nach Sizilien mit Valtour im Club Pollina auch das Reisefieber. Das
war im Frühling 2001. Da ich aber bei den Schweizerischen Bundesbahnen angestellt
war, wusste ich dass es kein leichtes Spiel werden würde, damit ich Unbezahlten
Urlaub erhalten würde. Zuerst wollte ich gerade ein Jahr später diese Reise antreten,
aber da hörte ich von der Personalknappheit und vorallem von der EXPO'02.  
 
Da ich ja nach meiner Reise wieder bei der SBB arbeiten wollte, dachte ich mir dass
ich diese Reise auf das Jahr 2003 verschiebe. Es war eine gute Entscheidung, denn
mir gefiel die EXPO'02 sehr. Ich besucht Sie ganze 14 mal, ausserdem machte ich in
diesem Jahr verschiedene Reisen. So sah ich endlich verschiedene europäische Städte,
die ich schon lange mal besuchen wollte;  Napoli mit der Ruinenstadt Pompeij, Turin,
Barcelona, Madrid, Belfast, Dublin, Glasgow und Edinburgh, ausserdem sah ich auf
diesen Reisen das Walfahrtsort Lourdes und das berüchtigte Loch Ness in Schottland.
 
Ich stellte in diesem Jahr auch das Gesuch für den unbezahlten Urlaub und bekam
nach einigen Geplänkeln die Zeit vom 8. März bis 30.September 2003 frei unter der
Bedingung, dass ich meine Überzeit von 2002 und meine gesamten Ferien 2003
anrechnen lasse. Ich war nahe dran meine Kündigung einzureichen, doch die Bewilligung
kam doch noch rechtzeitig. Zuerst wollte ich auch einfach nur auf Reisen gehen, aber
mir der Zeit dachte ich, dass eine Sprachschule vor Ort nicht das schlechteste wäre,
ausserdem hätte ich so bestimmt bessere Chancen Unbezahlten Urlaub bewilligt zu
bekommen.  
 
15. Januar 2003  
Die Reisevorbereitungen sind schon ziemlich weit fortgeschritten, doch es gibt immer
noch einiges zu tun. Ich konnte bereits meine Wohnung untervermieten für diese Zeit, wo ich mich im Ausland befinde und zwar an meinen Arbeitskollegen Jonas, ausserdem wird meine Schwester den Smart übernehmen, damit dieser nicht ein halbes Jahr herumstehen muss. Meine Fotoausrüstung leihe ich meinem Bruder aus. Bereits im Oktober hatte ich die Sprachschule und alle Flüge bei STA gebucht. Jetzt brauche ich noch eine Übernachtung in Singapur, wo ich einen 4-tägigen Stopover einlege bevor ich dann 13 Wochen in Perth verbringe und hoffentlich die First-Prüfung bestehen werde. Aber die Organisation ist noch nicht zu Ende; ich muss die Finanzen noch organisieren.
Der Aufenthalt in Singapur ist auch noch nicht gebucht, wahrscheinlich
nehme ich das Pauschalangebot von Hotelplan mit zwei Ausflügen, dem Transfer und
Übernachtung im Swissotel. Meine Abreise wird am 10. März sein und ich habe bis
dahin noch ein dichtgedrängtes Programm und eine A 4- Liste mit Dingen, die ich bis
dahin erledigen muss. Unter anderem werde ich in zwei Tagen mit Frantour an einen
Workshop nach Paris gehen. Anfang Februar werde ich einen zweitägigen Workshop
von Railtour in Interlaken besuchen. Dort werden wir im besten Hotel am Platz
übernachten, dem Victoria Jungfrau, ausserdem werden wir von Erich von Däniken über
die Fortschritte am Mystery Park informiert.  
 
28. Januar 2003  
Meine Erledigungsliste ist zwar immer noch ziemlich voll, doch ich kann von Tag zu Tag
mehr streichen. Der Workshop in Paris war, wie nicht anders erwartet super. Ich
kannte ein paar Leute schon vom letzten Jahr und lernte neue Kollegen kennen.  
 
Am Sonntag dannach waren wir mit der 3. Stufe an einem Skitag auf der Lenzerheide.
Traumhaftes Wetter und sehr guter Schnee ! Ich habe vor einer Woche die Fespo
besucht und habe jetzt das Hotel über Hotelplan gebucht. Über die Ausflüge und
einen späteren Check-Out bin ich noch am verhandeln. Ich hoffe es klappt alles nach
meinen Vorstellungen. Eben habe ich eine Karte für das Musical Deep bestellt. Ich
werde es am Abend nach meiner Rückkehr von Interlaken besuchen. Gestern konnte ich
den Superbowl zwar nicht live aber immerhin auf Video miterleben. Gewonnen haben die
Tampa Bay Buccaners 48 : 21 gegen die Oakland Raiders.  
 
Heute werde ich weitere Gegenstände aus meiner Wohnung in den Keller verfrachten.
Am Donnerstag und schlussendlich am Samstag werde ich wahrscheinlich das letzte Mal
in dieser Saison die Skier rausnehmen. Auf der Alt-Regensberg-Homepage hinterlasse
ich noch meine letzten Spuren; ich habe die 3-Lampen-Geschichte niedergeschrieben
und werde noch diverse AR-Lieder raufladen. Ausserdem kommt wahrscheinlich die
Chronik auch aufs Netz. Doch das wird relativ mühsam. Am 8. Februar gibt es
wahrscheinlich noch einen Korps-Ausflug für die Korpsleiter und AL's zu einem
Schlitteltag nach Bergün und am 18. Februar besuche ich am Abend einen weiteren
Kuoni-Workshop mit dem Thema Australien/Neuseeland/Südsee !  
 
24. Februar  
So, heute in zwei Wochen befinde ich mich, wenn alles normal läuft in der Luft in einer
Boeing 747 der Quantas zwischen London und Singapur. Der Railtour-Workshop in
Interlaken und das anschliessende Deep Musical waren genial. Am Schlitteltag war
zwar nicht so perfektes Wetter, doch Spass machte es uns trotzdem. Im Moment bin
ich am arbeiten, aber wir haben wieder einmal ein Problem mit unseren
Schaltergeräten, desshalb habe ich im Moment ein bisschen Zeit. Die Reiseunterlagen
sind jetzt vollständig und die Reiseutensilien sind auch schon alle gekauft. Ein wenig
Sorge macht mir die Limite von 20 Kg beim Flug, aber es wird schon schiefgehen. Die
AR - Homepage habe ich nachhaltig verändert; die Zusammenfassung unserer Chronik,
die paar Lieder und auch die Geschichte um den Namen "Alt-Regensberg" sind jetzt
online.  
 
Am Kuoni-Workshop hat mir ein SBB-Kollege etwas von einer Ermässigungskarte des
Neuseeland-Tourismus erzählt und ich habe mich am dortigen Infostand darüber
informiert und diese Karte nun bestellt. Da es aber zu knapp vor meinem Abflug ist,
muss die Karte und die Unterlagen wohl direkt nach Australien gesandt werden. Mit
riesigen Schritten nähert sich nun der Abflugstag. Ich muss nur noch einige
Kleinigkeiten erledigen, dann bin ich definitiv reisefertig. Zum Glück habe ich vieles
schon sehr früh erledigen können, so dass ich es gemütlicher angehen kann.  
 
 
Stop-Over in Singapur
 
11. März  
Der Flug von Zürich via London nach Singapur klappte 1A. Da ich as erste Mal diese
Route flog wusste ich nicht ob es normal war, dass wir zuerst von London Richtung
Russland / Scharzes Meer / Kaspisches Meer flogen oder wir wegen dem nahenden
Irakkrieg nicht über den Nahen Osten flogen. Trotz allem war es ein normaler
ereignisloser Flug. Ich konnte mir im Bordsystem in Englisch den verständlichen Film "The
Emperors Club" mit Kevin Kline ansehen und Eminems-Film "8-Mile" bei dem ich fast
kein Wort verstand. Am Flughafen von Singapur erwartete mich schon mein Transfer
zum Hotel.
 
Im Swissotel Merchant Court angekommen erhielt ich auch sofort mein
Zimmer im 10. Stock mit einem grossartigen Blick auf die Skyline des Bankenviertels
von Singapur.
 
 
Ich war froh, dass ich sofort mein Zimmer erhielt, denn ich war totmüde vom langen Flug. Wie normal
konnte ich im Flugzeug nicht richtig schlafen und dank der Zeitverschiebung war die
Ortszeit hier ca. 10.00 Uhr, für meinen Körper war es jedoch 03.00 Uhr morgens.
So ging ich zuerst unter die Dusche bevor ich mich bis 16.00 Uhr hinlegte. Die
Aussentemperatur war um diese Zeit noch angenehm warm. Nach diesen 6 Stunden
Schlaf war ich relativ ausgeruht und machte mich bereit mir ein wenig die Gegend
anzusehen. Als ich die Balkontüre öffnete fiel ich fast wieder ins Zimmer zurück.
Inzwischen hatte es offensichtlich geregnet, aber was schlimmer war; es lag eine
drückend heisse Schwülle über der Stadt. Es war ca. 31 Grad aber wenigstens wieder
trocken. Zur Sicherheit nahm ich mir den Schirm mit, den ich im Zimmer gefunden
hatte und ging auf einen kleinen Rundgang. Im Gegensatz zu früheren Besuchen in
anderen Städten fiel mir hier sofort auf, dass ich kein Problem haben werde ein
Restaurant fürs Nachtessen zu finden. Dass ich im Gegenteil eher die Qual der Wahl
haben werde. Die Luft war so feucht, dass sogar die Linse meines Fotoapparates
beschlug. Nach dem ersten Blick musste ich zugeben, dass diese Stadt sauberer als
die meisten Städte in der Schweiz ist. Die Ausgehviertel Boatquay und Clarke Quay,
die wie mein Hotel am Singapur River liegen sind sehr nah. An diesem ersten Tag
wanderte ich bis zur Mündung des Flusses, wo das neue Theaterhaus "Esplanade" und
auf der anderen Seite der "Merlion" das Wahrzeichen von Singapur steht.
 
Am Abend ging ich zum Clarke Quay und ass eine der Spezialitäten "Chilly Crab". Es
war ziemlich umständlich zum Essen, da die ganze Krabbe auf dem Teller in einer
feinen Chillysauce serviert wurde.  
 
12. März  
Nach einem wirklich guten fast europäisch anmutenden Frühstück im Swissotel, das
scheinbar jetzt zur Raffels International Group, einer Singapurer Firma gehärt, wurde
ich von Tour East abgeholt. Der Bus brachte uns zuerst nach Suntec City, wo alle
Touren abfahren. Im Gegensatz zu den folgenden Fahrten durfte ich jedoch sitzen
bleiben. Dann ging es los zur ersten Tour, der Stadtrundfahrt. Zuerst fuhren wir
nach China Town zu einem eindrücklichen Chinesischen Tempel. Weiter ging es auf den
Mt Faber, wo wir die Aussicht auf die Skyline von Singapur und auf Sentosa Island
bewundern konnten. Nächstes Ziel war eine Fabrik die Edelsteine verarbeitete.
 
 
Dann konnten wir im Botanischen Garten die Nationalblume von Singapur, die Orchidee
bewundern und zwar in diversen Ausführungen. Am Schluss ging es in die lebhaften
Strassen und Gaesschen von Little India.  
 
Ein paar Fakten, die uns der Tour Guide mitgeteilt hatte:  
Singapur hat mehr als 3 Millionen Einwohner und hat 53 verschiedene Inseln auf
insgesamt 647 km2 Fl�che. 77 % der Einwohner sind Chinesen, 14 % Malaien und 7 %
Inder. 87 % der Einwohner wohnen ihn grossen Wohnblocks und 97 % der Lebensmittel
müssen eingeführt werden, so auch andere Rohstoffe wie zum Beispiel Treibstoff. Die
meisten jungen Leute gehen nach der Schule zur Universität, wobei die Mädchen
früher gehen, da die Männer mit 18 Jahren eine 2-jährige obligatorische Militärzeit
absolvieren müssen. Zurück im Hotel machte sich Hunger bemerkbar und so machte ich mich auf zum
Boatquay. Hier fand ich in einem kleinen Restaurant direkt am Ufer des Singapur
Rivers vorzügliche Satay-Spiesschen mit einer Nusssauce, einer weiteren lokalen
Spezialität. Da ich schon bemerkt hatte, dass es hier offensichtlich immer am frühen
Nachmittag regnete, machte ich mich auf den Weg zum Hotel um mir ein kleines
Nickerchen zu gönen. Im Hotelzimmer angekommen erhielt ich einen Telefonanruf des
verantwortlichen Tour East Manager, der mich fragte, wie es mir gefalle und was ich
am nächsten Tag vorhabe. Ich erzählte ihm von meinem Plan die Insel Sentosa zu
besuchen. Als er das hörte, erklärte er mir dass es eine geführte Tour gebe am
nächsten Tag und er mich direkt am Telefon buchen könne. Aus reiner Bequemlichkeit
sagte ich zu und machte mit ihm ein Treffen für nächsten Morgen ab.
 
 
Am Abend wurde ich wiederum abgeholt und nach einer ca. 45 minütigen Fahrt wurden
wir zum Night Safari-Park gebracht. Zuerst durften wir mit einem Tram und
Livekommentar durch den dunklen Park fahren. Ab und zu hatte es zwar Licht, aber
man konnte die nachtaktiven Tiere gut beobachten. Dannach gingen wir fast die gleiche
Strecke zu Fuss mit unserem Guide nocheinmal. Hier war man viel näher an den Tieren
als im Tram. In einem begehbaren Käfig konnten wir die fruchtfressenden Fledermäuse
beobachten und als wir zum Tiegerkäfig kamen begann gerade die Fütterung der drei
eindrücklichen Tiger.  
 
13. März  
Am Morgen traf ich den Tour Est-Verantwortlichen und erhielt den Voucher für den
Ausflug am späten Nachmittag. Dannach ging ich zu Fuss Richtung Suntec City. Am
Parlamentsgebäude und am berühmten Raffles-Hotel vorbei erreichte ich dieses
Viertel. Dort stand der weltgrösste Brunnen. Im Carrefour-Laden kaufte ich etwas zu
trinken, bevor ich mich auf den Rückweg machte. Wieder wurde ich von einem Shuttle
abgeholt und durfte beim Touristen-HUB in Suntec City umsteigen. Der Bus brachte
uns zum World Trade Center, wo wir mit einem Lift ein Hochhaus erklimpten. Dort war
die Mittelstation der Gondelbahn vom Mt Faber nach Sentosa. Die Gondelbahn war,
wie konnte es anders sein, von der Schweizer Firma CWA Olten. In 80 Meter Höhe
brachte sie uns zur Insel, wo wir einen anderen Shuttlebus bestiegen. Der Bus
brachte uns zur Unterwater World. Dort konnte man auf einem Laufband durch einen
Aquarium-Tunnel fahren. Mit einer Monorail-Bahn ging es wieder zurück zur Gondelbahnstation. Direkt dahinter war das Waxmuseum "Images of Singapore", das die Geschichte, die Bräuche und vor allem die Zeit im 2. Weltkrieg gut zeigte.
Zu Fuss ging es über eine Treppe zum einem ca. 20-30 Meter hohen Aussichtsturm der aussah wie der Merlion. Zum Abschluss gab es bei einem riesigen Brunnen eine zwanzigminütige Show mit allerlei Wasser, Licht, Laser und Multimediaeffekten.  
 
14. März  
Mein letzter Tag in Singapur. Nachdem ich gefrüstückt habe ging ich auf mein Zimmer
packte die letzten Sachen zusammen und checkte an der Reception aus.Mein Gepäck
konnte ich dort einstellen. Ich nahm einen gratis Shuttlebus zu einem Duty-Free Shop
in der Orchard Road. Dort nahm ich den MRT, den hiesigen Zug nach Kranij. Für das
Retourticket zahlte ich ca. Fr. 3.-- und das für eine 40 minütige Fahrt. In Kranji lief
ich dem Turf Club entlang und traf nach kurzer Zeit auf mein Ziel. Das Kranji War
Memorial. Hier war ein kleiner Kriegsfriedhof mit Gefallenen Soldaten aus dem 2.
Weltkrieg. An den Wänden standen 24'000 Namen von Opfern.Und nicht nur Männer,
dort lagen auch mindestens zwei Krankenschwestern im Alter von 22 und 23. Es
bedrückte mich als ich bemerkte, dass die meisten die hier lagen jünger waren als ich.
Zurück in der Orchard Road lief ich dieser Strasse entlang. Dies war eindeutig die
Bahnhofstrasse Singapurs; diverse Department-Stores und alle grossen Marken waren
hier vertreten: Rado, Cartier, usw. Hier steht auch das markante Gebäude des
Marriot Hotels. Am Abend wurde ich am Hotel abgeholt und zum Flughafen gefahren,
wo ich kein Problem mit dem Check-In hatte. Im Flugzeug, dass übrigens von
Frankfurt her kam, wimmelte es von Schweizern und mit einem letzten Blick auf
Singapur hoben wir ab.  
 
Ankunft in Australia
 
15. März  
Während dem Flug von Singapur nach Sidney konnte ich mir Harry Potter 2 und den
neuen James Bond auf Deutsch ansehen. In Sidney mussten wir noch eine halbe Stunde
warten bis wir austeigen durften, da es irgendwelche technischen Probleme mit dem
Gate oder unserer Türe gab. Da ich auf einen Inlandflug umsteigen musste, musste ich
zuerst durch den Zoll und mein Gepäck holen. Doch da im Flugzeug die Prozedur erklärt
wurde, war es für mich kein Problem. Am Zoll erhielt ich stolz den Stempel der
Immigration Australien. Nach einer fast unerträglich langen Wartezeit konnte ich
endlich das Flugzeug nach Perth besteigen und knapp 4 Stunden später landete ich
dort bei bestem Wetter.  Der Transfer erwartete mich auch schon und brachte mich
auf direktem Weg nach North Fremantle, wo ich von der Homestay-Family begrüsst
wurde. Ebenfalls anwesend war zu meiner Überraschung eine andere Schweizer
Studentin, Janine aus Winterthur-Seuzach. Die dritte Studentin, Sora eine Koreanerin
war abwesend. Nachdem die herzliche Begrüssung stattfand und sie mir mein Zimmer
gezeigt hatten, ging ich erst einmal schlafen, um mich von der langen Anreise zu erholen.  
 
16. März  
Wieder ein Tag mit wundervollem Wetter. Fran und Tony Cox machten mit uns eine
kleine Rundfahrt mit dem Auto durch die Gegend. Sie zeigten mir den Bahnhof und von
dort den Weg zu meiner Schule. Da ich Ihnen am Vortag erzählt hatte, dass Martina
in Subiaco wohnt und in einer Schweizer Bäckerei arbeitet, fuhren sie auch noch
schnell dorthin und wir fanden die Bäckerei auch sofort und auch das Haus fanden wir.
Am Nachmittag ging ich mit Janine noch kurz zum North Fremantle Beach.  
 
17. März, Montag  
Einschulungstag  
Ohne grosse Probleme fand ich an diesem Morgen alleine den Weg zur Schule. Um
08.45 Uhr mussten wir Neuanfänger dort antreten. In einem Klassenraum wurde uns
erste Informationen abgegeben und dannach gab es einen Einstufungstest. Er war
ziemlich gleich aufgebaut, wie der Test den ich in der Schweiz schreiben musste. Von
den ca. 15 Studenten waren 5 Schweizer, wie wir aber am nächsten Tag feststellen
mussten, waren die meisten Asiaten und auch ein paar Schweizer schon Monate vorher
angekommen und wechselten einfach von General English in den Prüfungskurs.  
Am Mittag begaben wir uns auf eine kleine Rundfahrt. Zuerst brachte man uns an den
Scarborough Beach, wo wir individuell Mittagessen konnten, dannach ging es weiter zu
einem kleinen Park mit schwarzen Schwänen.
 
 
Perth: Perth Downtown vom Kings Park aus
Nachdem wir auch noch den Kingspark mit einer grossartigen Sicht auf Downtown Perth
gesehen hatten wurden wir wieder nach Claremont gebracht. Wo wir an der
Hauptstrasse die Banken, die Post und die Geschäfte ansehen konnten. Wir konnten uns
für den Zug und Bus auch schon die Multirider-Tickets kaufen.  
Perth: Fremantle
Am Abend traf ich mich mit Matthias (aus Rüti ZH) und Graziano (aus Dietgen BL) in
Freo (Fremantle) und wir gingen auf einen Drink oder zwei ins Newport Hotel. Es war viel los, da heute auch der irische Feiertag, der St.Patrick-Day war.
 

Studi - Zeit

 

18. März  
Erster Schultag nach gut 9 Jahren. In meiner Klasse war ich an diesem Tag der einzige Europäer. Zusammen mit vier Koreanern, vier Japaner und 1 Taiwanesin wartete ich im Schulzimmer auf unseren Lehrer. Für die ersten zwei Tage haben wir einen Irländer namens Niall Tallon und für die anderen zwei Tage den Australier Wayne.  
Am Abend ging ich zusammen mit Janine in den berüchtigten Hippieclub in Leederville. Hier traf ich Martina. Dieser Club hat jeden Dienstagabend Backpackernight und so sah es auch aus; die Hälfte der Besucher schienen aus der Schweiz zu kommen und die andere Hälfte aus Asien.  
 
19. März  
Es ist doch noch ein anderer Schweizer in unserer Klasse aufgetaucht und zwar Patrick (Ricky) Russo. In der anderen First-Klasse sind auch nur zwei Schweizer : Matthias Wohlgemuth aus Rüti und Samuel Yerli aus der Westschweiz. Dafür wimmelt es in der kleinen Advanced-Klasse von Schweizern, dort befinden sich 4 Schweizer, eine Ungarin und ein Japaner.  
Da ich in der letzten Nacht erst um 2.00 Uhr morgens mit Janine im Taxi heimgekommen bin und somit nur etwa 5 Stunden Schlaf abkriegte, blieb ich diesen Abend zuhause.  
 
20. März  
Am Abend traf ich mich in Claremont im Redrock Hotel mit anderen Studenten von ECU auf einen Drink.  
 
21. März, Freitag  
Perth: Edith Cowan University
Heute Abend machten wir unser erstes BBQ. Wir Neulinge trafen uns um 7.00 Uhr Abends bei der Schule und gingen von dort zu einem kleinen Platz am Swan River. Leider fehlte uns das Licht.
Aber mit Kerzen, Handy- und DigiCam-Displays konnten wir uns aushelfen und es wurde ein langer und amüsanter Abend.  
 
22. März  
Wieder traf ich mich mit Graziano und Mat diesmal in Perth City. Ich kaufte mir für AUS 199.- ein Nokia 3315 Mobile Phone mit Simkarte und 10.- Guthaben. Wir machten uns zu Fuss auf einen Ausflug durch die Stadt,
Perth: Swan Bells
zu den Swan Bells und in den Kingspark.  
Wir liefen den ganzen Tag, schätzungsweise ca. 15 - 20 km, währenddessen sich unter uns in der Stadt ca. 10'000 Demonstranten gegen den Krieg und für den Frieden stark machten. Am Abend stiess Monika zu uns und wir vier verbrachten den Abend in Freo.  
 
23. März  
Wir vier waren zuerst wieder in der City und gingen dann für ca. 3 Stunden an den Beach von North Fremantle.  
 
24. März  
Mit der Schule unternahmen wir heute für 10.- einen Ausflug zum Caversham Wildlife Park. Das ist eigentlich ein normaler 'Streichelzoo'. Er ist ziemlich klein; nur etwa 1/4 der Grösse des Zürcher Zoos, der übrigens nach dem Lonely Planet Reiseführer der grösste der Schweiz sein soll. Auch wurde im selben Reiseführer ein Foto des Hanfladens im Niederdorf gezeigt mit der Erklärung, dass man hier Hanfprodukte kaufen kann. Im Park angekommen wurden wir von einer Zooangestellten begrüsst und zuerst auf eine Führung geschickt. Wir konnten Koalas streicheln und Kängurus füttern. Wer wollte konnte auf einem Kamel reiten und zuletzt durften wir einen Wombat auf den Schoss nehmen.
Perth: Kanguru-Experience im Caversham Wildlife Park
 
Perth: Noch ein
 
Perth: Tasmanischer Teufel im Caversham Wildlife Park
Wir fanden auch heraus, dass der Tasmanische Teufel keine Erfindung von den Warner Brothers ist und tatsächlich existiert.  
Am Abend schaute ich mir die Aufzeichnung der 75th Academy Awards an. Grosser Gewinner war Chigago, während Gangs of New York leer ausging. Die Überraschung war dass Eminem fur Musik und als bester Dokumentarfilm 'Bowling for Columbine' ausgezeichnet wurde. Michael Moore konnte es natürlich nicht lassen statt einer Dankesrede ein politisches Statement rauszulassen:  
Wir leben in einer fiktiven Zeit, in der mit fiktiven Wahlergebnissen, fiktive Präsidenten gewählt werden und diese aus fiktiven Gründen einen Krieg beginnen können. Shame on you, Mr. Bush, Shame on you.  
 
25. März  
Zweiter Besuch im Hippieclub. Ich traf dort wiederum Martina, blieb diesmal aber nur bis zum letzten Zug um 23. 50 Uhr.  
 
27. März  
Und wieder den Donnerstagabend im Redrock Hotel verbracht.  
 
28. März, Freitag  
Lehrreicher Vormittag in der Schule. Zuerst sahen wir zusammen mit der anderen First-Klasse ein Video der National Geographic an. Das Video war aus der Gegend des Kakadu N.P. und handelte über die Aborigines in dieser Gegend, ihre Bräuche und Mythen. Nach der ersten Pause hörten wir einen Vortrag einer Aborigines Frau. Sie erzählte etwas über Ihre eigene Geschichte. Sie gehörte zur sogenannten "Stollen Generation", dass heisst sie wurde mit etwa 4 Jahren der leiblichen Mutter entzogen und zu einer weissen Pflegefamilie gegeben. Sie hatte im Gegensatz zu anderen Aboriginals Glück und wurde sehr gut behandelt. Sie zeigte uns auch einige Artefakte und Alltagsgegenstände der Aboriginals. So erfuhren wir, dass es nur den Männern erlaubt ist das Digeridoo zu spielen. Sie klärte uns auch über die Bräuche auf, zum Beispiel das Stammesgesetz. Sie zeigte uns einen Stock mit dem man geschlagen werden konnte bis das der Knochen brach. Oder einen Speer. Wenn ein Mann gegen gewisse Gesetze verstiess wurden ihm sieben von diesen Sperren ins Bein gerammt und abgebrochen. Der Mann durfte sie erst entfernen nachdem der Älteste es ihm erlaubte.  
Wie jeden Freitagabend gab es auch heute wieder ein BBQ mit einer grossen Beteiligung. Ich kaufte mir zum ersten Mal Kängurufilets. Wir gingen wie letztes Mal auf den letzten Zug nach Hause.  
 
29. März  
Heute war ich mit Graziano und Mat in Fremantle und haben ein Mietauto für die vier Tage über Ostern reserviert.
Perth: Fremantle
Dannach sahen wir uns wiederum zu Fuss das Städtchen Fremantle an.
Perth: Fremantle
Gewisse Teile sehen noch aus wie vor 100 Jahren und wenn man sich die Autos und Neonreklamen wegdenkt, fühlt man sich in die Zeit von Moby Dick oder in die Kulisse von Eliot das Schmunzelmonster zurückversetzt.  
Am Abend traf ich mich mit Graziano und Moni in Northbridge, wir besuchten das Post Office. Da es nachher aber zu regnen anfing gingen wir früher als erwartet nach Hause. Und was war das für ein Regen und Gewitter. Dank dieser einen Nacht wurde der März 2003 zum regenreichsten März seit 1971 und 70'000 Haushalte waren über Nacht ohne Strom. Moni erzählte uns am Montag, dass sie auf dem Heimweg fast von einem Blitz getroffen wurde. Er sei nur etwa 10 Meter von ihr in eine Hauswand eingeschlagen.  
 
30. März  
Heute blieb ich zuhause. Ich machte meine Wäsche und Hausaufgaben und relaxte ein bisschen. Am Abend habe ich mir im Fernsehen Mission Impossible 2 angesehen.  
 
31. März  
Heute war ich in der Stadt zum shoppen, da ich mit James Joyce' Ulysses nicht weiterkam habe ich mir in einem Secondhand-Shop 'Harry Potter and the Goblet of fire' gekauft.  
 
3. April  
Traditonell den Abend im Redrock Hotel verbracht.  
 
4. April  
Heute waren weniger Leute am BBQ. Ich hatte wieder Kängurufleisch gekauft. Es windete ein bisschen und war kühler, ausserdem funktionierte nur einer der Grille. Auch unsere vereinten Bemühungen konnten da keine Abhilfe schaffen.Dafür konnten wir gegen Ende diverse Blitze beobachten. Bei dieser Gelegenheit erfuhren wir auch, dass die Aussies Kängurufleisch eigentlich nur als Hundefutter benutzen. Ich fand jedoch, das Fleisch trotzdem ganz vorzüglich. 
 
5. April  
Ich bin heute spät aufgestanden und nach Subiaco gefahren.
Perth: Subiaco Bell Tower
Dort habe ich mir in Martinas Bäckerei einen Zopf gekauft und bin zum Cottesloe Beach gefahren. Dem für mich schönsten Strand von Perth.
Perth: Cottesloe Beach
 
Dort sass auch schon Moni. Während sie schon früher nach Hause ging um sich umzuziehen, wartete ich auf den Sonnenuntergang. Auf dem Weg zur Station sah ich diese farbigen Papageien in den Bäumen sitzen, es waren sicher ca. 50 Stück im Umkreis von 20 Metern. An der Station Mosman Park erwartete mich schon Graziano und Monika und eine Viertelstunde später stiessen Mat und Tom zu uns. Nach einem kurzen Spaziergang kamen wir am Camelot Cinema an und schauten uns unter dem Sternenhimmel den Film Chicago an.  
 
6./ 7. April Sonntag / Montag  
Um 9.00 trafen wir uns zu neunt am Bahnhof von Fremantle und gingen zum Hafen. Hier erwartete uns Andrew unser Skipper mit seiner Segelyacht 'Sea Level'. Auf den ersten Blick war das Schiff ziemlich klein, nur etwa 10 Meter lang. Als endlich alles Gepäck verstaut war und auch der letzte an Bord geklettert war ging es los. Gemächlich fuhren wir Richtung Rottnest Island. Nach kurzer Zeit durfte ich das Haupsegel aufziehen. Auf der Fahrt begleitete uns für einen sehr kurzen Augenblick ein Delphin. Andrew steuerte uns gekonnt an den Klippen von Rottnest vorbei in eine kleine Bucht. Dort machten wir uns zu unserem Lunch Sandwiches und wenig später gingen wir an Land, bzw. ins Wasser. Wir verlebten die nächsten Stunden mit Fischen, schnorcheln, schwimmen oder einfach mit Sonnenbaden.  
 
 
 
Am späten Nachmittag fuhren wir eine Bucht weiter in die Gordie Bay, wo wir unser Nachessen kaufen konnten. Neben dem Holzpier tauchten zwei riesige Mantas auf. Auf der BBQ-Station machten wir unser Essen. Eine Mischung aus Fleisch, Nudeln und verschiedenen Gemüsen. Begleitet wurden wir von diversen Quakkas. Das ist eine Mischung zwischen einer Ratte und einem Känguru, die nur hier auf dieser Insel leben und nach denen die ersten Entdecker die Insel benannt hatten.
Perth: Quokka, die
Diese Viecher sind ziemlich zutraulich und auch ziemlich frech; wir liessen nur kurz unsere Kühltruhe offen und als ich einmal reinschaute sass doch tatsächlich eins dieser Viecher darin und frass einen von unseren Aepfel auf. Nach dem gemütlichen Essen und anschliessendem Zusammensitzen ging es wieder auf das Schiff.
Perth: Rottnest Island bei Sonnenuntergang
Wir mussten zu den Bojen fahren, da wir nicht am Schiffsteg übernachten durften. Vier von den Leuten, inkl. Skipper mussten (oder durften) auf dem Deck schlafen. (Wäre sicher ein besonderes Erlebniss geworden), die anderen sechs hatten in den Betten in der Kabine Platz. Am nächsten Morgen wachten wir auf und machten Frühstück bevor wir wieder in eine andere Bucht fuhren, wo wir den Tag verbrachten.
Perth: Rottnest Island
Um ca. 15.00 Uhr brachen wir auf um den Rückweg anzutreten. Tom und Judith kochten uns auf dem Schiff vorzügliche Spaghetti, obwohl es einigen lieber gewesen waere sie hätten nichts gegessen, denn es windete ziemlich stark und wir hatten eine ziemlich ungemütliche Rückfahrt. Highlight für mich war, dass wir ein ausfahrendes U-Boot kreuzten. Im grossen und ganzen muss ich sagen, haben sich diese AUS 120.- für mich gelohnt.  
 
10. April, Mittwoch  
Wieder im Redrock Hotel  
 
11. April  
Da es fast so regnete wie vor zwei Wochen, haben wir uns entschieden kein BBQ zu machen. Beni und Jasmin hatten ihren letzten Schultag. So gingen wir nach Northbridge zum Nachtessen. Eigentlich wollten wir Italienisch essen, da wir allerdings natürlich nicht reserviert hatten, hatte es kein Platz im Restaurant, so entschieden wir uns ins indische Restaurant 'Little India' nebenan zu gehen. Es war auf jedenfall keine schlechte Wahl. Anschliessend besuchten wir das Lokal Brass Monkey.  
 
12. April  
Wir trafen uns um 15.00 Uhr am Bahnhof von Claremont und machten uns von dort in Richtung Norden auf. Nachdem wir endlich um ca 17.00 Uhr in Mirabooka an der Eisbahn ankamen mussten wir feststellen, dass wir erst ab halb acht rein konnten. Ein Aussie sagte uns, dass nur in 5 Minuten entfernung ein Kino sein sollte und so machten wir uns auf. Nachdem wir etwa 15 Minuten in die richtige Richtung (gemäss einer selbstgezeichneten Karte) gelaufen waren fragten wir einen anderen Mann und der sagte uns dass man ca. 1 Stunde brauche. Meiner Meinung nach wussten beide nicht wie weit das es wirklich ist zu Fuss. So gingen wir zurück, assen etwas zu Nacht und warteten auf die richtige Zeit. So gingen wir schlittschuhlaufen.
 
 
Mit dabei waren vier Asiatinen, die das erste Mal auf Schlittschuhen standen. Ich kann es ja auch nicht besonders gut. Aber zu meiner Erleichterung konnten es die meisten Aussies auch nicht besser. Nachdem wir zuruck in Perth waren tranken wir zuerst im Dome etwas und gingen dannach ins Post Office, bevor wir den letzten Zug nahmen.  
 
13. April  
Da ich das 20. Jubiläum des Gurtenfestivals verpasse und dieses Jahr auch nicht im Sittertobel sein kann, ging ich zur 10. Ausgabe von 'In the Pines'. Das ist ein kleines Openair, dass hier jedes Jahr von einer lokalen Radiostation mit lokalen Bands durchgeführt wird. Die meisten Bands spielen hier zum ersten Mal vor grösserem Publikum und spielen sonst nur in Clubs oder so. Den Namen hat dieses Konzert von den Bäumen die den kleinen aber pitoresken Platz umrahmen. Es hat auf dem Gelände der University of W.A im Somerville Auditorium stattgefunden und ich hörte von 12.00 Mittags bis 21.00 Abend 17 verschiedene Bands.  
 
14. April  
Heute habe ich mir in Perth einen Schlafsack für 67.- gekauft. Am Abend ging ich mit Monika ins Kino und sah mir den Film 'Johnny English' mit Rowan Atkinson an. Es war ein James Bond-Satire und ziemlich komisch obwohl die meisten Gags und die Story vorhersehbar waren.  Und da es sich um wirkliches 'english'-Englisch handelte verstand ich die Sprache sehr gut.
 
17. April  
Letzter Schultag vor dem Osterweekend. Zum Mittagessen organisierte die Schule ein BBQ oder besser gesagt Würste, Brot und Saucen zum Hotdogs machen. Anschliessend durften wir Schokoeier suchen. Nachher in der Klasse kamen die zwei Sekretärinnen vorbei mit Hasenohren und brachten jedem Schüler ein Schokoei vorbei. Ich verliess mit Graziano die Schule ein wenig früher, da wir den Mietwagen abholen mussten. Da ich der einzige über 25 war musste ich ihn abholen. Jedoch gab es ein kleines Problem, für die Versicherung war nur ich angemeldet, Graziano war zu jung zum fahren und die anderen zwei hätten noch vorbeikommen müssen um die Fahrausweise zu zeigen. Aber wir hatten ja nicht vor einen Unfall zu bauen.  
 
Karfreitag, 18. April  
Bevor wir losfuhren sagten uns alle, dass wir über Ostern ohne Vorausbuchung sicher keinen Schlafplatz finden werden und irgendwo draussen schlafen müssten. Desshalb habe ich mir auch den Schlafsack gekauft. Da wir aber frei wählen wollten, wo wir durchfahren, entschieden wir uns ohne eigentliches Ziel und ohne Buchung loszufahren. Zuerst führte unser Weg direkt nach Süden der Küste entlang. Wir versuchten unser Glück um Delphine zu sehen erst in Rockingham und dannach in Bunbury. Aber keine Delphine in Sicht. So fuhren wir weiter nach Margret River einer bekannten Weinregion hier im Südwesten von Australien. Dort sahen wir uns ein Höhle, die Mammoth Cave an und suchten uns dannach in Margret River eine Unterkunft. Das erste Backpackerhotel war ausgebucht, in der Jugendherberge fanden wir jedoch ein Zimmer mit 4 Betten für uns.  
 
19. April  
Unser erstes Ziel an diesem Samstag war Augusta und das Cape Leeuwin, der südwestlichste Punkt Australiens.
Western Australia: Der su�dwestlichste Punkt Australiens
Hier treffen der Indische und der südliche Ozean aufeinander. Dannach fuhren wir durch die Wälder weiter nach Pemberton, wo ein 61 Meter hoher Baum steht, der früher als Feuerausguck benutzt wurde. Auf Metallstäben konnte man ihn erklimmen. Mat und Moni wagten den Aufstieg. Dannach ging es weiter nach Walepole zum Valley of the Giant und zum Tree Top Walk.
Western Australia: Valley of the Giant (Gigantische B�ume)
 
Western Australia: Tree Top Walk
Hier standen auch gigantische Bäume und man konnte auf einer Metallbrücke sicher 40 Meter über dem Boden in den Wipfeln dieser Bäume herumwandern. Von dort ging es zu einer der ältesten Städte von Australien nach Albany, wo wir auch im zweiten in der Jugendherberge ein Zimmer für uns fanden. Diesmal zahlten wir sogar weniger und erhielten erst noch das Frühstück dazu.  
 
20. April  
Am dritten Tag erkundeten wir zuerst Albany und die Umgebung.
Western Australia: Natural Bridge bei Albany
Hier gab es eine gigantische Steinbrücke, die Natural Bridge zu bewundern, Dannach brachen wir zu einer langen Fahrt auf.
Western Australia: Windm�hle in der N�he von Albany
Durch die Berge, die Sterling Range, an einer Windmühle vorbei, ereichten wir die Grenzen des Outback, hier konnte man über 120 km fahren ohne einer Tankstelle zu begegnen. Mitten im Nirgendwo in Lake Grace nahmen wir unser Mittagessen in einer Tankstelle ein.
 
Western Australia: Waverock
 
In Hyden besuchten wir den Wave Rock, eine 15 Meter hohe Steinformation und dannach fuhren wir weitere 360 km bis nach Kalgoorlie, zu den Goldfeldern, wo wir wieder in der Jugendherberge ein Zimmer fanden.
Western Australia: Outback Road
An diesem Abend machten wir uns auf um ein Nachtessen einzunehmen. Im ersten Restaurant sagte uns die Kellnerin, dass wir 45 Minuten auf unser Essen warten müssten, so entschieden wir uns weiterzusuchen, ach wären wir doch Geblieben. Denn im Restaurant 'De Bernales' warteten wir nach der Bestellung 1 1/2 Stunden bis die Kellnerin zu uns kam und mitteilte, dass eines der Essen nicht erhältlich wäre, das heisst der einzige Koch dieses Restaurant hatte noch gar nicht angefangen zu kochen. Unser Essen fanden wir schlussendlich im Subway.  
 
21. April  
 
Western Australia: Kalgoorlie
Nachdem wir die Hannan Street, die Hauptstrasse von Kalgoorlie angeschaut hatten, fuhren wir zu einer alten Goldmine und machten eine Führung. Es war für mich fast dasselbe wie in Johannesburg. Zuerst ging es in einen Schacht runter etwa. 36 Meter und dannach konnten wir zusehen wie ein Goldbarren gemacht wurde. Wir fuhren zu einem Aussichtpunkt, von wo wir eine noch arbeitende Mine sehen konnten. Dort fuhren auch die riesigen Trucks, neben dem ein normales Auto wie ein Spielzeug aussah. Schlussendlich fuhren wir die 590 km nach Perth zurück. Leider fuhr Graziano ein bisschen zu schnell, desshalb wurden wir von einem Polizisten angehalten und uns wurde eine Busse aufgebrummt. Statt den erlaubten 110 km fuhren wir ganze 142 km schnell, die Busse betrug AUS 250.- und das erste was der Polizist fragte war:  
'Haben Sie einen Grund so schnell zu fahren ?' 
Wir hatten Glück, dass er uns nicht am Vortag begegnete, denn da fuhren wir bis zu 160 km schnell, nach der Kontrolle behielten wir aber immer die richtige Geschwindigkeit bei. Als wir die schönen Lichter von Perth sahen, liessen wir uns es nicht nehmen und fuhren noch zum Kings Park, wo wir geniale 'Perth by Night'-Fotos machten:
 
Perth: Perth by night
 
Perth: Kings Park by night
 
22. April  
Ich brachte am Morgen das Mietauto zuruck. Auf dem Tacho standen 2334 Kilometer.  
 
23./24. April  
An diesen zwei Tagen machten wir sogenannte Mock-Tests. Das heisst wir machten alte First-Prüfungen in der normalen Zeit unter fast normalen Bedingungen. Ausser dem Speaking-Test machten wir alle.  
Ergebnisse:  
Listening = 90 % = A  
Use of English = 56 % = D  
Reading = 77 % = B  
Writing = ca. 65 - 70 % = C  
Das heisst, wenn der Speaking-Test nicht total in die Hosen geht, hätte ich schon jetzt bestanden. Am ersten Tag gingen wir am Nachmittag zusammen ins Kino und sahen den total schlechten Film 'Punch-Drunk Love'. Am Donnerstagabend war ich zusammen mit Tobi, Sam und zwei Asiatinen im Redrock Hotel. Tobi hatte heute  
seinen letzten Schultag.  
 
25. April, ANZAC-Day  
Heute war schon wieder schulfrei. Die Aussies feierten ihre Helden und gedachten den Toten in den vielen Kriegen, an dennen sie teilgenommen hatten. Ich vermute, dass Australien eine richtige Söldnernation ist. So machten sie am 1. und am 2. Weltkrieg mit, am Korea, Malaysa, Vietnam und Borneo und nicht zu vergessen  
Golfkrieg 1 und 2. Der ANZAC-Day geht auf den 25. April 1915 zurück als die Aussies bei einer blutigen Attacke in Gallipolli viele Soldaten verloren. ANZAC bedeutet Australian-NewZealand Army Corps. Ich besuchte die Parade in Perth. Zuerst liefen Verbände mit aktiven Soldaten der drei Waffengattungen vorbei (Army, Navy, Airforce) und dannach kamen die verschieden Veteranen oder Angehörige mit Medallien der vielen Kriege vorbei. Wie ich gelesen habe, ist jedoch im letzten Jahr der allerletzte Überlebende der  
Gallipolli-Attacke gestorben. Die Parade führte an einer kleinen Bühne vorbei wo der Gouverneur von WA, Lieutenant General John Sanderson AC den Gruss erwiederte. Wenn ich sicher erkannte auf dieser Bühne war zudem der Premierminister von WA Geoff Gallop.  
Ausserdem bin ich ziemlich sicher, dass sich die Ehefrau des britischen Premierminister Cherie Blair dort befand. Ich stand nur etwa 5 Meter von ihr entfernt und sie war von mind. 4 Bodyguards umringt. Nach der Parade ging ich ins Kino und sah mir Ripley's Game an.  
Da in Fremantle ein 76'000-Tonnen grosses Kreuzfahrtschiff, die Superstar Virgo angekommen war, fuhr ich noch schnell dorthin. Dieses Schiff operiert normalerweise von Singapur aus und wegen der SARS-Grippe kann sie nicht mehr von dort aus ausfahren, desshalb wird sie mindestens die nächsten 2 Monate von Fremantle aus operieren. Ihr Schwesterschiff die Leo, normalerweise in HongKong stationiert macht dasselbe von Sidney aus. Am Abend brachte ich Martina und Tschill ein Couvert mit dem ersten vollen Chip meiner Kamera vorbei, damit er ihn mit in die Schweiz nehmen kann.  
 
27. April  
An diesem Sonntag besuchte ich das Western Derby, ein besonderer Footballmatch zwischen den zwei AFL Heimmannschaften, den West Coast Eagles und den Fremantle Dockers im, mit 42'800 Sitzen, ausverkauften Subiaco Oval. Das Spiel wird im Aussie-Slang Footy genannt und man spielt es mit Füssen und Händen. Das Spielfeld und der Ball sind beide Oval und das Tor besteht aus vier Stangen. Wenn man in die mittleren zwei trifft kriegt man 6 Punkte und in die Äusseren nur 1 Punkt. Interessant war zudem, dass die Zuschauer nicht getrennt wurden und wild durchmischt waren. So sass ich neben Fans der Dockers und hinter mir sassen Supporters der Eagles. Die Favoriten die West Coast Eagles gewannen mit 107 Punkten zu 73 Punkten. Nach dem Match wurde das Spielfeld geöffnet und ich wagte auch einen kurzen Gang darüber.  
Am Abend musste ich mich entscheiden ob ich Billy Elliot oder X-Men im TV ansehen sollte. Ich entschied mich für die X-Men, da am Mittwoch der zweite Teil in die Kinos kommt.  
 
28. April  
Heute besuchte ich das WA Maritime Museum in Freo und machte eine 1 - stündige Tour durch das Unterseeboot OWEN mit. Das U-Boot war vn 1969 - 1998 im Dienst der Royal Australian Navy und war ziemlich interessant. Dannach ging ich zur Schule und schrieb meinen Newsletter Nr. 4 um anschliessend nach Perth City zu fahren. Ich kaufte mir Michael Moore's Buch 'Stupid White Men' zu einem Aktionspreis, da ich Harry Potter noch am gleichen Abend fertig las. Es sind leider immer noch 8 Wochen bis zum erscheinen des fünften Buches.  
 
29. April  
USS Constellation arriving in Fremantle, Western Australia on 17 April 2001
Heute kam die US-Navy in Fremantle an. Dabei war die USS Cnstellation, einer der 12 aktiven Flugzeugträger und was ich gelesen habe zwei Aegis-Kreuzer. Sie sind auf dem Rückweg vom Golfkrieg nach Hause in die USA. Ich hoffe, dass ich die Zeit und einen guten Platz finde um ein paar gute Fotos zu machen. Habe heute im Internet gelesen, dass der Böegg gestern weniger als 6 Minuten brauchte und somit ein guter Sommer für die Schweiz verspricht.  Ich sage nur 'Who cares ?'  (es wurde dann tatsächlich einer der heissesten Sommer seit langem)
 
30. April  
Heute hatten wir eine Übung fuer den Speaking-Test. Eigentlich war angekündigt, dass es Videoaufnahmen gab und wir unsere eigenen Videokassetten kaufen konnten, was ein Teil von uns machte. Gross war dann die Enttäuschung auf unserer Seite, als uns mitgeteilt wurde, dass die Videokamera unauffindbar sei.  
Zu meinem Erstaunen stellte ich fest dass der Flugzeugträger im Hafen von Fremantle festgemacht hatte. Am Abend ging ich mit Tom und Graziano auf einen kurzen Besuch in den Hippieclub.  
 
1. Mai  
Ich stand heute früher auf und ging zum Fremantle Hafen für eine Fototour zum Flugzeugträger USS Constellation. Auf diesem Träger sind ganze 36 F/A 18 und weitere Fighter und andere Flugzeuge stationiert, also mehr als in der Schweizer Luftwaffe. Der Träger ist ein kleineres Model und 41 Jahre alt. Fremantle ist der letzte ausländische Hafen, den er besucht, bevor er in San Diego eingemottet wird.  
Heute gingen wir am Vormittag mit unserer Klasse und der CAE-Klasse zum Gericht(Law Court). Zuerst durften wir in das älteste öffentliche Gebäude von Perth sitzen, dass früher unter anderem als Gericht gedient hatte. Eine Führerin erzählte uns etwas über die Geschichte und den Ablauf der Führung. Dannach gingen wir in den echten Gerichtssaal mit den echten Fällen. Wir sahen einigen Vorverhandlungen zu und sahen somit wie die allerersten gerichtlichen Schritte ausgeführt wurden. Das heisst, den Deliquenten wurden ihre Taten vorgelesen und sie wurden gefragt ob sie sich schuldig oder unschuldig bekennen. Wenn sie sich unschuldig bekennen wurde der Termin für die Gerichtsverhandlung festgelegt und falls sie sich schuldig bekennen ein Urteil gefällt. (kam aber nur einmal vor und wir warteten nicht bis zum Urteilsspruch, der Verbrecher hatte innerhalb von ein paar Monaten vier verschiedene Autos gestohlen und diverse Raubüberfälle begannen, wahrscheinlich im Zusammenhang mit Drogendeliken). Nach diesem Erlebniss gingen wir zurück ins erste Gebäude, wo wir ein Rollenspiel machten. Wir kriegten verschiedene Rollen, Verkleidungen und ein 'Drehbuch' und spielten Wort für Wort ein Gerichtsfall von 1844 nach. Ich durfte den Kolonial-Doktor spielen und musste über meine Untersuchung des Mordopfers und der Mordwaffe berichten. Der Fall war echt und führte damals zum ersten Todesurteil eines weissen Kolonisten, dem damals 15-jährigen John Gaven. Er hatte angeblich den 17-jährigen Sohn seines Arbeitgebers mit einer Axt erschlagen. Die Beweismittel waren aber sehr dürftig, er hatte kein Motiv und wahrscheinlich wurde einfach ein Exempel statuiert. Zum Mittagessen gingen ein Teil meiner Klasse ins italienische Restaurant Villa Italia. Am Nachmittag trafen wir uns alle wieder und machten eine interessante Führung durchs WA Museum.  
Am Abend ging ich in Fremantle ins Kino und sah mir "X-Men 2" an. Ein wirklich unterhaltsamer Film mit einem Schluss nachdem ein dritter Teil sehr wahrscheinlich ist.  
 
2. Mai  
An diesem Freitagabend ging ich mit der anderen FCE-Klasse auf eine Candlelight-Tour durchs Fremantle Prison.
Perth: Fremantle Prison
Es war ziemlich gut und mit vielen Überraschungen verbunden. Gewisse der Mädchen kriegten einen schönen Schreck als im Gefängnissgang mit einem markerschütternem Schrei eine Puppe ins Selbstmördernetz fiel oder als in zwei anderen Fällen plötzlich Gefangene aus ihren Zellen stürmten und ihre Geschichte erzählten. Eindrücklich war auch der Gefängnisgang, wo die Entwicklung der Einrichtung in den Gefängniszellen erkennbar war und es hatte ein paar Zellen mit wundervollen gemalten Bildern an den Wänden. Entäuscht hat mich nur, dass ich den Hauseigenen Geist nicht gesehen habe. An diesem Tag erhielte ich auch endlich die Explore New Zealand Card per Post. Auf den ersten Blick sieht sie ziemlich gut aus und ich denke ich kann sehr viel Geld damit sparen. Was auch der Fall war.  
 
3. Mai, Samstag  
Am Nachmittag ging ich mit den Kollegen von der Schule zum Cottesloe-Beach.  
 
4. Mai  
Heute traf ich mich mit Martina auf einen kurzen Drink in Perth und fuhr dannach nach Fremantle. Es war ein grossartiger Anblick; das Wetter war wunderbar und am Victoria Quai lagen hintereinander, die zwei US-Kreuzer, die USS Constellation, das Kreuzfahrtschiff Superstar Virgo, die eben eingetroffene Amerigo Vespucci, die Leeuwin und die Deuken, die letzeren sind Nachbauten von den ersten zwei europäischen Schiffen die WA besuchten und dienen heutzutage als Touristenschiffe.  
 
5. Mai  
Da ich sah, dass die USS Constellation nicht mehr am gleichen Ort jedoch immer noch im Hafen war entschied ich mich einen Abstecher nach Fremantle zu machen und konnte mit ansehen wie der Träger aus dem Hafen auslief. Am Nachmittag Exkursion mit der Schule zur Tumbulgum Farm. In dieser Farm konnten wir einen Schäferhund in Action erleben, wir sahen wie ein Schaf geschoren wurde und konnten eine Kuh melken. Ausserdem durfte ich mit einer Peitsche einen 'Chlapf' erzeugen. Anschliessend sahen wir eine eindrückliche Aboriginals-Show mit anschliessender Boomerang-Demonstration.  
Am Abend ging ich mit Ricky, Tomoka und zwei Bekannten der Beiden zur Villa Italia zum Nachtessen. Die Pizza war deliziös.  
 
8. Mai  
Wieder ein Speaking-Mocktest. Ich glaube, dass ich mich verbessert habe, obwohl ich die typischen 'German'-Fehler mache; verwechsle die Verben make und do und bringe die Satzstellung durcheinander. Unser Schulleiter P.J. O'Keefe fliegt nächste Woche in die Schweiz und besucht diverse Reisebüros unter anderem STA im Stadelhofen und Cosmolingua. Ich half ihm schon bei der Hotel und Bahnbilletsuche und wir Studis mussten ein fünfminütiges Video machen, das er dann den Reisebüros zeigen kann. Samuel und ich machten eines für STA und Graziano und Mat eines für Cosmolingua, da wir bei diesen Büros gebucht hatten. Wir mussten natürlich Englisch sprechen und über Perth, die Schule, unsere Homestay-Familie und über den Cambrige-Kurs im Allgemeinen sprechen.  
 
9. Mai  
Am Freitagabend besuchten wir in North Perth, das Rosemount Bowling Centre und gingen danach für einen Schlummertrunk in den Brass Monkey.  
 
10. Mai  
Heute besuchte ich am Morgen die Amerigo Vespucci. Das ist ein 70-jähriges Italienisches Marinetrainingschiff, ähnlich der Gorch Fogg. Sie hat eine Besatzung von 450 Seeleuten und bleibt für 12 Tage in Fremantle. Dieses Wochenende war sie für die Öffentlichkeit geöffnet und ich ging auf einen kleinen Rundgang über das Deck. Das Schiff sieht aus wie ein Holzsegelschiff aus dem 19. Jahrhundert, der Rumpf und wahrscheinlich auch der Mast ist jedoch aus Metall gefertigt. Bevor sie Australien erreichte war sie in Auckland am America's Cup.  
Ausserdem kaufte ich an diesem Tag die ersten Souveniers; ein 30 cm Digeridoo, ein Set von Aboriginal-Musikstöcken und zwei schöne Stoffbilder.  
Am Abend sah ich im Fernsehen als Einstimmung auf den Kinostart von Matrix Reloaded am nächsten Freitag den ersten Teil der Trilogie.  
 
11. Mai  
Heute besuchte ich Rottnest Island richtig, nicht nur die Strände wie beim letzten Mal. Ich machte eine zweistündige Bustour mit und sah so die ganze Insel. Das Wetter war super und erst auf den Abend kamen Wolken auf. Es war heute Muttertag und ich machte um 8 Uhr abends meinen ersten Anruf in die Schweiz.  
 
12. Mai  
Der nächste Punkt auf meiner Liste von Sehenwürdigkeiten wurde abgestrichen; ich ging heute mit der Schule ins Swan Valley zum Wine Tasting. Mittagspause machten wir in der Margret River Choclate Factory und dannach ging es zur Sandalford Winery, wo wir nach einem kleinen Film eine gute Führung durch die Winery erlebten und dannach 4 verschiedene Weine und einen Portwein probieren durften. Der letzte Wein war der Beste; Ein Cabernet Sauvignon Premium 2001. Zum Abschluss gab es für jeden ein Weinglas als Souvenier.  
 
14./15. Mai  
Letzer Mocktest vor dem Examen. Ergebnisse:  
Reading = 91 % = A  
Listening = 93 % = A  
Use of English = 70 % = C +  
Writing = B- / A-  
 
Am Donnerstag erfuhren wir auch endlich unser Examensdatum, es ist der 10. Juni. Jetzt konnte ich endlich konkret meine Reisepläne ausarbeiten. Mat wird mich wahrscheinlich auf dem ersten Teil der Reise begleiten. Wir werden wahrscheinlich am Montagnachmittag in Perth City unsere Buchung machen. Falls ich meine Flüge umbuchen kann, werde ich in den 2 1/2 Monaten fast ganz Australien (mit Ausnahme Tasmanien) sehen können. Den genauen Reiseplan werde ich erst nach der Buchung niederschreiben. Am Abend war ich wieder einmal im Redrockhotel.  
 
16. Mai  
Heute sahen wir uns in der Klasse ein interessantes Reisevideo von Lonely Planet an, natürlich als English-lesson mit Fragen zum Film, so dass wir unser Listening praktizieren konnten. Auch erhielten wir heute die Daten für die zwei anderen Prüfungen; Speaking werden wir am 28. Mai haben und Listening am Nachmittag des 3. Juni.  
Am Abend ging ich nach Fremantle und schaute mir den wunderbaren Neuseeländischen Film 'Whale Rider' an.  
 
18. Mai  
Heute ging ich mit Tadashi, Miho, Ricky, Rebekka, Mat und Samuel nach York zum Skidiving. Da unser Bus von Perth nach York schon um 07.30 abfahren sollte und der erste Zug erst um 08.00 ankommt, bestellte ich, der am weitesten weg wohnt ein Taxi und pickte die anderen auf dem Weg auf.  
Die Fahrt dauerte dann fast 1 1/2 Stunden und war ca. 100 km weit. In Perth war es noch bewölkt und wir sahen einen wunderschönen Regenbogen mit einem Schattenbogen dahinter, auf der Fahrt regnete es zum Teil heftig und als wir das Flugfeld erreichten schien die Sonne und nur am Horizont waren ein paar Wolken zu erkennen, jedoch nur für kurze Zeit; das Wetter änderte schnell. Zuerst mussten wir für die Versicherung einen Bogen ausfüllen und natürlich den restlichen Betrag zahlen. (50 Dollar waren bereits vorbezahlt) Da ich und die meisten anderen ein Video bestellt hatten kostete uns der Spass ganze AUS 464.- doch das war es wert. Dannach durften wir ein kurzes Video ansehen und dann wurden Mat und ich als erste schon ausgerufen um unsere Tandemmaster zu treffen. Nach dem Anziehen der Ausrüstung gab es ein kurzes  
Training und dann ging es schon los zum Flugzeug. Ich würde sagen von der Ankunft bis zum Start des Flugzeuges waren nicht mehr als 45 Minuten vergangen und das Wetter war wundervoll. In 20 Minuten erreichten wir unsere Absprunghöhe, zuerst sprangen die Solospringer und dann war auch schon ich als allererster an der Reihe. Diesmal waren wir ein wenig höher als vor 2 Jahren und zwar auf 14'000 Fuss, dass sind etwa 4200 Meter. Die ganze Zeit begleitete uns ein Kameramann und filmte mich und die Umgebung. Nach 60 Sekunden freien Fall bei eisiger Kälte öffnete sich der Fallschirm und nach ca, weiteren 5 Minuten erreichten wir schon unseren Landeplatz. Nun waren die nächsten an der Reihe, doch das Wetter änderte nun war es bewölkt und regnete sogar ein bisschen. Aber die anderen wagten den Sprung trotzdem und alle hatten schlussendlich Fun.  
Am Abend gingen wir zusammen ins Kino und schauten uns Matrix Reloaded an. Obwohl ich ein paar wichtige Stellen nicht verstanden habe (sprachlich) fand ich den Film gut und kann es kaum erwarten den dritten Teil ende Jahr zu sehen.  
 
19. Mai  
Mit der Schule besuchten wir heute Perth Mint. Das ist die Münzmacherei. Heutzutage werden hier aber nur noch Sondermünzen hergestellt. Der Führer erzählte uns, dass hier die Goldmedaillen der Olympiade 2000 von Sidney gemacht wurden und klärte uns über den Wert der Medaillen auf. Die Goldmedaille ist aus reinem Silber und 'nur' vergoldet und hat einen Wert von ca. AUS 300.--, die Silbermedaille ist aus nicht reinem Silber und hat einen Wert von ca. AUS 80.- und die Bronzemedaille hat nur einen Wert von 37 cent. Im Gebäude sahen wir eine Ausstellung von wundervollen Goldnuggets und diversen Münzen. Auch konnten wir ein Goldbarren heben der etwa AUS 200'000.- Wert war. Auf einer Waage konnten wir feststellen wieviel wir in Gold wert wären, mit dem Rucksack wäre ich über 2'000'000 Millionen Australische Dollar wert. Wir konnten wie in Kalgoorlie zusehen wie ein Goldbarren gegossen wurde. Und am Schluss hatten wir die Möglichkeit eine Münze zu gravieren. Ich machte zwei, eine vergoldete für mich und eine aus reinem Silber für Papi.  
Nach der Exkursion gingen Mat, Moni und ich zum Mittagessen in die Carillon-Arkade und nach dem Essen trennten wir uns. Mat und ich gingen zum STA-Büro und buchten den ersten Teil unserer Reise oder zumindest diesen Teil, den wir zusammen unternehmen werden.  
 
 
 
 
Wir werden mit Adventure Tour eine 19-tägige Tour via Pinnacles, Monkey Mia, Exmouth, Broome, durchs Kimberley auf der Gibb River Road nach Darwin reisen. Dort werden wir uns auf eine 6-tägige Safari durch den Kakadu National Park begeben, bevor wir den Flieger nach Alice Springs besteigen. In Alice Springs wartet eine weitere 5-tägige Tour zum Uluru, Kings Canyon und den Olgas auf uns. Nach dieser Tour trennen wir uns. Mat reist weiter nach Cairns und ich habe andere Pläne. Ich musste jedoch noch warten bis ich die Bestätigung zum Umbuchen meiner Flugtickets erhalte. Was uns erstaunte war, dass wir wenn wir mit Kreditkarte bezahlen wollten ganze 2,2 % Gebühr bezahlen mussten.  
 
21. Mai  
Heute erhielt ich die Bestätigung, dass ich meine Flüge umbuchen kann, oder jedenfalls glaubte ich es zuerst. Jedenfalls ging ich wieder in die City zum Reisebüro und dort sagten sie mir, dass zwar das OK von Zürich gekommen ist, sie jedoch auch noch mit Qantas schauen müssten. So konnten sie erst einmal den ersten Flug  
umbuchen und meine weiteren Reisepläne aufnehmen.  
 
22. Mai  
Am Abend ging ich wieder ins Reisebüro und konnte nun endlich aufatmen. Alles war in Ordnung, meine Flüge waren umgebucht und die weiteren Touren auch, jedoch fehlte noch für die letzte Tour der Voucher. So zahlte ich erst einmal die Hälfte per Visakarte und den Rest werde ich Cash bezahlen, wenn die Reiseunterlagen vollständig sind. So sieht nun mein weiteres Programm aus, dass ich alleine bestreiten werde. Ich werde noch 3 weitere Tage in Alice Springs verbringen bevor ich eine 6-tägige Tour nach Adelaide nehme. Dort werde ich 4 Tage Aufenthalt haben und dannach eine 2-tägige Tour auf Kanguroo Island machen und weiter via die Grampians und die Great Ocean Road mit den 12 Aposteln nach Melbourne reisen, wo ich am 1. August ankommen werde. Dann habe ich nichts gebucht bis am 16. August wo ich in Sidney eine 14-tägige Tour der Ostküste entlang nach Cairns nehmen werde. Am 30. August besteige ich in Cairns einen Domesticflug nach Sidney und fliege direkt von dort weiter nach Auckland, wo ich nur 40 Minuten später als ursprünglich vorgesehen landen werde.  
Zwischen Melbourne und Sidney habe ich noch nichts gebucht, da ich noch nicht genau weis, was ich alles machen kann und werde. Geplant ist auf jeden Fall ein kurzer Aufenthalt in Melbourne, 1 Tag in Canberra, vielleicht ein Skiausflug in die Snowy Mountains und die Blue Mountains und ca. 4 Tage Aufenthalt in Sidney.  
 
25. Mai  
Da die Kollegen tauchen gingen, ging ich alleine am Nachmittag ins sogenannte 5.- Dollar Kino Picadilly und sah mir "Shanghai Knights" an. Er war unterhaltsam, wie der erste Teil Shanghai Noon und spielte grösstenteils im London 1887 oder so. Er hatte viele lustige Anspielungen auf Personen dieser Zeit, obwohl wie in jedem US-Film die Daten nicht genau stimmten, so kam zum Beispiel Charlie Chaplin als kleiner Junge vor oder der Inspector vom Scotland Yard war kein geringerer als Arthur Conan Doyle, der am Ende des Filmes zusammen mit den zwei Helden zum Sir gekürt wurde.  
Am Abend konnte ich zuhause im Fernsehen den Eurovision Song Contest geniessen, natürlich mit Australischem Kommentar. Mein Favorit, die Türkei, gewann mit zwei Punkten Vorsprung auf Belgien.  
 
26. Mai  
Heute traf ich mich mit Martina in der City und wir gingen zusammen zum Mittagessen in ein Chinesisches Restaurant, dannach gingen wir auf einen kurzen Rundgang durchs WA Museum.  
 
28. Mai  
Heute Mittwoch hatten wir unseren ersten Test und zwar den Speaking-Test. Ich machte ihn zusammen mit Doris, einer Taiwanesin um 10.00 Uhr morgens. Ich habe das Gefühl, dass ich nicht so gut war, doch wenn ich dafür im Listening und im Reading meine Form behalten kann, werde ich trotzdem eine gute Arbeit abgeben. Was auch wie ich später sehen konnte, genau der Fall war.Der Speakingtest ist in vier Teile gegliedert und dauert ca. 15 Minuten. Im Prüfungsraum ist ein Beobachter und ein Interviewer plus die zwei Studenten. Im ersten Teil fragt der Interviewer jeden Kandidaten einzeln ueber alltägliche Sachen, wie den Beruf oder die Heimatstadt. Im zweiten Teil kriegen wir je zwei Fotos und müssen sie miteinander vergleichen und eine bestimmte Frage zu den Fotos beantworten. Im dritten Teil sind die zwei Studenten auf sich gestellt und müssen über ein bestimmtes Thema sprechen und mit verschiedenen Bildern eine Entscheidung treffen. Und der vierte Teil ist eine Drei-Wege-Diskussion, zwischen dem Interviewer und den zwei Kandidaten, der Interviewer stellt jedoch nur Fragen.  
Als kleine Belohnung backte unsere Lehrer einen Schokoladenkuchen und in der Mittagspause gab es Pizza für beide FCE-Klassen. Am Nachmittag schauten wir einen Videofilm mit George Clooney 'Oh, Brother where are thou ?'  
 
29. Mai  
Heute nach der Schule bezahlte ich den restlichen Betrag meiner Reise und holte die Reiseunterlagen ab.  
 
30. Mai  
Freitagabend ging ich zusammen mit Mat und Samuel ins Kino. Wir sahen uns den Film 'Basic' an. Er war ziemlich konfus und dem Film 'Courage under fire' sehr ähnlich. Die Hauptdarsteller waren John Travolta und Samuel L. Jackson  
 
31. Mai  
Da ich nichts geplant hatte und es relativ schönes Wetter war, ging ich auf eine kleine Wanderung, dem Swan River entlang bis nach Claremont. Ich machte ein paar Fotohalte und lief ein paar Mal den falschen Weg, doch ich erreichte Claremont nach ca. 2 Stunden.  
 
1. Juni  
Den Tag über blieb ich heute zu Hause und sah mir den Footymatch an. Am Abend war eine Open House Party in Tom's Homestay angesagt. Trotz dem kurzen Marsch im Regen, wurde der Abend unterhaltsam und wir waren eine lustige kleine Gruppe.  
 
2. Juni  
Fondation-Day. Soviel ich verstanden habe wurde an diesem Tag Western Australien gegründet. So waren leider die Supermärkte geschlossen und wie ich angenommen habe natürlich auch der Coiffeur. So ging ich in die Schule und verbrachte den Nachmittag vor dem Computer und schrieb Tagebuch, E-Mails und surfte sonst im Internet.  
 
3. Juni  
Niall, unser Lehrer fuhr uns mit einem Bus von unserer Schule zur University of WA, wo wir am Nachmittag um 14.00 Uhr unser zweites Examen den Listening-Test hatten. Wie erwartet war es schwerer als die meisten anderen Mock-Test, doch ich hatte ein besseres Gefühl als nach dem Speaking-Test.  
 
5. Juni  
Am Abend hatten wir die grosse Cambridge-Klassen-Fete im Restaurant "The Golden Swan" in Northbrigde mit Karaokee-Darbietung. Das ganze kostete uns nur 10.- und wir erhielten dafür ein grossartiges Dinner mit Getränken bis 09.00 Uhr. Wir hatten einen riesen Spass zusammen und ich sang zusammen mit einer grossen Gruppe 'Let it be'.  
 
6. Juni  
Endlich ist der letzte Schultag da. Ich werde jedoch die Schule mit einem weinenden und einem lachenden Auge verlassen. Es war eine grossartige Zeit und ich werde ein Teil meiner Schulkollegen vermissen, doch die Lektionen wurden zum Schluss immer langweiliger für mich. Um 15.00 Uhr hatten wir eine kleine Graduation-Feier. Alle Cambridge-Kurs-Absolventen sassen in einem Theater-ähnlichen Raum im alten Gebäude und harrten der Dinge die auf uns zukommen sollten. P.J. O'Keefe, der Schulleiter hielt eine kleine Rede und dann erhielten wir jeder ein Certifikat und ein Klassenfoto. Ich war erstaunt, dass ich das Level "Upper Intermidiate" erreichte, das CEA-Level, da ich am anfang des Kurses mich selbst in die Stufe Lower Intermediate oder schlechter  
einstufte. Also hat Kino in der Originalsprache doch seine Vorteile und auch meine Stärken im Listening und Reading machten sicher grosse Pluspunkte für mich.  
Am Abend traf ich mich mit Graziano und Moni und wir gingen zum AAPT-Tower, das ist ein Hochhaus mit einem Drehrestaurant im 33. Stock. Wir nahmen dort ein Apero, bevor wir wieder zurück zum Bahnhof gingen. Dort trafen wir zwei japanische Schulkolleginnen von Moni und zusammen gingen wir zum Restaurant Valentino in Northbridge, wo wir ein feines italienisches Nachtessen einnahmen. Später stiess dann noch Ken, ein Schulkollege von Graziano zu uns und im Brassmonkey trafen wir Tomoka, Mat, Samuel und Ricky.  
 
7. Juni  
Da ich dachte, dass es sicher bequemer wuerde mit kürzeren Haaren auf der Reise ging ich heute zum Hairdresser. Ich liess mir dort die Haare schneiden, nicht so kurz wie üblich, dafür für nur 8.80 ! Dann kaufte ich einen Snack und eine ausgezeichnete Flasche Weisswein von Jacobs Creek, denn am Abend war Party angesagt. Samuel und Mat hatten ein paar Kollegen eingeladen zu einer sogenannten Bye-Bye Röstigraben-Dinner-Party im ihrem Homestay-Haus. Es wurde ein feucht-fröhlicher Abend und wir amüsierten uns köstlich mit ein paar Trinkspielen, die Brandon, der Sohn des Hauses präsentierte. Zum Essen gab es tatsächlich ein geniessbares Fondue, Rösti und Älpler Makronen. Nein, ich musste sagen, das Fondue war ausgezeichnet. Am Schluss wurde es noch ein bisschen Emotional als es ans Abschiedssagen ging. Obwohl die meisten sich noch einmal zumindest an der Prüfung sahen, flossen ein paar Tränen.  
 
8. Juni  
Da ich mich für den Montag zu einer Schulexkursion angemeldet habe und am Dienstag das Examen habe, werde ich heute Sonntag den ganzen Tag repetieren und vorallem die Modelsätze fürs Writing und alles Grammar-Stuff ansehen. So war jedenfalls der Plan. Die Realität sah so aus, dass ich zwar schon ein wenig repetierte, aber hauptsächlich erst einmal bis um 11.00 Uhr im Bett liegen blieb, die Hauptwäsche machte, in meinem Buch las und einen Kriegsfilm im Fernsehen anschaute. Am Abend ging ich mit Mat, Tomoka und Akiko ins Kino den Film Phone Booth ansehen.  
 
9. Juni  
Am Vormittag ging ich auf den letzten Schulausflug zum AQWA beim Hillarys Boat Quay. Das ist das neue Aquarium von WA mit einem Tunnel aehnlich dem von Singapore. Es gab eine kleine Vorf�hrung mit Seehunden und wir konnten zusehen wie die Haie im Aquarium von Tauchern gef�ttert wurden.  
 
10. Juni  
Heute galt es ernst. Wir mussten selber zur Uni of WA fahren, doch wir hatten einen Plan der Uni erhalten und fanden den Saal auch ohne Probleme. Und es war eindrücklich, die Prüfung fand in einer Turnhalle statt und dort waren schätzungsweise 300 Studenten versammelt, die alle die Cambridge First Prüfung machten. Zuerst ging es ans Reading, was wie erwartet kein grosses Problem war, dann folgte das Writing mit einem Brief, den wir ausgerechnet nicht in der Schule durchgenommen hatten, doch mit etwas Glück wird mein Brief gut durchkommen. Fürs zweite Writing wählte ich die Kurzgeschichte. Am Nachmittag ging es ans eingemachte mit der Use-of-English-Prüfung. Ich wurde mich wundern wenn ich da eine gute Note machen würde, evtl. sollte es jedoch für ein C reichen. Alles in allem werde ich wahrscheinlich die Prüfung bestehen. Doch für ein B wird es ziemlich knapp. (Was im Nachhinein gesehen ein ziemlicher Trugschluss war).  
Am Abend traf ich mich mit den beiden Lehrern und den meisten aus meiner Klasse zu einem Abschiedstrunk in Fremantle. Wir gingen ins Rosy O'Gradys, ein irisches Pub.  
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Nach fast jedem Schultag gingen wir traditionel ins Dome Café am Bahnhof Claremont und tranken normalerweise immer einen "Iced Chocolate"; es gibt verschiedene Varianten die beste ist jedoch eine Kugel Vanilleglace in einer Schokomilch mit Rahm obendrauf. Als Zusatz kann man noch Schokosauce auf den Rahm tun (alla Coupe Danemark). An anderen Orten wird sie auch mit Eisblöcken oder/und mit Schokoglace serviert.  
 
Das System hier in den Restaurants ist auch speziel; man geht an den Schalter/Theke und bestellt dort und zahlt auch gleich, dann erhält man eine Nummer für den Tisch und setzt sich irgendwo hin. Das Bestellte sollte nun direkt an den Tisch serviert werden.
Round Australia in 80 Days
 
 
 
Tag 1 - 3, 11. - 13. Juni
Diese drei Tage dienten vorwiegend für die Reisevorbereitung; ich machte meine letzte Wäsche in der Homestay, ging zum letzten Mal zur Schule ins Internet und schrieb die letzten E-Mails von Perth aus, machte ein Postpacket mit Souveniers und Kleider nach Hause (11 Kilo für knapp AUS 100.-- inkl. Versicherung), packte meinen Rucksack und entsorgte gewisse Sachen. Am Freitag bestätigte ich für Mat und mich die Tour und organisierte das Taxi zusammen mit Graziano, Tom und Mat für den nächsten Morgen.
Donnerstagabend ging ich zum letzen Mal ins Redrock-Hotel und am Freitagabend traf ich mich in der Wohnung von Anastasia mit meinen Schulkollegen zu einem kleine Abschiedsdinner. Ausserdem ging ich noch zweimal ins Kino und sah mir die Filme „The Core“ (ziemlich schlecht) und „The Pianist“ (bloody brilliant) an.
 
Tag 4, 14. Juni
Perth to Kalbarri NP
Der Anfang der Reise klappte ganz gut. Zusammen mit Graziano, Tom und Mat teilte ich ein Taxi und erreichte pünktlich den Bahnhof Perth City, wo uns unser Tourbus auch schon erwartete. Zuerst gab es noch eine kleine Aufregung als sich herausstellte, dass wir zwei Personen zu viel im Bus waren und natürlich nur Sitze für die 21 gebuchten Personen hatten; Zwei Japaner waren in den falschen Bus gestiegen, sie wollten eigentlich mit einer anderen Kompanie in den Südwesten; zum Glück war unser Bus ausgebucht, sonst wären wir wahrscheinlich schon über alle Berge gewesen, bis das der Irrtum entdeckt worden wäre. Es gab aber auch schon das erste Staunen für uns. Entgegen meiner Erwartungen das 80 % der Reisenden Cambrige-Kurs Absolventen waren und 50 % davon Schweizer sah es ganz anders aus. Von den 21 Mitreisenden waren gerade mal 5 Schweizer, 1 Japaner, 1 Koreaner (Classmate von Mat), 1 Dänin, 1 Deutsche und der Rest aus einem englischsprechenden Land (USA, UK oder OZ).
Um ca. 7.00 Uhr begann dann unser Abenteuer, wir fuhren Richtung Norden zuerst auf der Autobahn und dann überland zu der faszinierenden Gegend des Nambung National Park. Dort sahen wir uns die berühmten Pinnacles an, bevor wir im winzigen angrenzenden Städtchen Cervantes unseren ersten Lunch assen, welcher zukünftig zur Regel gehörte; es gab verschiedene Salate mit Brot und man konnte sich so Sandwichs machen.
 
 
In Kalbarri hiess es dann nach 740 km Fahrt „Beer O'Clock“, das heisst, dass wir im Bottle Shop Bier und Wein kaufen konnten, Übernachtet wurde dann in einem Caravan Park in Kalbarri.
 
Tag 5, 15. Juni
Kalbarri NP to Monkey Mia
Nach dem Frühstück gingen wir zu einem sehr windigen Lookout und sahen die eindrücklichen Sandstein Klippen am Indischen Ozean. Im Kalbarri National Park im pitoresken Murchison River Gorge besuchten wir das Natures Window, den Z Bend Gorge und The Loop.
 
Lunch hatten wir beim Billabong Roadhouse. Dann ging es auch schon weiter zum „Shark Bay World Heritage Area“ wo wir die ersten Lebewesen dieser Welt bestaunen konnten, die Stromatoliten, die anscheinend die ersten 20 % Sauerstoff unserer Atmosphäre erzeugten und somit Leben auf der Erde ermöglichen.
Gleichzeitig hatten wir einen Platten am Bus, der aber relativ schnell von unserem Fahrer und Guide Hopper geflickt wurde. Auf der Fahrt nach Monkey Mia rammten wir fast unser erstes Känguru und passierten den Zaun zum sogenannten Projekt Eden. Die Aussies wollen hier auf der Halbinsel wo Monkey Mia liegt, die Natur wieder so herstellen wie sie vor Ankunft der Siedler war und das heisst sie wollen in diesem Areal alle nichtheimischen Tiere (Füchse, Katzen, Hasen usw. ) ausrotten. Dafür haben Sie einen elektrischen Zaun gebaut und zwar an der engsten Stelle. Da jedoch eine Strasse in dieses Halbinsel führt, hatten sie zwei Ideen. Erstens ein Kuhgitter am Boden und zweitens ein automatisches Bellen, das mit einem Bewegungsmelder ausgelöst wird und die Katzen und Füchse vertreiben sollte. Was jedoch nicht wirklich nützt, wie wir kurze Zeit später feststellen konnten, als wir am Wegrand einen Fuchs antrafen. Im Overnight Camp im Monkey Mia Ressort gab es wieder ein ausgezeichnetes Dinner und unser Guide macht im Camp Oven, einer speziellen Pfanne im Feuer einen deliziösen Choclate Cake.
 
Tag 6, 16. Juni
Monkey Mia to CoralBay
Nach dem Frühstück gingen wir zusammen an den nahen Strand und erlebten das allererste Highlight dieser Tour. Hier kamen nämlich fast jeden Morgen wilde Delphine an den Strand und auch Pelikane hatte es einen ganzen Schwarm. Nacheinander kamen im ganzen 4 Delphine in die Nähe und wir machten ein paar sehr gute Fotos. Die Ranger die aufpassten pickten verschieden Leute aus der Menge heraus und die durften die Delphine füttern. Die Namen der Delphine waren Nicky, Bigelow und Pack.
Der 4. Delphin war ein 6 Monate altes Kalb von Nicky, dessen Name in der Sprache der Aboriginals „Freund“ bedeutet. Lunch gab es diesmal in Garnvaron und zum Nachtessen gab es im Coral Bay Resort Spaghetti Carbonara.
Nach dem Essen gingen wir noch in den kleinen Pub, wo wir auf einen Kellner aus dem Dome Cafe aus Claremont trafen. Er erkannte mich sofort und sprach mich an.
Übernachtung in Coral Bay.
 
Tag 7, 17. Juni
CoralBay to Exmouth
Da wir uns die teure Bootfahrt zum Walhai-Sightseeing nicht leisten wollten wählten wir die günstigere Variante und gingen Quad-biking mit einem kurzen Schnorchelerlebniss (defintiv nicht meine Wellenlänge, oder jedenfalls damals nicht, da ich keine korrigierte Taucherbrille hatte)
;Quad-Bikes sind 4 rädrige Bikes mit grossen Rädern für den Strand.
Ich erreichte anstelle der erlaubten 35 km/h 67 km/h und Mat sogar einmal 90 km/h. Übernachtet wurde heute Abend in einem Backpacker in Exmouth.
Die Australierin Lynn ging in Coral Bay auf einen Fishing Trip und brachte uns zum Dinner 4 grossartige Fische nach Hause, die es absolut fein zubereitet auf dem Grill gab. An diesem selben Abend nahmen wir auch Abschied von Thomas und Graziano, die noch drei Tage hier bleiben wollen und dann das gleiche wie wir bis nach Darwin machen werden.
 
Tag 8, 18. Juni
Exmouth to Karijini NP
Da wir nicht nur Grazi und Tom Good Bye sagten, sondern auch noch drei anderen kamen heute fünf neue Leute dazu. Mitten im Nirgendwo kurz nachdem wir eine Herde Emus gesehen hatten, gab es wieder eine Panne mit dem Bus, während Hopper es wieder souverän meisterte machten wir Lunch und assen ihn dort neben dieser Schotterstrasse.
Danach fuhren wir weiter nach Tom Price einer kleinen Minenstadt, wo wir uns für die nächsten zwei Tage ausrüsteten. Weiter ginge es zum Karijini National Park, wo wir auf einem Lagerplatz die nächsten zwei Nächte übernachteten.
 
Tag 9, 19. Juni
Karijini NP - Miracle Mile
Wir starteten den Tag mit einem „backed Breakfast mit Eggs and Bacon“ und fuhren dann zum Visitor Centre.
Danach machten wir uns auf um 'The Miracle Mile' zu meistern. Das ist eine abenteurliche Klettertour über die Felswände im Hancock Gorge, Weano Gorge and Junction Pool.
Zum Glück gab es einen ersten leichten Teil und danach einen schwierigeren Part. Am Point of No Return entschied ich mich umzukehren, da mir schon die Knie anfingen zu schlottern. So kehrte ich zurück zum Parkplatz nahm meine Kamera und ging der Gruppe entgegen, denn der letzte Teil der Tour war sogar noch leichter als der erste Teil. Was ich im Nachhinein von Mat gehört habe, war es eine sehr gute Entscheidung umzukehren. Er hat nämlich wie ich auch Höhenangst und schwitzte Blut und Wasser. Und es gehört wahrscheinlich mehr Mut dazu Nein zu sagen, als weiter zu gehen und sich und die Gruppe zu gefährden.
 
Tag 10, 20. Juni
Karijini NP - EightyMileBeach
Da wir ein wenig knapp in Zeit waren gingen wir einfach zu zwei Aussichtspunkten und bewunderten von oben den Circular Pool und die Fortesque Falls. Danach fuhren wir weiter, nach einem Stop bei einem Roadhouse konnten wir in Port Hedland die eindrücklichen 3 km langen Eisenerz-Züge bewundern und assen in einem kleinen grünen Park am Hafen unseren Lunch, bevor wir weiter zum Eighty Mile Beach-Ressort fuhren wo wir campten. Das war der zweite grosse Driving Tag mit gut 700 km Fahrt. Am Abend erzählte uns Hopper ein paar Aboriginals Geschichten und Bräuche.
(Der Name Hopper kommt übrigens nicht von den Kängaroos sondern aus der Serie Kung Fu, die lief scheinbar immer auf der Insel Guernsey wo Hopper als Kochgehilfe arbeitete, David Carradine, der Hauptdarsteller war auch ein Lehrling im Kung Fu und wurde Grasshopper genannt uns so nannten in eines Tages die anderen Köche auch Grasshopper und von dort her wurde Hopper abgekürzt)
 
Tag 11, 21. Juni
Eighty Mile Beach to Broome
Letzter Tag hiess ausschlafen und alle Essensreste zu einem Brunch verarbeiten. Danach fuhren wir nach Broome zum Last Resort YHA-Backpacker. Wo wir drei Tage verbrachten.
Hier kaufte ich mir für AUS 27.— in einem Target-Supermarkt endlich den fünften Band „Harry Potter and the Order of the Phoenix”. Zum Glück war ich hier in der Pampa, denn in Perth war er nach wenigen Stunden ausverkauft und auch hier war er bald ausverkauft.
Am Abend gingen wir alle zusammen in ein Restaurant zu einem Abschlussessen und verbrachten die Nacht mit Tanz und Livemusic in zwei verschiedenen Clubs.
 
Kilometer-Tabelle dieser ersten Tour (danach haben wir keine mehr gemacht)
 
1.Tag 740 km
2.Tag 480 km
3.Tag 609 km
4.Tag 152 km
5.Tag 709 km
6.Tag 112 km
7.Tag 612 km
8.Tag 360 km
Total ca. 3800 km


Tag 12-14, 22./23./24. Juni
Broome
Diese drei Tage waren zum Erholen da und wir brauchten es wirklich. Wir wuschen unsere Kleider, brannten unsere Fotos auf eine CD, gingen ins Internet und relaxten am Strand von Cable Beach (und ich lass die ersten Seiten meines Harry Potters). Am ersten Tag gingen ein paar von uns ins Kino und sahen uns „Bruce Almighty“ mit Jim Carrey an. Das witzige war, dass ich und Mat mit unserer Studentenkarte Studentenpreise erhielten und die anderen nicht. Der Grund war, dass „unsere“ ECU hier auch einen Campus hatte ! Andy von Winterthur und ich holten uns zum Nachtessen eine Pizza in einem nahen Shop.
Am zweiten Tag gab es wieder frisch gefangen Fisch auf dem Grill, da die „English“ zu einem weiteren Fishing Trip gegangen waren.
Und am Dritten Tag hatten Anke, die Deutsche Mitreisende ihren 37 Geburtstag und wir feierten ihn am Cable Beach bei einem guten Nachtessen.
Unser Tourguide, Hopper, erzählte uns auch verschiedene Dinge über die Aboriginals.
Folgende zwei Geschichten gefielen mir besonders, sie sind aber nur von einem Clan der Aboriginals und nicht allgemein auf alle gemünzt (siehe spätere Erklärung)
 
 
Buhla, der Gott hatte einen Traum von einer perfekten Welt (eine Variante warum es Dreamtime genannt wird; die Zeit bevor es menschliches Leben auf der Erde gab, eine andere Variante ist, dass diese Geschichten den Kindern am Lagerfeuer erzählt wurden und sie danach im Schlaf darüber träumten) Es war in der Zeit als die Erde noch weich und formbar war. So schickte er seine Diener auf die Erde und die formten Flüsse, Berge, Täler ja ganze Kontinente. Doch die Diener machten zuviel des guten und die Erde erschütterte. Buhla sah runter auf die Erde und nahm den Teil der zuviel war weg und schleuderte ihn Richtung Sonne. Diese wollte jedoch diesen Teil nicht und warf in zurück. Auf dem Rückweg verlangsamte aber diese Erde und blieb schliesslich im Himmel stehen. Und so soll der Mond entstanden sein.
 
 
Eine andere Geschichte handelt von einem jungen Aboriginals und seinem Clan.
Der Junge wurde in ein Inituationsritual eingeführt und nachdem er es bestanden hatte, erzählte er seine Erlebnisse seinen jüngeren Brüdern und Freunden, was ihm verboten war. Die Stammesältesten sagten ihm das und erklärten ihm das er die Götter erzürnen würde und Unglück über die Familie bringen würde. Nach einem zweiten Ritual machte er es jedoch wieder. Und die Götter wurden tatsächlich zornig und liessen es regnen. Solange bis kein Land mehr da war; und so ist die Meeresenge zwischen Australien und Tasmanien entstanden. (und schon wieder eine Geschichte aus einem anderen Teil der Erde über eine Sintflut)
 
 
Hopper zeigte uns auch verschiedene nützliche Pflanzen
Ein Baum der nur 1 cm pro Jahr wächst mit einer runden haarigen Krone. Diese Krone kann man aufsägen und findet darin eine süsse Flüssigkeit.
Ein Grass, das Ipi Ipi genannt wird, mit einer anderen weissen Flüssigkeit innen, die die Aboriginals als Antiseptikum benutzt hatten; es bildet auch eine zweite Haut.
Den Ghost Gum Tree, ein Baum mit einer ca. 5 cm dicken, weissen Rinde. Wenn man die Hände daran reibt werden sie weiss und zusammen mit Tierfett ergibt es eine brilliante Sonnencreme. Denn Aboriginals kriegen auch einen Sonnenbrand.
 
 
Was wahrscheinlich bekannt ist, ist dass die Aboriginals in Harmonie mindestens 50'000 Jahre überlebt haben und somit die älteste bekannte Kultur und Religion darstellen. Sie schauen aber auch zum Land und der Umwelt. So hat jede Familie (Clan, Gruppe) eine Region zum bewirtschaften. Sie suchen sich am Tag nur das nötigste, was sie für diesen Tag brauchen. Das kann in gewissen Regionen im Süden kurze Zeit dauern, so dass sie mehr Zeit für künstlerische Arbeiten haben. Doch in anderen Gegenden dauert es den ganzen Tag. Nach einer gewissen Zeit verbrennen sie das Gebiet und ziehen weiter. Das machen sie in regelmässigen Abständen und folgen somit einer Songline und in einem Kreislauf erreichen sie nach 2 bis 3 Jahren wieder das erste Gebiet, das sich in dieser Zeit vollständig regeneriert hat.
Männer sind fürs Jagen und Feuermachen da. Frauen erziehen die Kinder, suchen Pflanzen, kochen und am wichtigsten halten die Harmonie in der Familie zusammen.
 
Tag 15, 25. Juni
Broome to Windjana Gorge
Sehr früh am Morgen standen wir 11 von der letzten Tour bereit und warteten auf unseren Pickup, der auch etwas verspätet ankam. Wir fuhren zuerst zum Büro und da es eine strenge Gepäcklimite von 15 Kilogramm auf dieser Tour gab mussten wir alles abwägen. Zumindest wir mussten es, die anderen die später kamen mussten nur das Hauptgepäck wägen ! Doch wir sagten kein Wort und liessen uns benachteiligen, den wir wogen auch den Schlafsack und den kleinen Tagesrucksack mit und so hatte ich ein Übergepäck von schlussendlich 9 Kilo, das ich per Greyhound Bus für 25 Dollar nach Darwin schicken liess. Die 9 Kilo und das Gepäck habe ich nicht vermisst, aber Aufwand um es in Darwin wiederzubekommen und die Ungerechtigkeit schmerzten dann doch ein bisschen.
Dann ging es los Richtung Kimberley. Die erste Sehenwürdigkeit war der Prison Boab Tree, ein spezieller Baum, der sehr komisch gewachsen ist und an dem im 19. Jahrhundert die Gefangenen Aboriginals mit ihren Polizeiwächter gelagert hatten. Dann fuhren wir für die ersten Kilometer auf der berühmten Gibb River Road. Zur Lunchzeit sahen wir im Fluss nebendran unser erstes wildes Krokodil. Danach verliessen wir die Gibb für einen Abstecher zur Windjana Gorge, wo wir dann ein ganzes Rudel Freshwater crocodile sahen und die 350 Millionen Jahre alten fossilen Felsen, die sich 90 Meter über das Flussbett aufragen ansehen.
Übernachtet wurde ganz in der Nähe. Da es aber hier auch viele Kühe gab und wir ein Plastik für unsere SWAGs auslegen mussten, mussten wir auch die Kuhfladen entfernen. Was ich souverän mit der Schaufel, die zugleich als unser WC diente erledigte. Dafür verdiente ich mich den Titel (Natural Born) Shit shuvler.
 
Tag 16, 26. Juni
Gibb River Road and Gorges
Als erstes nach dem Frühstück ging es zum Tunnel Creek, wo wir durch den eisig kalten Untergrund Fluss wateten und die uralten Limestone Höhle erkundeten. Debton, unser Kiwi-Guide erklärte uns hier, das im späten 19. Jahrhundert (später konnte ich Teile der Geschichte in Canberra im National Museum nachprüfen) ein junger Aboriginals von Weissen zum Polizisten ausgebildet wurde. Ihm wurden Schiessen und Reiten beigebracht und er wurde zum Tracker gemacht um andere Aboriginals aufzuspüren und einzusperren.
Er wurde aber auch während 3 Jahren von Aboriginals-Ältesten ausgebildet. Als er eines Tages 17 Leute seines eigenen Stammes, also seiner Familie, inhaftieren sollte, meuterte er und erschoss den weissen Polizei-Feldwebel und flüchtete zusammen mit seinen Leuten in den Busch. Er bildete die Leute auch aus und während den nächsten 3 Jahren überfielen sie Cattle Stations. Da die Aboriginals der Gegend den Mann wie einen Robin Hood verehrten, holten die Siedler einen Aborignals-Tracker aus Südaustralien, der fand ihn auch kurze Zeit später und bei einem Schusswechsel starb der Mann. In diesen drei Jahren versteckte sich die Bande eben hier im Tunnel Creek.
 
Nach diesem Abenteuer fuhren wir weiter zur Bell Creek Gorge, wo wir nach einer kurzen Wanderung einen wunderschönen Wasserfall erreichten. Das Wasser für den nachmittäglichen Schwumm war sehr erfrischend und machte den Mangel an Duschen wieder wett. Auf dem Stein nebenan, lag eine sehr müde Eidechse (oder Lazy Lizard). Übernachtet wurde nicht weit vom Eingang dieser Gorge.
 
 
Ich machte mit meinen Schweizer Kollegen den Scherz, dass wir ein Schweizer Männermagazin wie das Australische Ralph kreiiren könnten einfach mit einem Schweizerischen Männernamen. Als ich den Namen Ursli vorschlug brachen die beiden in schallendes Gelächter aus.
 
Tag 17, 27. Juni
Gibb River Road and Gorges
Unser erstes Ziel heute war die Galvans Gorge, wo sich ein paar von uns zum Schwimmen und zum Sprung vom Wasserfall bereit machten.
Mit einem kurzen Halt am Mt. Barnett Roadhouse ging es weiter zum Barnett River Gorge, wo auch ich nach einer kurzen Wanderung in die kühlen Wasser tauchte.
 
 
Übernachtet wurde am Ufer des Durack Rivers mit einer Begegnung eines kleinen Skorpions.

 

 
Tag 18, 28. Juni
Heading out of Gibb River Road
Wir haben die Gibb überlebt nach einer letzten Überquerung, durch das Wasser (ohne Brücke) des Pentecost River, kamen wir ans Ende der Gibb River Road.
In den Cockburn Ranges gingen wir für ein weiteres Bad, zwar nicht unter dem weiter oben fliessendem Wasserfall, doch an einem anderen sehr schönen Platz in der Emma Gorge. Lunch hatten wir nach dieser Wanderung in der berühmten El Questro Station.
Nach dem Lunch fuhren wir weiter nach Wyndham unserer ersten Stadt seit Broome und fuhren den Berg rauf zum Five Rivers Lookout.
Am Abend hatten wir unsere erste Dusche seit unserer Abreise und übernachteten auf dem Grund der Parry Farm.
 
Tag 19, 29. Juni
Wyndham to Bungle Bungles
Heute war ein voller Tag Fahrt angesagt und zwar auf der holprigen Strecke in den Bungle Bungle (Purnululu) National Park. Wo wir nach einem kurzen Besuch des Visitor Centre den Sonnenuntergang über den Osmond Ranges geniessen konnten.
Übernachtet wurde die nächsten zwei Tagen auf einem Campground im Park.
 
 
Tag 20, 30. Juni
Bungle Bungles
Heute verbrachten wir den ganzen Tag in den Bungle Bungles Ranges.
Zuerst fuhren wir zur Picaninny Gorge, wo wir eine kleine Wanderung machten und unter anderem die eindrückliche Cathedral Gorge sahen, die wirklich an eine Kirche errinnert. Mit Debton machte ich mich auch auf einen kurzen Solo-Trek auf und fand in einer kleinen Ecke Aboriginals Bemalungen.
Am Mittag unternahmen ein Teil von uns einen 30 minütigen Helikopterrundflug über den Bungle Bungles. Der Helikopter hatte keine Türe und ich konnte einen Fuss auf die Kufen stellen. Es war ein Super Erlebnis.
 
Nach dem Lunch machten wir uns auf und besichtigten zwei weitere Schluchten und zwar Echidna Chasm und das Frog Hole.
 
Tag 21, 1. Juli
Bungle Bungles to Lake Argyle
Eine weitere sehr holprige Fahrt aus den Bungle Bungles.
 
Vom Lagerplatz bis zum Highway waren es ganze 60 km. Nach einem kurzen Halt am Turkey Creek Roadhouse ging es nach Kunnunurra, der letzten Stadt in WA.
Auf dem Weg sahen wir den Staudamm und später auch einen relativ kleinen Teil des 1000 km2 grossen Lake Argyle, wo scheinbar die grösste Krokodilpopulation auf der ganzen Welt leben sollte.
Kurze Zeit später verliessen wir Western Australien und mussten an der Grenze zum Northern Territory unsere Uhren um 90 Minuten vorstellen.
Übernachtet wurde wieder in einem Bushcamp in der Nähe von Timber Creek.
 
Tag 22, 2. Juli
to Darwin
Heute nahmen wir es ein bisschen relaxter. Wir gingen auf ein Bad in die warmen Quellen in Kathrine Hot Springs, wo ich beinahe meine Brille verlor. Doch dank einem Australier aus Adelaide, der mit seiner Frau auf der Tour war und mich einlud mich zu melden wenn ich dort ankomme, wurde meine Brille gerettet.
Auf der Fahrt nach Darwin kamen wir an einem Buschfeuer vorbei, dass nur etwa 10-20 Meter vom Highway entfernt brannte.
An diesem Tag beendete ich auch meinen Harry Potter und gab ihn Jodie, einer Engländerin zum lesen und sie las in kurzer Zeit die ersten 100 Seiten.
Im Backpacker sahen wir Akiko, eine Japanerin von der Tour Exmouth-Broome wieder und wir fanden ein Internetcafe mit Schweizer Besatzung, wo Mat dann auch eine CD brannte. Zum Nachtessen und Party gingen wir ins Victoria Hotel, da wir von Adventure Tour einen Gutschein fürs Dinner erhalten hatten. Das Büro von Greyhound war geschlossen und wir mussten zuerst noch rumtelefonieren um unser Gepäck welches wir von Broome her geschickt hatten wieder zu bekommen.
 
Tag 23, 3. Juli
Darwin to MaryRiver
Gleich am nächsten Morgen begannen wir unsere nächste Tour, da wir wieder nach Darwin zurückkehren werden liess ich das Packet mit den überzähligen Kilos im Lagerraum des Backpackers.
Wie Mat in seinen Notizen schrieb, fast alles alte Säcke und etwa 7 davon erst noch Lehrer. Zuerst fuhren wir zum „Fogg Dam Nature Reserve“, einem weiten Sumpf mit unzähligen Vögel, dann besuchten wir das angrenzende Visitor Centre bevor wir zum Lunch zum Annaburroo Billabong fuhren. Dort gingen Mat und ich auch auf eine kleine Rudertour mit einem Kanu.
Nach dem obligaten Adventure Tour-Sandwich/Salat Lunch ging es zum Mary River wo wir eine kleine Bootstour machten. Wir sahen unsere ersten und auch letzten wilden Salzwasserkrokodile.
Ausserdem wieder viele Vögel und ein paar Seeadler. Auf dem Weg zwischendurch sahen wir die gigantischen Termitenhügel, die zum Teil eine Höhe von 6 Metern hatten und somit ca. 60 Jahre alt waren.
Northern Territory: Yellow Waters im Kakadu N.P.
Alle Termiten eines solchen Hügels zusammengenommen wiegen etwa soviel wie eine ganze Kuh und essen ebensoviel Gras.
Die Nacht verbrachten wir in der „Point Stuart Wilderness Lodge“ umzingelt von einer wahren Herde von Wallabies. Nach dem Dinner gab es noch eine Vorstellung eines Aboriginal Corroborree.
 
 
Tag 24, 4. Juli
Mary River to Kakadu
Als erstes sahen wir an diesem zweiten Tag die Mamukala Wetlands, einen weiteren Sumpf mit unglaublich vielen Vögeln.
Nach diesem Naturschauspiel fuhren wir durch die Minenstadt Jabiru, wo wir das bekannte Crocodile Motel sahen, dass wie ein gigantisches Krokodil aussieht.
Dann kam mein erstes Highlight dieser Tour, Ubirr.
Das ist ein Areal, dass sehr reich an Aboriginal Geschichte ist mit einer spektakulären Sicht auf das umgebende Land. Hier sahen wir auch viele überwältigende Aboriginals-Zeichnungen. Einige an sehr seltsamen Orten.
 
 
 
Zum Beispiel etwa 15 Meter hoch am unteren Ende einer überhängenden Felswand. Die Aboriginals glauben dass die Mimmi-Spirits, in der Dreamtime, den Felsen einfach umdrehten und diese Zeichnungen machten.
 
 
Nach dem Lunch in unserem Overnight-Camp in Mardugal fuhren wir zum Barramundi Gorge (Maguk), wo wir nach einer kleinen Wanderung ein wunderbares Wasserloch mit einem kleinen Wasserfall erreichten, wo wir uns auch für ein Bad vergnügen konnten.
Den Abschluss des Tages machte ein Sonnenuntergang an den Yellow Waters und wir konnten mitansehen, woher der Name kommen konnte.
Northern Territory: Yellow Waters im Kakadu N.P.
 
Tag 25, 5. Juli
Kakadu
Heute fuhren wir zum Jim Jim Falls oder eben No-Falls. Es hatte zwar ein wenig Wasser im Wasserloch, doch der Fall selber war trocken. Highlight war, dass in einer anderen Gruppe jemand ein Dudelsack dabei hatte und darauf spielte. Die Akustik hier war super.
Northern Territory: Jim Jim Falls im Kakadu Park ohne Wasser
Zum Twin-Falls konnten wir leider nicht, da es dort von Salzwasserkrokodilen wimmelte und man durchs Wasser watten muss um ihn zu erreichen.
Nach dem Culture Centre fuhren wir zu unserem Übernachtungspunkt an den Gunlom Falls (auch ohne Wasser), wo wir wenigstens ein Bad nehmen konnten.
 
Tag 26, 6. Juli
Kakadu to Katherine Gorge
Nach dem Frühstueck wanderten wir zuerst rauf auf den Felsen des Gunlom Falls und genossen die Aussicht auf den Kakadupark. Dannach fuhren wir aus dem Park raus zu den Edith Falls, die auch tatsächlich fielen.
Northern Territory: Edith Wasserfall zwischen Kakadu und Katherine
Bei heissen Temperaturen genossen wir nach einer weiteren Wanderung das kühle Nass in den Plunge Pools hier. Durch Kathrine fuhren wir weiter Richtung Kathrine Gorge und übernachteten etwa 10 km vom Eingang unseres nächsten Zieles.
Diese Nacht wurde ein weiteres Sportereignis für die Schweiz, leider hatten wir weder TV noch Radio, jedoch mit meinem Mobile Phone konnte mir Fränzi am nächsten Morgen mitteilen, dass Roger Federer das Wimbledon-Final gegen einen Australier gewonnen hatte.
 
Unser weiblicher Guide Yvonne erzählte uns ein paar lustige Geschichten:
 
Erstens vom Song “Waltzing Matilda”
Irgendwann im 19./20. Jahrhundert wenn ein Familienvater (oder auch ein unverheirateter Mann) seinen Job verlor, verliess der Vater seine Familie, da es zu dieser Zeit noch keine Vorsorge gab und die Familie konnte dadurch vom Staat leben. Der Mann ging mit nicht viel mehr als seinen Kleidern und einem Segeltuch (oder in einer anderen Version eines alten Militärmantels aus Leder), Vorläufer des SWAG, in den Busch und suchte sich eine Arbeit auf einer Farm oder wo immer Mann gebraucht wurde. Nach einer langen frauenlosen Zeit sahen die Männer ihre weissen Segeltücher an und mit dem Wind formte sich ein rundlicher Körper und die Männer dachten “What a beauty!’ und sie nahmen das Tuch oder den Mantel und tanzten mit ihnen, wie mit einer Frau. So ist Waltzing Matilda entstanden und ich glaube der Song erklärt diese Geschichte selbst.
 
Die zwei anderen Geschichten sind Erlebnisse die unser Guide selber erlebt haben soll. Vielleicht sind das aber auch nur Tourleader-Geschichten…
 
The lonely bull
 
Yvonne war mit einem nagelneuen Bus und einer Busladung Christen im Kimberley unterwegs. Da sahen sie einen einsamen Bullen stehen.
Der Bulle sah den Bus, dachte sich wahrscheinlich auch ‘What a beauty“ und kriegte einer Riesen-Erektion. Yvonne hatte den Bus gestoppt und der Bulle rannte nun auf den Bus zu, er hob ein Bein und lehnte sich an den Bus und der Bus begann rhytmisch zu wanken….
 
Jesus Christ
 
Auf einer anderen Tour von Darwin nach Alice Springs durch die Wüste sahen sie ein Kamel und einen Esel. Da die Touristen ein Foto machen wollten, kehrten sie um. Etwa 6 Leute stiegen aus dem Bus und da kamen die beiden Tiere auch schon angerannt. Das ausgewachsene Kamel versuchte doch tatsächlich in den Bus einzusteigen und der Esel wurde nervös, da er den Kopf des Kamels nicht mehr sah und jagte die ausgestiegenen Passagiere um den Bus. Nach einer mutigen Attacke mit einem Kissen konnten sie das Kamel verjagen.
Als Yvonne in Alice Springs die Geschichte den anderen Tourguides erzählten lachten sie und fragten sie: “und was hast du ausgerufen als das Kamel in den Bus steigen wollte?’
‘Natürlich Jesus Christ’
‘Ja, und das sind die Namen der Beiden, der Esel heisst Jesus und das Kamel Christ!’
 
Tag 27, 7. Juli
Katherine Gorge to AdelaideRiver
Da wir sportlich drauf waren und wir keine Lust auf eine langweilige Schifffahrt hatten, hatten wir uns entschieden auf dem etwas mühsameren Weg die spektakuläre Katherine Gorge zu erkunden, nämlich mit dem Kanu.
So paddelten wir etwa 5 km den Fluss rauf und dieselbe Distanz wieder zurück. Am Startplatz, wo wir auch nach der Tour unseren Lunch einnahmen wimmelte es in den Bäumen von Fledermäusen, die richtig Lärm machten und dazu noch stanken. Nach dem Lunch ging es noch mal zu einem kurzen Abstecher zu den Hot Springs in Kathrine und dann weiter dem Stuart Highway wieder nach Norden nach Adelaide River. Dort stellten wir unsere Zelte auf und gingen ins Adelaide River Pub zu den berühmten Barramundi and chips und Salat. In diesem Pub fanden wir auch einen Filmstar und zwar den ausgestopften Wasserbüffel "Charlie" aus Crocodile Dundee. Er starb letztes Jahr und wurde vom Besitzer so geliebt, dass er ihn nach Südaustralien sandte und ihn ausstopfen liess.
Nach dem Dinner gab es noch eine Vorführung einer Komikergruppe, die zu Ehren eines an Krebs gestorbenen Kollegen mit dem Fahrrad durch Australien touren und ihre Witze erzählen. Sie hatten schon über 8500 Km hinter sich und wollten das Geld für die Krebsliga sammeln.
 
Tag 28, 8. Juli
Adelaide River to Darwin
Heute fuhren wir zum letzten Highlight im Top End, nämlich dem Litchfield National Park und verbrachten den Tag mit erkunden der Florence, Tolmer and Wangi Falls und des Buley Rockhole. Bei den Wangi Falls wagten wir auch einen Sprung ins kühle Nass. Natürlich sahen wir auch die gigantischen magnetischen Termitenhügel. Danach ging es
wieder zurück nach Darwin, wo wir am Abend wieder ins Victoria Hotel gingen.
 
Tag 29, 9. Juli
Darwin
Am Morgen erkundete ich alleine ein wenig die Stadt Darwin und machte einen Rundgang zur Strandpromenade, dem Parlamenthaus und über die Fussgängerzone.
Northern Territory: Darwin - Parlamentsgebäude
Am Nachmittag ging unsere Reise dann weiter. Mit einem Shuttlebus fuhren wir für AUS 8.-- zum Flughafen, wo wir mit QANTAS, das übrigens ursprünglich die Abkürzung für „Queensland And Northern Territory Air Service“ war,
nach Alice Springs flogen. Dort hatten wir am Flughafen einen gratis Shuttle zum Melanka Backpacker. Am Abend gingen wir noch ins Kino und sahen „Charlies Angel 2“ an. Man merkte diesmal noch mehr, dass der Regisseur früher nur Video-Clips drehte.
 
Tag 30, 10. Juli
Alice Springs to Kata Tjuta, Uluru
Am sehr frühen Morgen ging es dann zur nächsten Tour auf. Es war eine relativ kleine Gruppe und auch ein junger Fahrer und es wurde die beste Adventure Tour, die wir hatten. Drei der Teilnehmer hatten nur die 3 Tages Tour gebucht und wir setzten sie am dritten Tag ab. Ausserdem waren noch zwei Schweizer Mädchen dabei. Unser erstes Ziel war der Sonnenaufgang über dem Rainbow Valley (Regenbogen Tal).
 
Weiter ging es dann nach Yulara, dem Tourismuszentrum beim Uluru, wo wir die nächste Nacht verbrachten. Wir konnten auch schon einen ersten Blick auf den Uluru (Ayers Rock) nehmen.
 
Nach dem Lunch fuhren wir zu Kata Tjuta (Olgas) und wanderten den halben Weg durchs unglaubliche Valley of the Winds. Kata Tjuta gehört zum gleichen Nationalpark wie der Uluru, die beiden Naturmonumente sind jedoch etwa 50 Kilometer voneinander entfernt. Auf dem Rückweg von den Olgas stoppten wir an einem Lookout und genossen den Sonnenuntergang mit Champagner und Crackers. Leider waren wir ziemlich weit weg vom Uluru und ich konnte keine wirklich guten Fotos machen, das enttäuschte mich damals etwas, aber ich kam ja hier noch mal vorbei…
 
Tag 31, 11. Juli
Uluru to KingsCanyon
Der frühste Start bisher, da wir uns heute den Uluru Sonnenaufgang ansehen wollten. Wir fuhren an einen speziellen Ort, wo auch alle anderen Touristengruppen waren und so sahen wir uns staunend (und frierend) den Wechsel der Farben an. Doch war es gestern zu weit weg, war es heute fast zu nah, als das man den ganzen Felsen aufs Foto kriegen konnte. Dann hatten wir die Entscheidung auf oder um den Uluru zu gehen. Da die Aboriginals baten den Uluru nicht zu besteigen, da der Pfad für sie heilig ist, entschied sich die ganze Gruppe für den Marsch rund um den gigantischen Felsen. Ausser der Heiligkeit des Felsen, ist der Aufstieg auch nicht so einfach und die Aboriginals sehen es auch nicht gerne, wenn sich Gäste verletzten. Ich hatte mich schon in der Schweiz entschieden den Felsen nicht zu besteigen. So liefen wir die knapp 10 km rundherum und konnten so die mysteriösen Felsformationen und die Heiligen Stellen der Aboriginals ansehen. Im Gegensatz zum Aufstieg waren hier auch kaum andere Leute. Den letzten Teil, den sogenannten Mala-Walk machten wir zusammen mit Matt, unserem Guide, der uns sehr interessante Dinge erzählte. Ausserdem erklärte er uns einfach die Entstehung des Uluru und Katja Tjuta und verglich die Felsen mit Kuchen. Leider hätte ich Notizen machen sollen, so kann ich mich nachträglich kaum noch an die Einzelheiten erinnern. Am Nachmittag sahen wir uns noch das Culture Centre an und verliessen danach den National Park. Auf dem Weg machten wir noch einen kurzen Foto- und Informationsstopp für den Mount Conner und den Lake Amadeus, einen riesigen Salzsee.
Nach ca. zwei Stunden Fahrt kamen wir mitten im Busch, 100 km von der nächsten Behausung zu einer Ruine einer alten Cattle Station. In den Felsen fanden wir alte Eingravierungen welche sehr mysteriös waren und Matt erklärte uns, dass es hier spuken sollte.
 
  
 
In den dreissiger Jahren hatte die weisse Ehefrau des Besitzers eine Affäre mit einem Aboriginals und gebar ein dunkles Baby, darauf starb sie mysteriös. Man wusste nicht ob sie vom Ehemann umgebracht wurde oder Selbstmord beging, was mit dem Baby geschah ist ebenfalls unbekannt. (wahrscheinlich auch nur eine „Tourleader“-Geschichte…)
 
Tag 32, 12. Juli
KingsCanyon to PalmValley
Heute konnten wir mal wieder relativ lange liegenbleiben und standen wie im Kimberley mit der Sonne auf. Nach dem Frühstück fuhren wir eine lange Zeit durch den Busch, sahen wilde Kamele und andere verlassene Cattle-Stations und atmeten schliesslich auf als wir wieder den Highway erreichten. Nach kurzer Fahrt auf dem beruhigenden Asphalt kamen wir beim Kings Canyon an und machten uns auf einen Walk zum die eindrücklichen Formationen 'Lost City', den grünen 'Garden of Eden' und die atemberaubenden Nord und Südmauern anzusehen.
 
 
Den Lunch hatten wir im Touristenpark vom Kings Canyon und dann ging es auf eine Holperstrasse, der Mereenie Track in Richtung Hermannsburg, einer Aboriginal Community.
Auf dem Weg pflückten wir ein paar wilde Paddy Melonen, die ungeniessbar sind und malten sie mit lustigen Bildern an. Kaum waren wir fertig kam auch schon der Punkt wo wir sie deponierten und zwar am erühmten Fass-Verkehrsschild, das auch im Lonely Planet-Reiseführer abgebildet ist.
In Hermannsburg setzten wir die drei Leute ab, die nur die 3-Tages-Tour gebucht hatten und fuhren im Dunkeln eine absolute 4x4-Strecke entlang des ältesten Flusses der Welt, des Finke River. Kurz vor dem Palm Valley bauten wir unser Camp für die Nacht auf.
 
Tag 33, 13. Juli
Palm Valley to Glen Helen Gorge
An diesem Morgen fuhren wir ins Palm Valley, das so hiess weil hier tatsächlich tropische Palmen wuchsen (Livistonia Mariae).
Dann ging es wieder dem Mereenie Track entlang zum Gosse Bluff, einem Meteoriten Krater, der über 130 Millionen Jahre alt sein soll. Nach einer tollen 4x4 Fahrt kamen wir zu einer weiteren Gorge, der sogenannten Roma Gorge, wo wir uralte Steineingravierungen fanden. (Für unseren Guide war es auch das erste Mal an diesem Ort). Nach diesem Besuch, der übrigens nicht auf dem Programm stand fuhren wir weiter zur Glen Helen Gorge, wo wir über die Nacht blieben.
Am Abend gingen wir ins Pub und hörten eine gute Live-Music. Sie spielten eine geniale Reaggae-Version von Waltzing Mathilda und auf Wunsch unserer Schweizerinnen das Lied "Home among the gum trees."
 
Tag 34, 14. Juli
Western MacDonnell Ranges to Alice Springs
Diesen Tag verbrachten wir in den Western MacDonnell Ranges. Wir machten einen Walk in der Ormiston Gorge, sahen die Ochre-Pits, wo die Aboriginals den Sand abbauten für Ihre Farbe,
Northern Territory: Ocre Pits in den Western McDonnell Ranges
gingen zur Serpentine Gorge und entschieden uns am Ellery Creek Big Hole nicht zu schwimmen, da es erstens zu kalt war und zweitens nicht sehr appetitlich aussah. Am frühen Abend erreichten wir wieder Alice Springs, wo wir am Abend noch Party im Melanka machten.
Matt erzählte uns auch diverse Sachen über die Geologie und die Aboriginals, er hatte ein unglaubliches Wissen, dafür dass er in England aufgewachsen ist und erst seit 10 Jahren hier in Australien lebt.
 
So erzählte er uns vom Kadeitscha, was eigentlich übersetzt Böse heisst. Er ist so etwas wie der Richter und Henker der Aboriginals und lebt irgendwo alleine für sich. Er ist traditions gemäss der beste Läufer, der beste Jäger und der beste Fährtenleser und nur einer der Stammesältesten weis wo er zu finden ist. Wenn jemand in einem Clan ein Verbrechen begannen hat wird der Kadeitscha gerufen. Der kommt ungesehen zu diesem Stamm und verfolgt den Stamm einige Tage. Durch das Verhalten der anderen erkennt er ziemlich schnell wer der Täter ist. Je nach Verbrechen gibt es die Todesstrafe, die er mit einem zugespitzten Känguruknochen (ähnlich eines Stilettes) durchs Herz von hinten ausführt. Bei einem weniger, aber doch noch ernsten Verbrechen gibt es eine andere Methode. Der Kadeitscha nimmt ein paar Tropfen des Ipi Ipi Grases und träufelt es dem Verbrecher in der Nacht in die Augen. Das hat eine dreitägige Blindheit zur Folge. Wenn der Täter am Morgen aufwächt und ausruft dass er erblindet sei, wissen die anderen sofort das der Kadeitscha hier war und fliehen. Der Verbrecher stolpert nun drei Tage durch die Gegend und wird in dieser Zeit immer vom Kadeitscha verfolgt. Wenn er an einen Abgrund kommt, stösst ihn der Kadeitscha runter. Wenn er diese drei Tage überlebt, darf er zu seinem Clan zurückkehren und das Verbrechen ist vergessen.
 
Ein andere Geschichte erzählt von den Mala-People, die den Uluru gemacht hatten.
Sie bereiteten sich zu einem Fest vor. Da kamen andere Leute und luden sie ein zu ihrem Fest. Wenn jedoch die Vorbereitungen einmal begonnen haben, können sie nicht mehr abgebrochen werden und so sagten sie nein zu der Einladung. Das erzürnte die Leute und sie erschuffen ein Ungeheuer, den Devil Dog um die Mala-People zu vernichten. Zum Glück sah eine Frau, das Ungeheuer nahen und warnte die anderen und sie konnten fliehen.
4 Junge Malas waren aber zu einem Inituationsritual aufgerufen und sie kamen zur sogenannten Wave-Cave am Uluru und wussten natürlich nicht dass Ihre Leute geflohen sind und nicht mehr zurückkommen werden.
Ihnen wurde vorher gesagt, dass die erste Prüfung Geduldig Warten sei. So sassen sie sich hin und warteten und sie warten noch heute als kleine Felsvorstösse in dieser sonst glatten Höhle.
 
Die dritte Geschichte handelt von einem Adler-Ehepaar.
Der Mann sah eine andere viel schönere Frau und nahm sie als zweite Ehefrau, das machte die Adlerfrau eifersüchtig und eines Tages als der Ehemann auf der Jagd war, tötete sie die Rivallin und versteckte sie in einem Feld.
Dem Mann erklärte sie, dass die Frau krank war und sie sie pflegen würde. Nach ein paar Tage wurde er jedoch unruhig und erhob sich in die Lüfte. Von dort oben sah er seine tote Gefährtin und zählte zwei und zwei zusammen.
Er flog zurück und warf seine Ehefrau ins Feuer. Er tötete sie nicht, sie verbrannte jedoch ihre Federn und wurde Schwarz. Und so ist die Krähe durch Eifersucht entstanden.
 


Es gibt jedoch Geschichten, die seltsamerweise sehr mit dem wissenschaftlichen Wissen zusammengehen.
 
So ist der Mt Conner durch einen Gletscher in der Eiszeit entstanden (Übrigens etwa 140 Mio Jahren vor dem Uluru) und laut einer Legende der Aboriginals wurde er von einem Eismann gemacht.
 
Oder der Meteroitenkrater Gosse Bluff:
Die Sternenfrauen tanzten in der Milchstrasse. Eine der Frauen liess ihr Kind mit seiner Wiege fallen und es fiel auf die Erde und machte den Krater. Seine Mutter der Morgenstern und sein Vater der Abendstern sind immer noch im Himmel und suchen jede Nacht nach ihrem Kind.
 
Die Aboriginals sind in viele verschieden Regionen / Länder aufgeteilt. Im ganzen waren es bevor die Europäer ankamen über 350 verschiede Länder und auch verschiede Sprachen. So ist die Sprache so unterschiedlich, wie Englisch und Chinesisch. Man glaubt, dass die Vorfahren der Aboriginals von Indien Richtung Indonesien wanderten und als das Meer durch die Eiszeit noch ein paar hundert Meter tiefer gelegen war irgendwie von Neuguinea rüber nach Arnhem Land kamen. Und das sollte alle 5000 Jahren der Fall gewesen sein. Und nach und nach bevölkerten sie den ganzen Kontinent. Die letzten Einwanderer vor 5000 Jahren brachten auch den Hund und somit den Vorfahr des Dingos mit.
 
Tag 35-37, 15. - 17. Juli
Alice Springs
Am ersten Tag nahm ich Abschied von Mat, der weiter nach Cairns flog und am Abend traf ich mit dem Lausanner Samuel auf einen Drink im Melanka.
Ich sah mir den „Royal Flying Doctor Service“ an und stellte mit Erstaunen fest, dass diese unter anderem das Schweizer Flugzeug Pilatus PC12 benutzen.
Auch ging ich zur „School of the Air“, wo die Lehrer in einem Funkraum sitzen und die Schüler zuhause auf den weit entfernten Farmen die Schullektionen erhalten.
Ich sah die alte Funkstation und dort das Wasserloch, nach dem Alice Springs benannt ist (Springs = Quelle).
Es ist jedoch nicht wirklich eine Quelle und das Wasserloch war ausgetrocknet. Ich bestieg den ANZAC-Hill, der einen guten Rundblick auf die Stadt gewährt.
Ausserdem kaufte ich mir für AUS 124.—einen SWAG und schickte ihn für knapp AUS 50.-- nach Hause, wo er Anfang Oktober ankam. Auch ging ich zweimal ins Kino und sah mir den Hulk und Terminator 3 an.
Am letzten Tag besuchte ich den Desert (Wüsten) Park und sah dort eine gute Raubvogelschau.
 
Tag 38, 18. Juli
Alice Springs to Kings Canyon
Wieder fuhren wir mit einem vollbesetzten Bus ins Red Center. Die ersten Tage verliefen fast gleich wie die ersten drei Tage der früheren Tour.
Wir stoppten zuerst für einen Kaffeehalt an einer Kamelfarm und fuhren dann weiter zum Kings Canyon, wo wir den ersten Teil des Walks machten, denn ich schon einmal gemacht hatte. Jedoch gingen wir diesmal die ganze Runde und stiegen zum 'Garden of Eden' runter und auf dem Rückweg sahen wir das 'Amphitheater' Nach dem Lunch an der selben Stelle beim Kings Canyon, ging es auf die lange und ermüdende Fahrt nach Yulara wo wir 2 Nächte übernachteten.
 
Tag 39. 19. Juli
Kata Tjuta, Uluru
Heute gingen wir am Morgen wieder zum Sonnenaufgang am Uluru, nur fand ich diesmal einen besseren Platz zum fotographieren und machte wirklich bessere Bilder vom Farbenwechsel.
Da diesmal ein paar in der Gruppe den Uluru unbedingt besteigen wollten, gingen wir zuerst zum Beginn des Aufstiegs, es windete jedoch zu fest und so entschied der Fahrer, dass wir zuerst zum Kata Tjuta gehen.
Auch hier machten wir dieses Mal die volle Runde durch das
'Valley of the Winds' und unser Reiseleiter zeigte uns eine Stelle im Felsen, wo die Aboriginals ihre Speere gespitzt Nachdem wir das gemacht hatten fuhren wir zum Uluru, wo der Wind nachgelassen hatte und somit die Bergsteiger aussteigen konnten. Die anderen machten den Walk um den Uluru. Bevor wir zurück zum Camp fuhren gingen wir noch einmal ins Culture Center und am Abend sahen wir bei einem besseren Platz den Sonnenuntergang und den Farbenwechsel.
 
 
 
 
Tag 40, 20. Juli
Uluru to Coober Pedy
Heute war wieder ein langer Reisetag angesagt. Wir mussten zuerst etwa 300 km in Richtung Osten fahren, bevor wir den Stuart Highway, der uns Richtung Süden führte erreichten.
Wir überschritten heute die Grenze nach Südaustralien und kamen am späten Nachmittag schliesslich in Coober Pedy, der Opal Haupstadt der Welt an. Coober Pedy produziert 95% der Opale in der Welt und die ca. 4000 Einwohnern kommen aus 41 verschiedenen Staaten. 80 % von ihnen leben im Untergrund um der Hitze zu entgehen und so ist es in diesen Untergrundbehausungen auch angenehme 24 Grad das ganze Jahre durch. In dieser Stadt gibt es auch Untergrund-Läden, Hotels und Kirchen.
Wir machten eine Führung durch eine alte Miene und sahen dort auch ein Beispiel solch einer Wohnung. Wir übernachteten in einem „underground bunkhouse“.
Zum Nachtessen gingen wir in eine Pizzeria und danach in eine Untergrundbar, und mit Untergrund meine ich unter der Erde. (nicht die Art der Bar)
 
Tag 41, 21. Juli
Coober Pedy to RawnsleyPark
Wir reisten weiter südlich entlang des Stuart Highway, entlang einsamen Roadhouses, Wüstensalzseen, der berühmten Woomera Raketen Range und der Industriestadt Port Augusta bevor wir in Rawnsley Park ankamen, einer arbeitenden Schafstation.
 
Tag 42, 22. Juli
Wilpena Pound to Parachilna
Nun befanden wir uns also in den Flinders Ranges, einer Bergkette die sich weiter in den Süden bis zum Cape Jervis auf der Fleurieu Peninsula erstrecken. Diesen Morgen besuchten wir den Wilpena Pound, das Juwel der Flinders Ranges und die wichtigste Sehenswürdigkeit hier. Es sieht fast aus wie ein Meteoritenkrater mit seiner Fläche und rundherum eine Felsige Bergkette, ist jedoch nicht durch einen Meteoriten entstanden. Wir zogen unsere Wanderschuhe an und bestiegen einen dieser Berge, den Mt.Ohlsen-Bagge. Oben angekommen wurden wir mit einer wundervollen Aussicht belohnt. 
Später besuchten wir die Ruine der historischen Kanyaka Station, die 1851 gegründet wurde und zu ihrer Blütezeit bis zu 70 Familien behauste. Nach Jahren der Trockenheit wurde die Station im Jahre 1888 aufgegeben und steht nun als Erinnerung an das Leben der frühen Entdecker, die hier bis zu 40 000 Schafe besassen in dieser Gegend.
Nach dieser Ruine fuhren wir zu den Yourambulla Höhlen, wo es ein paar schöne Aboriginals Zeichnungen gab, die jedoch nicht mit den Zeichnungen im Kakadu Park verglichen werden konnten.
Am frühen Abend kamen wir in unserer fast luxeriös anmutenden Unterkunft in Parachilna an. Wir hatten ein witzige "Stadtrundfahrt" mit dem Betreuer der Unterkunft;
„Sie sind nun in Parachilna, Einwohnerzahl 5, Anwesend im Moment 2, schauen wir ob wir einen "Local" sehen, hier ist der Bahnhof; geschlossen, es hält kein Zug mehr und der einzige Zug der vorbeikommt ist am Abend und 3 km lang, die Post; keiner schreibt hier Briefe, die Schule, es hat hier keine Kinder, Botanischer Garten...ohne Regen, Caravanpark mit einem Gast ausgebucht, Lieblingssport: Kreiselfahren und die Wagen an diesem langen Kohlenzug zählen“;
es waren neben den 3 Loks 161 Wagen, wie wir später selbst feststellen konnten.
Zum Nachtessen gab es Känguru, Emu und Kamel und es war die erste Nacht ohne Schlafsack.
 
Tag 43, 23. Juli
Parachilna to Adelaide
Weiter ging es heute durch die Parachilna Gorge. Nach ein paar Kängurusichtungen ging es dann auch schon in Richtung Adelaide weiter. So kamen wir durch die Weinregion des Clare Valley bevor wir bei strömenden Regen (dem ersten Regentag seit meiner Abreise in Perth) an unserem Ziel ankamen. Das Nachtessen war wieder einmal offeriert und wurde von uns im Backpacker Hostel genossen.
 
Tag 44-47, 24. - 27. Juli
Adelaide
Die ersten zwei Tage nahm ich es wieder relaxter und schaute mir ein wenig diese Stadt an, machte meine Wäsche.
 
Am dritten Tag holten mich Michael und Andrea Williams, die ich auf der Tour von Broome nach Darwin kennengelernt habe, ab und wir gingen auf einen Ausflug ins McLaren Vale zu einem Tag voller Winetasting mit einem anschliessendem Dinner bei ihnen zuhause und einem Bowlingabend mit Bekannten und Familie.
Am vierten Tag machte ich noch einen Ausflug an den Hafen Port Adelaide und mit dem historischen Tram nach Glenelg, wo damals die ersten Siedler landeten.
  
 
Tag 48, 28. Juli
Adelaide to Kangaroo Island
Mit nur 3 anderen Mitreisenden machte ich mich auf die letzte Adventure Tour zur Kangaroo Island auf. Durch grüne Hügel und an einer Villa von Killy Minogue vorbei fuhren wir auf die Fleurieu Peninsula, wo wir die Fähre nach Kangaroo Island bestiegen. Kaum angekommen begann es auch schon in strömen zu regnen. Da unser Guide wollte, dass wir soviel wie möglich von unserem Aufenthalt haben und soviel wie möglich zu sehen kriegen, änderte er den Plan und nachdem wir das Essen aufgelesen haben machten wir uns auf den Weg. Nachdem wir die Vivonne Bay gesehen hatten fuhren wir als erstes zu ein paar Koalas im „Hanson Bay Koala Sanctuary“ und danach fuhren wir zum interessanten Visitor Center des „Flinders Chase National Park“.
 
 
Nach diesem Besuch machten wir uns auf um die Remarkable Rocks und die Admirals Arch bei Cape du Couedic zu sehen mit ihrer Neuseeland Fellseehund-Kolonie. Auf dem Rückweg erspähten wir auch ein paar der berühmten Kängurus.
 
Tag 49, 29. Juli
KangarooIsland to Adelaide
Das erste Ziel des Tages war einen Blick auf den Platypus, das berühmte Schnabeltier zu werfen. Leider gelang es uns nicht, da diese Tiere sehr scheu sind. Dann erkundeten wir die grossen Sanddünen von Little Sahara.
In Seal Bay machten wir einen Walk zu den Australischen Seelöwen, die seltensten auf der Welt.
 links....,
rechts..., und jetzt
 ist der Weg wohl frei ! Upps, Papparazzi !!!
 
Bevor wir wieder zurück fuhren, besuchten wir noch die Emu Ridge Eucalyptus Destilery und sahen eine Menge Wallabies und sogar von weitem ein paar Delphine. Ausserdem konnten wir die kleinen Pinguine beim Hafen besuchen.
Im Regen machten wir am Abend wieder die stürmische Überfahrt mit der Fähre und kamen am späten Abend wieder in Adelaide an.
 
Tag 50, 30. Juli
Adelaide to the Grampians
Diese dreitägige Tour machte ich mit der Firma OZ-Experience, die eigentlich nur den Transport beinhaltet; Essen und Unterkunft wurden separat bezahlt; die Unterkunft wurde jedoch vom Fahrer jeden Morgen gebucht. Der Bus war diesmal ein grosser Car, doch da wie auf Kangoroo-Island hier unten im Süden absolute Tiefsaison war, waren wir nur 7 Passagiere. Die anderen sechs waren Girls !
Nach kurzer Fahrt kamen wir am Naracoorte Caves National Park an, das einzige offizielle World Heritage Area in Südaustralien. Dort machten wir eine interessante Tour durch eine der Höhlen, in der man vor Jahren fossile Knochen von längst ausgestorbenen Tiere fand. Später bestiegen wir den Mount Arapiles und hatten einen schönen Ausblick auf das umgebende Land. Kurze Zeit später überschritten wir die Grenze nach Victoria.
 
Übernachtet wurde alle im selben Zimmer in Hells Gap bei den Grampians im Brambuk Backpacker.
 
Tag 51, 31. Juli
Grampians to Warrnambool
Am Morgen fuhren wir zu einem Ausblick und hatten noch einen guten Blick aufs Tal mit Hells Gap,
dann fuhren wir weiter zu den bekannten Balconies, wo wir jedoch enttäuscht wurden;
Sicht wegen Nebel gleich Null. Am späten Vormittag wurde das Wetter wieder besser und wir machten eine schöne Wanderung von den McKenzies Falls nach Zumstein.
In der Woll-Haupstadt, Hamilton machten wir einen kurzen Halt bevor wir wieder zur Küste kamen. In einem alten Vulkankrater war das Tower Hill-Sanctuary mit Emus und ein paar Koalas. Ein Koala erwischten wir, wie er am Boden herumlief.
Nach Ankunft im Städtchen Warrnambool machten wir einen kleinen Spaziergang durch die Felsen. Übernachtung im Warrnambool Beach Backpacker.
 
Tag 52, 1. August
Warrnambool to Melbourne
Schweizer Nationalfeiertag und das Wetter war einfach grossartig. Wir hatten schon kurz nach Warrnambool die Great Ozean Road erreicht und fuhren ihr die ganze Länge entlang. Wir sahen alle die bekannten Formationen wie das Grotto, der Arch und der London Bridge, den obligatorischen 12 Aposteln (die damals noch vollständig waren) und der Loch Ard Gorge.
 
 
 
Mittagsstop legten wir in Lorne ein und machten später noch einen kurzen Halt in Apollo Bay und am Bells Beach, einem bekannten Surferstrand.
Pünktlich um 18.00 Uhr kam ich in Melbourne an und wurde wenig später von Karin Vosmanski aufgelesen. Nachdem wir das Auto und mein Gepäck bei ihrer Wohnung abgestellt hatten, fuhren wir mit dem Tram wieder in die Stadt zum Telstra Dome. Dort sahen wir uns das Footy-Game Melbourne Demons - Western Bulldogs an.
Melbourne verlor haushoch. Übernachtet wurde diesmal bei Karin in Elwood.
 
Tag 53 -57 , 2. August - 6. August
Melbourne, bzw. North Croydon
Am ersten Tag fuhr ich zusammen mit Karin und Michael nach North Croydon zu Gerda und Milos, wo ich die nächsten vier Nächte übernachten werde. Da ich bis jetzt noch keinen Platypus gesehen hatte entschieden wir dass wir zum Healesville Sanctuary fahren werden und es hatte sich also gelohnt. Es gab dort auch eine interessante Raubvogel und eine Schlangevorführung und ich sah mehrere Platypuse.
Zum Nachtessen kam dann auch noch Britta mit ihrem Kiwi-Freund und es gab echtes Raclette mit Gschwellti.
Am zweiten Tag machte ich einen Ausflug in die Umgebung mit Gerda zum Mount Dundenong und konnte einen Blick auf den Dampfzug „Puffing Billy“ werfen.
Am dritten Tag brachte mich Gerda an den Bahnhof und ich nahm den Zug nach Melbourne. Dort buchte ich den Bus nach Canberra und mein Skiwochenende.
 
 
Ausserdem ging ich auf den Aussichtsturm und sah mir sonst ein wenig die Stadt an.
Am nächsten Tag machte ich einen Ausflug zur etwa 100 Km entfernten Goldgräberstadt Sovereign Hill in Ballarat. Es war interessant und auch ziemlich witzig. Erinnerte sehr ans Disneyland oder den Ballenberg.
 
 
Letzter Tag, nach meinem Abschied in North Croydon fuhr ich zum Busbahnhof und stellte meinen Rucksack in ein Schliessfach. Danach ging ich zum nächsten Kino und kauft mir für drei Vorstellungen des Melbourne International Film Festivals Tickets. So verlief dieser Tag auch recht kurzweilig, da es sowiso regnete.
Ich sah mir die folgenden Filme an:
Every Stewardess goes to heaven - Argentinien
Women's Prison - Iran
Wooden Head - Neuseeland
Am Abend stieg ich in den McGafferty-Bus nach Canberra.


Tag 58 und 59, 7./8. August
Canberra
Am Morgen früh kam ich an und fand auch sofort mein Bett in einem Backpackerhotel.
Ich hatte schlussendlich entgegen meinen früheren Planungen zwei volle Tage in der Hauptstadt von Australien und ich war schlussendlich froh drum. Ich sah mir das riesige Parlaments Haus mit einer Führung an, ging zum Australischen Nationalen War Memorial, sah die Royal Mint an, fand die Schweizer Botschaft und ging zum
National Museum. Was noch interessant war, ist die geplante Architektur der Stadt.
  
 
 
So ist der See zum Beispiel künstlich und das War Memorial ist in gerader Linie zum alten und zum neuen Parlamentshaus gebaut und wenn der Premierminister alle Türen bis zum Eingang öffnen würde, wäre er auch in dieser Linie. Und die Idee dabei ist folgende: der Premierminister und die Parlamentarier sollten vor ihren Entscheidungen immer zuerst über den See zum War Memorial schauen um zu sehen was ihre Entscheidungen bewirken können; den Tod vieler Australier. Aber offensichtlich hat der Premierminister seine Pforten schon lange nicht mehr geöffnet.
Am Abend des zweiten Tages wurde ich vom OZ-Snow-Shuttlebus aufgelesen und in knapp zwei Stunden zum Lake Jindabyne ins Snowy Valley Resort gebracht. Dort wurde ich in ein Zimmer gewiesen und konnte auch schon Skianzug, Skischuhe und die Skier für den nächsten Tag beziehen.
 
Tag 60 und 61, 9./10. August
Thredbo
Die zwei Skitage waren einfach super. Der zweite besser als der erste, da es am ersten Tag ein bisschen kälter und windiger war. Doch die Schneeverhältnisse waren besser als manche Saison in der Schweiz und am zweiten Tag war keine Wolke am Himmel zu sehen. Die Unterkunft war ca. 33 km vom Skigebiet Thredbo entfernt.
Dort fand ich den höchsten Berg von Australien (2228 m.ü.M.), den höchsten mit Lift zu erreichenden Punkt (2037 m.ü.M.) und das höchste Restaurant (1950 m.ü.M.), wo ich einen geniessbaren Kafi Lutz genoss (der ehemalige Besitzer war Schweizer).
Am Sonntagabend brachte mich der Skibus schliesslich direkt nach Sydney, wo ich kurz nach Mitternacht ins Nomad Backpacker CB mein Bett für die nächsten sechs Nächte bezog.
 
Tag, 62 - 66, 11. - 15. August
Sydney
Am ersten Tag in dieser Grossstadt ging ich auf den Aussichtsturm, dem AMP-Tower, sah natürlich das Opernhaus, die Harbor Bridge, den Darling Harbor und später noch den Olympiapark.
 
  
Am zweiten Tag war für diese Jahreszeit erstaunlich schönes Wetter und die Temperatur stieg auf ganze 22 Grad. Ich erkundete die Stadt noch einmal und ging dieses mal zu Fuss herum. Ich ging durch die "Altstadt" The Rocks und bestieg einen der Harbor-Brückenpfeiler, durchquerte den botanischen Garten und nahm einen kurzen Blick ins Rotlichtquartier Kings Cross. Am frühen Abend ging ich beim Darlingharbor ins IMAX-Kino und sah mir zwei Filme an.
 
Am Mittwoch regnete es dann und ich hatte mich schon vorbereitet auf dieses Wetter. Ich machte noch einmal ein Packet, diesmal mit 3 Kilo, und sandte es zurück in die Schweiz und ging dann um 13.00 Uhr in eine Vorstellung des ABBA-Musicals "Mamma Mia". Zu einem unglaublich günstigen Preis mit dem besten Platz den ich seither für dieses Musical je hatte.
Am Abend ass ich im Quartier The Rocks in dem bayrischen Restaurant Löwenbräu echte Spätzle mit Salat.
 
Donnerstag machte ich bei kühlem, aber sonst wieder wundervollem Wetter einen Ausflug mit der Bahn zu den Blue Mountains. Ich ging auf die drei Bergbahnen, sah die 3 Sister-Felsformation, stieg die Giant Stairway mit 900 Stufen herunter und wieder herauf uns sah einen eindrücklichen IMAX-Movie über die Gegend.
  
 
Am letzen Sydney-Tag war es auch wieder schönes Wetter und ich ging noch einmal in den Olympiapark beziehungsweise fuhr diesesmal mit einem Schiff dorthin, danach sah ich mir auch noch den Manly und den Bondi Beach an, die im Gegensatz zur Sommerzeit jedoch fast leer waren.
 Manly Beach
Bondi Beach 
 
Tag 67, 16. August
Sydney to ByronBay
An diesem Samstag startete die neue Tour mit einem grossen Car und einer grossen Gruppe. Ausserdem hatte ich zum ersten Mal seit Alice Springs wieder Schweizer in der Gruppe; Tanja aus Zürich und Manuel aus Rapperswil. Wie immer hatten wir aus allen möglichen Nationen Leute an Bord; Belgien, England, Irland, USA, Canada, Russland, Deutschland, Australien und Japan.
Als erstes überquerten wir die Harbour Bridge und begannen unseren Trek in Richtung Norden. Wir reisten durch die Städtchen von Kempsey, Port Macquarie und Grafton bis wir am Abend in Byron Bay, Australiens östlichster Punkt ankamen.
Am Abend assen wir in der Railway Friendly Bar, einer Bar die sich im Bahnhofgebäude von Byron Bay befand.

Tag 68, 17. August
Byron Bay
An diesem Tag regnete es am Vormittag und so entschieden sich ein paar nicht an den Ausflügen teilzunehmen. Da wir aber Nassanzüge erhielten ging ich trotzdem auf die Kajaktour und ich wurde nicht enttäuscht. Erstens hörte es kaum waren wir in den Anzügen auf zu regnen und zweitens sahen wir auf unserer Tour eine Menge Delphine. Einer schwamm keine 5 Meter an meinem Kajak vorbei.
 
Tag 69, 18. August
ByronBay to Gold Coast
Am dritten Tag unserer Tour fuhren wir am Morgen als erstes zum Leuchtturm von Cape Byron und sahen somit den wirklich östlichsten Punkt des Australischen Festlandes. Dann machten wir eine kleine Wanderung in die Stadt zurück, wo das Mittagessen schon auf uns wartete. Nach dem Mittagessen ging die Fahrt weiter. Wir überfuhren die Grenze nach Queensland in dem wir durchs Numinbah Valley fuhren. Dort konnten wir im Springbrook National Park durch einen wunderschönen Wald zur Natural Arch laufen,
 
einem spektakulären Wasserfall der durch ein Loch in einen Pool darunter fällt und via einer Öffnung im Felsen als Bach weiter fliesst. Danach ging es weiter zur Gold Coast, Australiens No 1 Ferienplatz. Übernachtet wurde im Mercure Hotel in Surfers Paradise. Die Gegend erinnerte mich stark an Miami Beach mit seinen Hochhäusern, Kanälen und dem weiten sauberen Strand.
Zum Nachtessen ging es hier ins Hard Rock Café.
 
Tag 70, 19. August
Gold Coast
Da alle anderen ausschlafen wollten oder zum surfen oder shoppen gehen wollten, ging ich alleine in den Warner Brothers Movie World - Park. Ich verbrachte fast den ganzen Tag dort und konnte alle möglichen verrückten Bahnen benutzen. Die Stuntshow mit dem Thema Police Academy war auch toll und ich konnte einer Special Effekt-Vorführung beiwohnen. Ausserdem sah ich eine tollen 3D-Trickfilm.
                                
An diesem Abend erhielt ich endlich das Ergebnis meines First-Examen und ich hatte tatsächlich und wie es aussieht ohne Probleme ein B erreicht. Wäre ich damals im Speaking absolut gut gewesen, hätte es wahrscheinlich sogar für ein A gereicht. Ich feierte diesen Anlass ausnahmsweise mit einem Glas Champagner.
 
Tag 71, 20. August
Gold Coast to FraserIsland
Von Surfers Paradise nach Brisbane, der Hauptstadt von Queensland war es heute eine kurze Fahrt.
Wir hatten etwa 3 Stunden Zeit um diese Stadt zu erkunden. Sie erinnerte mich sehr an Perth und ich denke, dass es hier auch sehr schön sein muss für einen längeren Aufenthalt. Wir sahen den Platz wo vor Jahren die Weltausstellung stattgefunden hat und wanderten durch den schönen botanischen Garten,
 
 
bevor wir zurück zum Rathaus mussten, wo wir wieder in unseren Bus stiegen. Weiter ging es zum „Forest Glen Wildlife Park“, wo die Interessierten Gelegenheit hatten einen Koala zu halten. Dann ging es wieder auf eine längere Fahrt nach Hervey Bay, wo wir schon im Dunkeln ankamen und die Fähre nach Fraser Island bestiegen.

Tag, 72, 21. August
FraserIsland - World Heritage Area
Die weltgrösste Sandinsel erwartete uns und ich wählte einen Ganztagesausflug mit einem 4WD-Fahrzeug. So ging es wie auf einer Achterbahn über die Sandwege zur anderen Küste, wo wir dem 90-Mile-Beach entlang fuhren.
Wir hielten bei einem kleinen Flüsschen und zu fünft machten wir einen zwanzigminütigen Rundflug für nur AUS 50.--. Wir starteten und landeten direkt auf dem Strand.
 
 
Bei der Landung wartete auch schon wieder unser Bus dort und wir fuhren weiter zum Schiffswrack der Maheno, eines Passagierschiffes das hier vor Jahrzehnten gestrandet ist.
 
Mittagessen gab es in einem Touristenressort.
Am Nachmittag fuhren wir durch den Regenwald, wo wir auch eine kurze Wanderung machten. Das letzte Ziel war der wunderschöne Lake McKenzie, der wirklich wie auf einer Postkarte mit verschiedenen Blautönen und dem weissen Sandstrand aussah.
       
Tag 73, 22. August
FraserIsland to CapricornCaves
Am Morgen ging es mit der Fähre wieder aufs Festland. Mit unserem Bus fuhren wir weiter Richtung Norden und erreichten am Nachmittag Rockhampton (kurz Rocky genannt), das am Tropic of Capricorn liegt und als Beef Capital of Oz bekannt ist. Nur eine kurze Fahrt weiter war unsere Unterkunft für diese Nacht bei den Capricorn Höhlen, die wir nicht besuchten, da niemand wirklich Lust darauf hatte.

Tag 74, 23. August
Capricorn Caves to the Whitsundays
Und wieder ging es auf eine Insel. Diesen Morgen fuhren wir zum kommerzielles Zentrum von Queensland's riesiger Zuckerrohrindustrie und dann weiter nach Airlie Beach, dem Tor zur Whitsunday Passage. Wir bestiegen unsere Fähre in Shute Harbour für eine kurze Fahrt nach Long Island, wo wir die nächsten zwei Tage/drei Nächte verbringen würden.

Tag 75, 76, 24. und 25. August
The Whitsundays
Für den ersten Tag machten ein Teil von uns eine Ganztagestour zu anderen Inseln, so besuchten wir die bekannteste der Whitsundays, Hamilton Island, das sogar einen eigenen Flughafen und ein richtig grosses Hotelressort hat.
 
Essen gab es bei Abfahrt von Hamilton Island auf dem Schiff und eigentlich war geplant den berühmten Whithaven Beach auf Whitsunday Island anzulaufen. Da es jedoch zu stark windete mussten wir leider auf einen anderen kleineren Strand ausweichen. Dafür hatten wir bei unserer Rückkehr zu Hamilton Island eine gratis Kunstflugvorführung.
Den zweiten Tag war fürs relaxen. Ich lag am Strand, ging kurz mit dem Kajak aufs Meer und machte an einem Minigolf-Turnier mit. Ausserdem entdeckte ich hier einen Drink mit dem Namen "Toblerone", der mit Baileys, Honig, Milch, White Creme de Cacao, Frangelico Haselnuss Liqueur und Kahlua gemacht wurde und schlussendlich wirklich geschmacklich ein wenig nach Toblerone erinnerte.
 
Tag 77, 26. August
The Whitsundays to Cairns
Über einen Umweg kehrten wir an diesem Morgen wieder nach Shute Harbor ans Festland zurück und bestiegen unseren Bus der uns zuerst nach Townsville, Nord Queensland's grösste Stadt und Hauptquartier der „Great Barrier Reef Marine Park“-Behörde. Auf der Fahrt nach Cairns konnten wir noch einen Blick auf Magnetic Island werfen.

Tag 78, 27. August
Cairns - Cape Tripulation
Heute machten ein Teil unserer Gruppe einen Ausflug zum World Heritage Areal der Daintree Region mit ihren Regenwäldern und dem Cape Tribulation. Zuerst machten wir einen kurzen Abstecher ins Touristenstädtchen Port Douglas bevor wir eine Schiffsfahrt auf dem Daintree River machten. Mitten im Regenwald gab es für uns ein Mega BBQ und nachdem wir noch das Cape Tribulation besichtigt hatten, machten wir noch einen kleinen Walk durch den Regenwald, wo wir die älteste Baumart der Welt sehen konnten, eine Psychade.
  
 
Am Abend gingen wir nach Cairns und sahen uns den Night Market, einen typischen Touristenmarkt, der aber bis um 23.30 Uhr offen hat, an. Ich traf dort Tom, von der Advanced-Class aus Perth wieder.

Tag 79, 28. August
Great Barrier Reef
Nachdem es gestern geregnet hatte, war es heute für den Ausflug zum Great Barrier Reef wieder das schönste Wetter (zumindestens auf dem Meer). Es hatte zwar ein paar Wellen, doch es wurde trotzdem ein toller Tag. An Bord des Katamarans „Passion of Paradise“ wurden wir auch schon von einem Schweizer Tauchinstruktor begrüsst. Dann kam die Ausgabe des Schnorchel-Equipement und sie hatten tatsächlich korrigierte Taucherbrillen, so dass ich dieses mal beim Schnorcheln auch etwas sehen konnte, ebenfalls mit einem Nassanzug sprang ich dann an zwei verschiedenen Orten ins Meer und konnte so die farbenfrohe Unterwasserwelt des Riffs erleben.
 
Tag 80, 29. August
Cairns - Kuranda
Wieder regnete es in Strömen und ein paar von uns hatten sich entschieden mit der Gondelbahn Skyrail über den Regenwald zum kleinen Dorf Kuranda zu fahren. Wir fuhren über diesen wundervollen Regenwald und konnten zweimal auf dem Weg aussteigen um kurze Wanderungen durch den Wald oder zu Aussichtspunkten zu machen. Nach etwa einer Stunde kamen wir an der Bergstation in Kuranda an und hatten noch etwas Zeit die örtlichen Marktstände zu entdecken. Für den Lunch fuhren wir ans Meer nach Palm Cove und zum Glück hörte es um diese Zeit mit dem regnen auf. Das letzte Mittagessen bestand aus den typischen roten Würsten auf einer dieser BBQ-Stationen am Strand. Von dort hatten wir auch einen Blick auf eine lustige kleine Insel, die aussah wie ein Pfadfinderhut.       
                                                                           
Als letztes Ziel dieser Tour stand das Tjapukai Aboriginal Cultural Centre auf dem Programm. Wo unsere kleine Gruppe ein paar tolle Vorführungen über die Bräuche, die Geschichte und den Lebensstil des örtlichen Tjapukai-Stamm erleben konnten. Wir konnten auch dort den speziellen Humor der Aboriginals erkennen. Als sie bei der Vorführung erklärten, wie man Kängurus jagt und dann nach Hause bringt um sie in der Microwelle zu kochen oder das der eine einen BMW habe, BMW = Black Men Walk.
Am Abend traf ich in der Stadt wieder Tom und diesmal auch Marion mit ihrem Cousin zu einem guten Nachtessen. (Das Abschlussessen mit den anderen von der Tour hatten wir schon früher, da sowiso einige schon abgereist sind).Als ich im Hotel ins Bett stieg wusste ich, dass ich in gut vier Stunden wieder aufstehen musste um an den Flughafen zu fahren und Australien zu verlassen.


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